Schule Ebnat-Kappel mit neuem Führungsmodell: Der Schulrat wird aufgelöst, eine Bildungungskommission wird eingesetzt

Die Bürgerschaft der Gemeinde Ebnat-Kappel stimmt der Einführung einer Bildungskommission einstimmig zu.

Urs M. Hemm
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An der Bürgerversammlung der Gemeinde Ebnat-Kappel konnte Gemeindepräsident Christian Spoerlé 91 Stimmbürgeinnen und Stimmbürger in der evangelischen Kirche Ebnat begrüssen. (Bild: Urs M. Hemm)

An der Bürgerversammlung der Gemeinde Ebnat-Kappel konnte Gemeindepräsident Christian Spoerlé 91 Stimmbürgeinnen und Stimmbürger in der evangelischen Kirche Ebnat begrüssen. (Bild: Urs M. Hemm)

Mit einer schwungvollen Darbietung eröffnete der Jugendchor Ten Sing die diesjährige Bürgerversammlung der Gemeinde Ebnat-Kappel. Diesen Schwung nahm Gemeindepräsident Christian Spoerlé gleich mit und führte die 91 Stimmberechtigten zügig durch die anstehenden Traktanden. Zur Debatte standen einerseits die Budgets für das Jahr 2020 der politischen Gemeinde sowie der Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel. Andererseits hatten die Bürgerinnen und Bürger über einen Nachtrag zur Gemeindeordnung zu befinden, der das Führungsmodell der Schule neu regelt.

Christian Rufer, Schulratspräsident Ebnat-Kappel. (Bild: Urs M. Hemm)

Christian Rufer, Schulratspräsident Ebnat-Kappel. (Bild: Urs M. Hemm)

Diesbezüglich erläuterte Schulratspräsident Christian Rufer die Gründe, warum das Modell einer Bildungskommission demjenigen eines Schulrats vorzuziehen sei. «Bevor ich hier die Stelle als Schulratspräsident angetreten habe, hatte ich die Möglichkeit, aus der Position eines Aussenstehenden die Situation zu beurteilen», sagte Rufer. Dabei habe er festgestellt, dass die Arbeitsweise in grossen Zügen bereits der einer Bildungskommission entspreche. «Daher ist für mich der Wechsel zu diesem Modell nur die logische Folge.» Christian Rufers Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Der Nachtrag zur Gemeindeordnung bezüglich Einführung einer Bildungskommission wurde einstimmig von den Anwesenden genehmigt.

Erweiterung Schulanlage Wier schlägt zu Buche

Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel. (Bild. Urs M. Hemm)

Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel. (Bild. Urs M. Hemm)

Im Budget 2020 der politischen Gemeinde stehen Aufwendungen in der Höhe von 26'849'100 Franken Erträge in der Höhe von 26'189'900 Franken gegenüber. Daraus resultiert ein Ertragsüberschuss von 69'800 Franken. «Wenn wir einen Blick auf die Finanzplanung für die folgenden Jahre werfen, werden wir sehen, dass dies für längere Zeit der letzte budgetierte Überschuss sein wird», sagte Christian Spoerlé. Dies hänge vor allem mit der Erweiterung und Instandsetzung der Schulanlage Wier zusammen. Alleine dafür sind für das Jahr 2020 Ausgaben in der Höhe von zehn Millionen Franken im Budget vorgesehen.

Massiv zu Buche schlagen werde in diesen Jahren auch der Neubau des Pflegeheims Wier. Weitere Investitionen betreffen vor allem den Bereich Verkehr. 250'000 Franken sind beispielsweise für die neue Erschliessungsstrasse zum Pflegeheim sowie 710'000 Franken für die Sanierung der Fussgängerbrücke «Schwarzer Steg» vorgesehen. «Die Realisierung dieses Projekts ist jedoch noch von der Beurteilung der kantonalen Denkmalpflege über die Schutzwürdigkeit der Brücke abhängig», sagt Christian Spoerlé.

Obwohl der Finanzplan Defizite vorsieht, stellte der Gemeinderat den Antrag, den Steuerfuss von aktuell 145 Prozent um sechs Prozentpunkte auf 139 Prozent zu senken. Dieser Antrag, ebenso wie das Budget 2020, wurden einstimmig genehmigt.

Heime budgetieren Aufwandüberschuss

Daniel Thoma, Geschäftsführer der Alters- und Pflegeheime. (Bild: Urs M. Hemm)

Daniel Thoma, Geschäftsführer der Alters- und Pflegeheime. (Bild: Urs M. Hemm)

Das Budget 2020 der Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel geht von einem Aufwandüberschuss von knapp 83'000 Franken aus. «Zurückzuführen ist dies vor allem auf die grossen Abschreibungen für das Provisorium, welche mit 600'000 die Rechnung belasten», führte Geschäftsführer Daniel Thoma aus. Zudem sei mit einem höheren Personalaufwand zu rechnen. «Trotz allem streben wir am Ende des Rechnungsjahres eine schwarze Null an», betonte Thoma, was die Bürgerschaft honorierte – sie genehmigte das Budget einstimmig.