Schwarze Zahlen und sportlich im Aufwind: Der FC Kirchberg blickt auf ein gutes Jahr zurück

An der Hauptversammlung präsentiert der FC Kirchberg einen Gewinn und wählt Alfons Schönenberger zum Ehrenmitglied.

Beat Lanzendorfer
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Von rechts: Präsident Dieter Gähwiler mit den Jubilaren Andreas Wili (50 Jahre im Verein), Alfons Schönenberger (30Jahre und neues Ehrenmitglied) sowie Bruno Schöb (40 Jahre).

Von rechts: Präsident Dieter Gähwiler mit den Jubilaren Andreas Wili (50 Jahre im Verein), Alfons Schönenberger (30Jahre und neues Ehrenmitglied) sowie Bruno Schöb (40 Jahre).

Bild: Beat Lanzendorfer

«Die Gemeinde eignet sich nicht für ein kurzes Abenteuer, wer nach Kirchberg kommt, sollte sich etwas Zeit nehmen.» Dies pflegte der ehemalige Gemeindepräsident Christoph Häne zu sagen, wenn er Gästen «seine» Gemeinde näherbrachte.

Auf den Fussball umgemünzt haben die Mitglieder des FC Kirchberg diese Aussage durchaus ernst genommen. Wer einmal dazugehört, bleibt fast für immer. Nicht von ungefähr wurden an der 78. Hauptversammlung viele Mitglieder geehrt, die dem Club schon Jahrzehnte die Treue halten.

Bruno Schöb mit gelb-schwarzem Herz

30 Jahre dabei sind Veronika Hess-Senn, Andreas Breitenmoser senior, Luigi Perone und Alfons Schönenberger. Noch einen drauf setzte Bruno Schöb. Der ehemalige Präsident und heutige Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der St.Galler Sportverbände hat seit vier Jahrzehnten ein gelb-schwarzes Herz. Sogar fünf Jahrzehnte ist Andreas Wili Mitglied. Eine spezielle Würdigung widerfuhr Angela und Erwin Scherrer. Beide waren über sechzig Jahre dabei. Ende 2019 traten sie definitiv in den Funktionärsruhestand über.

Mit Alfons Schönenberger wählten die 106 anwesenden Mitglieder einen jener Langjährigen zum neuen Ehrenmitglied. Er bekleidete schon diverse Chargen, aktuell trägt er die Verantwortung für das Vereinsheft FCK-Bulletin.

Neuer Präsident mit funktionierendem Vorstand

Präsident Dieter Gähwiler stellte sein erstes Amtsjahr unter das Motto «Kennelerne – luege – stuune». Nach Jahrzehnten, in denen er kaum noch Berührungspunkte mit dem Fussball hatte, sei er glücklich, einen funktionierenden Vorstand um sich zu wissen, der ihm den Wiedereinstieg erleichtert habe. Bei seinem Jahresbericht sorgten zwei Aussagen für Schmunzeln:

«Ich rechne durchaus mit einer Aufstiegsfeier, weil sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft gut unterwegs sind.»

Und weiter: «Einer der Höhepunkte im letzten Jahr war der Besuch des FC St.Gallen im Rahmen von ‹Espen on Tour›. Sie haben den etwas zu hohen Rasen auf der Sonnmatt bemängelt. Wer aber auf einem hohen Rasen trainieren kann, hat auch die Fähigkeit Grosses zu leisten.» Sollten die Espen im Sommer Meister werden, dürfe der FC Kirchberg durchaus einen kleinen Anteil dieses Erfolgs für sich beanspruchen.

Fussballfestival bringt beträchtliche Einnahmen

Finanziell steht der Club auf einem gesunden Fundament. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Reingewinn von gut 1800 Franken ab. Die Posten Fussballfestival und Sponsoring sorgen für mehr als die Hälfte der Einnahmen.

Etwas Kopfzerbrechen bereitet die dünne Personaldecke bei den Clubhausfrauen und bei den Juniorentrainern. Trotzdem darf der FC Kirchberg zuversichtlich in die Zukunft schauen. Diese geht er mit einer Verstärkung im Vorstand an. Für Stefan Müller, der neu die Verantwortung bei den Aktiven übernimmt, konnte Michel De Salvador als Juniorenobmann gewonnen werden.