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Serie

Schnee statt Sägemehl: Toggenburger Schwinger treffen einen amerikanischen Farmer

Die vier Toggenburger Schwinger erlebten an der WM in Åre live mit, wie die Schweiz am Team Event nach dem olympischen Spielen in Pyeonchang erneut Gold holt. Als Voluntaris an einer Weltmeisterschaft lernen sie im Übrigen Menschen aus der ganzen Welt kennen.
Pascal Schönenberger
So sah die Piste während des Team Events aus, an dem die Schweiz die Goldmedaille gewann. (Bild: PD)

So sah die Piste während des Team Events aus, an dem die Schweiz die Goldmedaille gewann. (Bild: PD)

Das Wetter in Åre ist weiterhin sehr wechselhaft und man merkt, dass die Ortschaft nicht weit vom Atlantik entfernt ist. Darunter leidet auch die Piste, weil der viele Neuschnee weiterhin aus dieser entfernt werden muss. Damit sich die Piste trotz aller Schwierigkeiten in einem perfekten Zustand präsentiert, dafür hat das Organisationskomitee der Ski- WM einen Amerikaner angestellt.

Er heisst Tom und ist eigentlich Farmer in den USA, in Are ist er aber als Pistenbauer angestellt. Sozusagen ist er die Frau Holle aus den USA. Dank seiner langjährigen Erfahrung im Pistenbau stand Tom schon bei diversen Grossanlässen wie den Weltmeisterschaften oder den Olympischen Spielen im Einsatz. Wir lernten ihn in Are kennen und er erzählte uns einige Sachen aus seinem Leben.

Pistenbauer Tom, im richtigen Leben Farmer in den USA, benötigt eine Verschnaufpause. (Bild: PD)

Pistenbauer Tom, im richtigen Leben Farmer in den USA, benötigt eine Verschnaufpause. (Bild: PD)

Seit dem 7. Januar arbeitet Tom in Åre und bewässert die Piste so, dass sie für jeden Fahrer bereit ist. Früher bereitete er für das US Ski-Team die Pisten vor. So auch für Bode Miller, Lindsey Vonn oder Mikaela Shiffrin. Die Weltcuprennen in Beaver Creek profitierten ebenfalls von seinem Wissen. Dies erzählte er uns auf der Piste.

Ein Cowboy auf der Skipiste

Wenn man ihn im ersten Moment sieht, meint man, dass ein Cowboy auf der Piste sei. Seine Frau ist ebenfalls hier in Are und arbeitet auf der Piste der Damen mit Thomas Wild zusammen. Nun reist Tom weiter an den Weltcup nach Stockholm. Anschliessend fliegt er zurück in die USA.

Kalle Palander (mit Helm), der ehemalige finnische Weltcupfahrer, zusammen mit Pascal Schönenberger, Felix Degen und Björn Schönenberger (von links)

Kalle Palander (mit Helm), der ehemalige finnische Weltcupfahrer, zusammen mit Pascal Schönenberger, Felix Degen und Björn Schönenberger (von links)

Am Dienstag konnte ich zum ersten Mal mit meinem Bruder Björn das Skigebiet für wenige Stunden austesten. Wie immer starteten wir den Tag im Voluntari-Zelt. Nach dem Frühstück ging es mit einer Finnin, einer Spanierin und mit dem Schweiz-Kanadier Heino Hutter zum freien Skifahren.

Alle mussten erst am Mittag ihren Einsatz als Voluntari leisten und so kam diese Gruppe zusammen. So etwas, dass sich Menschen aus verschiedene Nationen zum freien Skifahren treffen und dabei sehr glücklich sind, so etwas erlebt man nur als Voluntari an einer Ski-WM, einfach unvergesslich.

Ein Schweizer, eine Spanierin, ein Finne, ein Schweiz-kanadischer Doppelbürger sowie ein Schweizer gemeinsam auf dem Skilift (von links).

Ein Schweizer, eine Spanierin, ein Finne, ein Schweiz-kanadischer Doppelbürger sowie ein Schweizer gemeinsam auf dem Skilift (von links).

Das Schweizer Nationalteam war am Team Event vom Dienstag einer der ganz grossen Favoriten auf eine Medaille. So waren wir auch bereit, dass Beste für die Piste zu geben. Simon Baumann kam am späten Sonntagabend auch noch in Åre an und ist nun in der Rutschertruppe am arbeiten.

Mit den Steigeisen im Steilhang

Thomas Wild seinerseits schloss sich dem amerikanischen Farmer zwecks Präparation der Piste an. Björn und ich kamen erst am Nachmittag zum Einsatz und waren für die Tore und Torflaggen am Rennen verantwortlich. So standen wir mit den Steigeisen im Steilhang und schauten von dort zum Rechten rund um die Tore.

Dieser Einsatz hat sich ausbezahlt und wir konnten den am Abend eine Schweizer Goldmedaille feiern. Am gestrigen Mittwoch stand ein Ruhetag an, welchen wir Voluntaris ebenfalls gut gebrauchen konnten.

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