Schönengrund feiert 300 Jahre Eigenständigkeit

2020 feiert Schönengrund 300 Jahre Eigenständigkeit. Eröffnet wird das Jubiläumsjahr in der Silvesternacht mit einer gross angelegten Lasershow.

Nadine Küng
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Die Bevölkerung von Schönengrund blickt 2020 auf seine Loslösung von Urnäsch und auf drei ereignisreiche Jahrhunderte zurück.

Die Bevölkerung von Schönengrund blickt 2020 auf seine Loslösung von Urnäsch und auf drei ereignisreiche Jahrhunderte zurück.

Bild: Urs Bucher

Schönengrund wird nächstes Jahr 300-jährig: ein Grund zum Feiern. Über das Jahr verteilt finden in diesem Rahmen drei offizielle Anlässe statt. Die Dorfvereine werden ebenfalls ins Jubiläumsprogramm eingebun- den, ihre Anlässe stehen im Zeichen des Festjahres. Das soll die Verbundenheit und Vielfältigkeit von Schönengrund zeigen.

Vor 300 Jahren begann Schönengrund, sich von der Gemeinde Urnäsch loszulösen. Nachdem der Vorschlag 1680 und 1700 abgelehnt wurde, stimmte der Grosse Rat im November 1719 dem Kirchenbau in Schönengrund zu. Am 4. Mai 1720 wurde der Grundstein für den Bau eines eigenen Gotteshauses gelegt. Nach nur fünf Monaten stand die neue Kirche bereits und konnte, wenn auch noch ohne Innenausbau und mit einem etwas kurzen Turm, Ende Oktober eingeweiht werden.

Zwei Jahre später folgte dann der Schritt zur politischen Selbstständigkeit. Mit der Unterzeichnung des Teilungsbriefes wurde die Eigenständigkeit 1722 offiziell besiegelt.

Lasershow zur Eröffnung des Festjahres

Eröffnet wird das Jubiläumsjahr am Silvesterabend auf dem Gemeindehausplatz. Ein Chlauseschuppel sorgt für den traditionellen Teil der Feier. Auf die Neujahrsansprache folgt die einmalige Lasershow «300 Jahre Schönengrund». Dabei wird auch das Festjahr-Logo enthüllt. Dieses wurde, genauso wie die vier Dorfsujets, von Kim Helwich, einer jungen einheimischen Grafikerin entworfen.

Am 3. Mai, einen Tag bevor sich die Grundsteinlegung für die Kirche zum 300. Mal jährt, wird zum Gottesdienst in Urnäsch eingeladen. Der Weg von Schönengrund dorthin wird zu Fuss in Angriff genommen, wie es früher üblich war. Die Wanderung geht über den Teufenberg. Zum Teil wird sie von Fahnendelegationen und der Musikgesellschaft begleitet. Der Gottesdienst in der reformierten Kirche Urnäsch wird musikalisch ebenfalls von der Musikgesellschaft und dem Jodelchörli untermalt. Nach dem Gottesdienst gibt es Stärkung bei einem gemeinsamen Mittagessen, bevor es zu Fuss zurück nach Schönengrund geht.

Höhepunkt des Festjahres wird das eigentliche Jubiläumsfest am letzten Augustwochenende sein. Es herrscht Markt- und Chilbibetrieb mit verschiedenen Attraktionen. Hunger und Durst können in der Festwirtschaft und den Vereinsbeizli gestillt werden. Für Unterhaltung ist zum Beispiel beim Frühschoppen, Konzerten in der Kirche oder bei verschiedenen Darbietungen auf der Bühne am Markt gesorgt.

Eine Ausstellung zeigt die Geschichte und Entwicklung von Schönengrund, der Kirchturm kann besichtigt werden. Gemäss Veranstaltern soll es ein Dorffest für alle sein, wo alte sowie neue Bekanntschaften aufleben können.

In Schönengrund-Wald werde die mitten durch das Dorf verlaufende Kantonsgrenze von Schule, Vereinen und Geschäften seit jeher ignoriert. Die Einwohner würden eine Einheit bilden. Diese Tradition wird auch weitergeführt; wenn in Schönengrund gefeiert werde, ist auch die Bevölkerung von Wald SG dabei.

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