Schulreform entzweit Kirchberger CVP: Schulräte stellen sich gegen Parteivorstand

Im Abstimmungskampf brechen nun auch Konfliktlinien innerhalb der Parteien auf. Die CVP-Schulräte unterstützen – anders als der Parteivorstand – die geplante Reform.

Ruben Schönenberger
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Die Kirchberger Schule – hier das Schulhaus Sonnenhof – soll reformiert werden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Kirchberger Schule – hier das Schulhaus Sonnenhof – soll reformiert werden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Schulreform in Kirchberg ist umstritten. Drei der vier Ortsparteien lehnen den Antrag des Gemeinderats ab, darunter auch die CVP. Allerdings entspricht die offizielle Haltung der Partei nicht der Meinung der amtierenden Schulrätinnen und Schulräte der Partei.

Walter Gähwiler, Fredy Metzger, Edith Speck und Thomas Wiederkehr schreiben in einer Mitteilung: «Die amtierenden Schulratsmitglieder der CVP Kirchberg unterstützen den Antrag von Gemeinde- und Schulrat und sind überzeugt, dass die vorgeschlagene Vorlage der richtige Weg ist.»

Schulräte distanzieren sich

Die Änderungen in der Organisation der Schulen Kirchberg dienten sowohl den Lehrpersonen als auch den Schülern und Schülerinnen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die CVP-Schulräte distanzieren sich gar ausdrücklich vom Antrag und der Stellungnahme des CVP-Vorstandes.

Durch die abweichende Haltung der CVP-Mandatsträger erhält die Diskussion um die umstrittene Reform weiteren Auftrieb. Zum Showdown kommt es am Freitag an der ausserordentlichen Bürgerversammlung. Dann entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde Kirchberg formal über eine Änderung der Gemeindeordnung ab. Diese würde den Weg frei machen für die Schulreform, an deren Ende die Einführung einer Geschäftsleitung stehen soll.