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Schule ohne Schulhaus – Tagebucheintrag 5 der Lehrerin: Absprachen sind im Homeoffice noch wichtiger

Wenn man sich nicht immer wieder persönlich treffen kann, werden organisierte Absprachen noch wichtiger.

Trudi Schönenberger-Hofmann
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Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Kirchberg erhalten Tablets für den Unterricht nach den Ferien.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Kirchberg erhalten Tablets für den Unterricht nach den Ferien.

Symbolbild: Sandra Ardizzone

In den Schulferien geht es für mich darum, den Unterricht für nach den Ferien aufzugleisen. Dazu spreche ich mich auch mit anderen Lehrpersonen ab.

Darum hatte ich mich letzte Woche zu einer Videokonferenz mit jenen Kolleginnen und Kollegen verabredet, die den Schülerinnen und Schüler meiner Klasse auch Unterricht geben. Solche Absprachen im Homeoffice sind extrem wichtig, aber auch nicht immer ganz einfach.

Präsenz- und Fernunterricht gleichzeitig vorbereiten

Eine zusätzliche Schwierigkeit ist es, das Programm für das letzte Quartal des Schuljahres so vorzubereiten, dass es sowohl für den Fernunterricht als auch für den Präsenzunterricht funktioniert. Für das Fach Mathematik habe ich das jetzt getan. Da die Schülerinnen und Schüler im letzten Quartal individuell an Themen arbeiten, welche sie für ihren Weg nach der offiziellen Schulzeit optimal vorbereiten, ging das relativ gut.

Der Unterrichtsplan für meine Klasse für die Zeit nach den Frühlingsferien steht nun, da und dort fehlt es noch an Inhalt. Ich werde wohl auch noch in den Ferien einen Probelauf mit freiwilligen Schülerinnen und Schülern machen, damit es dann auch wirklich klappt. Ich bin sicher, dass ich einige finde, die dabei sein wollen.

Schülerinnen und Schüler erhalten Tablets

Zur Vorbereitung gehört noch immer auch der technische Aspekt. Meinen eigens eingerichteten Visualizer habe ich so eingerichtet, dass ich nun Aufgaben direkt mit Bild erklären kann. Ein Kollege aus Bronschhofen hat mir ein Programm empfohlen, das dafür gut geeignet ist.

Auch meine Schülerinnen und Schüler erhalten nun Tablets. Diese habe ich in der Schule bereit gemacht. Beim Vorbereiten habe ich mit einer Kollegin einfach ein bisschen gequatscht. Das hat gut getan.

Ausgleich ist wichtig

Ich staune immer wieder, welchen Zuwachs an digitalem Wissen ich mir in dieser Zeit hole und geholt habe. Für mein Gehirn sicher eine gute Zeit. Ich merke aber auch, dass mich diese Zeit doch fordert. Ich wache ab und zu in der Nacht auf, weil es im Kopf rotiert.

Auch deshalb ist ein Ausgleich wichtig. Zum Glück ist das Wetter so schön, so kann man entweder im Garten etwas machen oder sich auf Fahrrad schwingen und losradeln.

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