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Schule ohne Schulhaus – Tagebucheintrag 4 der Schülerin: Man kann nicht fliehen

Die Frühlingsferien haben begonnen. Doch auch diese sind natürlich ganz anders als sonst.

Alicia Caspari
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Es sind Ferien, doch in den Urlaub fährt niemand.

Es sind Ferien, doch in den Urlaub fährt niemand.

Symbolbild: PD

Nun sind die ersten drei Wochen Homeschooling um und ich habe Frühlingsferien. Zuvor haben wir am Freitagnachmittag das erste Mal die Software Teams ausprobiert, welche andere Schulen offenbar schon länger anwenden. Wir haben gemerkt, dass es nicht so sinnvoll ist, wenn man mit 20 Schülern eine Videokonferenz auf Teams macht, da man die anderen fast nicht versteht.

Schule ohne Schulhaus

Die Schule findet wegen des Corona-Virus nicht mehr vor Ort statt. Wie kommen die Direktbetroffenen mit der speziellen Situation klar? Eine Lehrerin und eine Schülerin der Oberstufe Kirchberg berichten wöchentlich.

Ansonsten finde ich Teams eine gute Sache und wir werden diese App nach den Frühlingsferien auch anwenden müssen. Meine Lehrerin ging am Freitagnachmittag zu jedem und jeder nach Hause, um uns ein kleines Ostergeschenk zu geben und schöne Frühlingsferien zu wünschen. Dies fand ich eine schöne Geste, wahrscheinlich hat sie uns einfach vermisst und wollte uns wieder einmal sehen. Auch andere Lehrer wünschten uns trotz des Coronavirus schöne Ferien.

Doch keine Zeit für alle diese Sachen

Ich dachte am Anfang immer, dass ich viele Sachen erledigen kann, wenn ich zu Hause Schule habe. Aber ich kam eigentlich nie dazu. Auf Grund der Ferien kann ich diese jetzt aber erledigen. Ich muss aber sagen, dass ich die Ferien bis jetzt nicht so cool finde, da man einfach nicht so viele Möglichkeiten hat, etwas zu machen. Wenn einem zu Hause mal langweilig wird, kann man nicht wahnsinnig viel unternehmen, da man mit den Örtlichkeiten und der Anzahl Personen eingeschränkt wird.

So ist es auch, wenn die Familienmitglieder langsam anfangen zu nerven. Man kann nicht einfach sagen: «Ich gehe jetzt zu meinen Kolleginnen und Kollegen oder den Grosseltern, um mal Abstand zu haben.» Manchmal vergesse ich das alles und dann denke ich an Sachen, welche ich machen könnte. Dann kommt mir aber wieder in den Sinn, dass dies ja doch nicht geht, was langsam echt nervt.

Wegen dieser Coronasituation wird sowieso alles abgesagt oder umgeplant und das ist es, was mich am meisten nervt. Trotzdem gut finde ich, dass man in dieser Zeit Sachen entdeckt, welche eine Freude bereiten.

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