Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Gemeinschaftszentrum soll Schulhaus in Unterwasser mit neuem Leben füllen

Die Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann eröffnet im ehemaligen Schulhaus Unterwasser ein Gemeinschaftszentrum namens Trefferei. Bereits gibt es Ideen zur Nutzung, weitere Vorschläge sind willkommen.
Sabine Camedda
Mit farbigen Buttons machte das Treffereiteam an der Bürgerversammlung auf das neue Angebot im alten Schulhaus Unterwasser aufmerksam. (Bild: PD)

Mit farbigen Buttons machte das Treffereiteam an der Bürgerversammlung auf das neue Angebot im alten Schulhaus Unterwasser aufmerksam. (Bild: PD)

Viele Gemeinden bieten eine breite Angebotspalette für junge Familien. Mütter- und Väterberatungen sowie Krabbeltreffs sind nur zwei davon, die sich etabliert haben. Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann will bestehende Angebote für junge Familien bündeln und geht sogar einen Schritt weiter.

«Es wird ein Gemeinschaftszentrum für alle Generationen geben. Ein Haus mit offenen Türen, welches die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ins Zentrum rückt und ein Miteinander fördert. Kulturelle Herkunft, Beeinträchtigung oder der sozioökonomische Status dürfen keine Schranken bilden. Wir wollen interkulturelle und generationenübergreifende Begegnungen fördern», sagt Schulratspräsidentin und Gemeinderätin Rita Elmer, die im Projektteam beim Aufbau dieses Zentrums mitarbeitet.

Name ist an Zwingli angelehnt

Das Team, bestehend aus sechs Frauen, hat in den letzten zwei Jahren viel Vorarbeit geleistet. Bei der Erstellung des Konzeptes wurde es von Andrea Faeh, Bereichsleiterin des Zentrum Frühe Bildung an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, begleitet. «Sie hat uns wichtige Inputs gegeben, so dass wir die Aufbauarbeit verhältnismässig schnell leisten konnten», blickt Pamela Lepri Koch zurück. Unterstützt werden die Frauen auch von der Gemeinde. Diese stellt das ehemalige Schulhaus in Unterwasser für dieses Gemeinschaftszentrum zur Verfügung und leistet finanzielle Unterstützung.

Einen Namen für das Gemeinschaftszentrum haben die Frauen bereits definiert: Trefferei. «Inspiriert wurden wir durch den Namen der ‹Helferei›. Das Haus war Zwinglis Heimat während seiner Zeit in Zürich», erklärt Pamela Lepri Koch.

Die Trefferei wird auf der strategischen Ebene von einer Trägerschaft geleitet werden. Wie breit diese Trägerschaft abgestützt werden kann, ist derzeit noch offen. Verhandlungen in diese Richtung laufen. Operativ wird eine Betriebsleitung eingesetzt, unterstützt wird sie von fünf Ressortleitungen. Diese werden durch ein kleines Entgelt entlöhnt. Sie müssen aber auch bereit sein, Freiwilligenarbeit zu leisten. Die Angebote in der Trefferei sollen nicht kostenlos sein, es sollen aber auch Sponsorenbeiträge fliessen.

Angebote von Laien und Fachpersonen

Die Aufbauarbeit im Hintergrund ist bereits weit vorangeschritten und erste Angebote sind festgelegt. Die Mütter- und Väterberatung wird in der Trefferei einen Platz finden, ebenso ein Krabbeltreff und auch die Ludothek. Sie wird als erste, schon nach den Frühlingsferien, in der Trefferei einziehen. Ein wichtiger Bestandteil wird der Kinderhütedienst sein, welcher voraussichtlich zweimal pro Woche gegen ein kleines Entgelt angeboten wird.

Herzstück der Trefferei ist das Kafi als Ort der Begegnung. «Wichtig sind uns regelmässige Öffnungszeiten. Das Kafi wird drei bis viermal pro Woche offen haben, vorwiegend wenn ein anderes Angebot wie Ludothek oder die Mütter- und Väterberatung oder der Krabbeltreff angeboten werden. Für die Senioren und Seniorinnen ist ein Spielnachmittag mit Kafi angedacht», betont Gaby Holenweg, eine weitere Frau aus dem Treffereiteam. Das Angebot soll offen sein für alle Interessierten, welche in der Gemeinde wohnen, eine Ferienwohnung besitzen oder zum Urlaub im Toggenburg verweilen.

Informationsveranstaltung

Das Treffereiteam und die Gemeinde laden am 12. Februar um 20 Uhr zu einer Infoveranstaltung in das Feuerwehrstübli Alt St.Johann.

Neben den genannten Angeboten bietet das ehemalige Schulhaus noch weitere Möglichkeiten. «Hier möchten wir die Bevölkerung ins Boot holen und sie fragen, welche Angebote sie wünschen oder anbieten können», sagen die Treffereifrauen. Vorstellbar wäre vieles: Vom Kasperlitheater über Kochkurse oder Spieleabende bis zu kulturellen Angeboten. Auch Werken sei möglich, da es im alten Schulhaus einen Werkraum gebe. «Die Trefferei bietet viele Möglichkeiten», sind Pamela Lepri Koch, Rita Elmer und Gaby Holenweg überzeugt.

Hilfe aus der Bevölkerung ist willkommen

Die nächsten Schritte bestehen nun darin, die Bevölkerung zu informieren und auch zur Mitarbeit zu motivieren. «Wir sind im Betrieb auf die Mithilfe von Freiwilligen angewiesen», sagt Pamela Lepri Koch. Gesucht sind aber auch Ideen, um die Trefferei mit Leben zu füllen. Nicht zuletzt braucht es Mobiliar, um die Trefferei einzurichten. «Egal ob Möbel, Werkzeug, Spielsachen oder Geschirr, wir können vieles brauchen», sagt Pamela Lepri Koch.

Ihren Betrieb wird die Trefferei im Spätsommer des nächsten Jahres aufnehmen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.