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Schnee statt Sägemehl: Auf verschlungenen Pfaden nach Åre – und unverhofft wieder zurück

Die Toggenburger Schwinger, welche nach Schweden an die Ski-WM aufgebrochen sind, trafen auf der Hinreise zu ihrer Freude viele prominente Gesichter. Doch mit dem Gepäcktransport gab es so seine Probleme.

Pascal Schönenberger
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Ein Selfie mit Laurenne Ross, US-Ski-Team, auf dem Flughafen in Stockholm. (Bild: PD)

Ein Selfie mit Laurenne Ross, US-Ski-Team, auf dem Flughafen in Stockholm. (Bild: PD)

Meine Reise an die Ski-Weltmeisterschaften nach Åre zusammen mit meinem Bruder Björn und Thomas Wild ging am Samstag los. Von Zürich über Stockholm nach Östersund und von dort weiter nach Åre.

Diese Reise werden ich und die anderen bestimmt nicht mehr vergessen. Bereits am Flughafen Zürich bemerkte ich, dass uns bekannte Gesichter mit dem gleichen Flieger in den hohen Norden reisen. Hinter uns beim Gate standen die beiden US-Skirennfahrerinnen Laurenne Ross und Alice Merryweather. Im Flugzeug waren auch Bruno Kernen, der Lauberhornsieger von 2003, und Martin Berthod, OK-Präsident der Weltcup-Rennen St. Moritz und Organisator der WM 2017. Neben mir sass eine junge bosnische Skirennfahrerin. Sie erzählte, dass sie von Sarajevo über Wien und Zürich nach Stockholm reise, und von dort mit dem Auto sieben Stunden nach Åre fahre.

Alpine Ski-WM 2019

Vom 4. bis 17. Februar findet die Alpine Ski-WM in Are statt. Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht in losen Abständen Berichte, was die Toggenburger Schwinger während ihres Helfer-Einsatzes in Schwedens Schnee erleben. (red)

Geplant war der Flieger, die Ankunft erfolgte per Taxi

Als wir in Stockholm landeten, wussten wir, dass wir nur 45 Minuten Zeit haben, um den Anschlussflieger nach Östersund zu erreichen. Wir mussten in dieser kurzen Zeit das Gepäck abholen, die Zoll- und die Sicherheitskontrollen durchlaufen und das Gepäck wieder abgeben. Fünf Minuten vor dem Abflug sassen wir auf unseren Plätzen im Flieger nach Östersund. Nach einer guten Stunde sind wir in Östersund gelandet.

Auf dem kleinen Flughafen warteten wir auf unser Gepäck. Mein Koffer kam ziemlich schnell auf dem Band daher. Björn Schönenberger und Thomas Wild jedoch warteten lange. Irgendwann informierte uns ein Mitarbeiter des Flughafens, dass zwei Gepäckwagen in Stockholm vergessen gingen. Darunter waren auch die Koffer unserer prominenten Mitflieger. Etwas genervt standen wir am Flughafen und mussten unsere Weiterreise planen.

Thomas Wild, Pascal Schönenberger, Martin Berthod sowie Björn Schönenberger (von links). (Bild: PD)

Thomas Wild, Pascal Schönenberger, Martin Berthod sowie Björn Schönenberger (von links). (Bild: PD)

In diesem Moment fragten uns Laurenne Ross und ihre Trainerin, ob wir uns ein Taxi nach Åre teilen. Klar doch, wir reisten dann zusammen mit Innerschweizer Voluntaris und den US-Skirennfahrerinnen mit dem Taxi in einer Stunde nach Åre. Im Hotel angekommen, konnten wir unsere Helferbekleidung beziehen. Anschliessend genossen wir den Abend in einer Bar.

Ungeplanter Ausflug zurück nach Stockholm

Am Sonntag erkundigten wir uns nach unserem Gepäck – weiterhin Fehlanzeige. Um die Mittagszeit herum kam Martin Berthod hinzu und wir machten beim Organisationskomitee Druck. Schliesslich reiste ich mit Martin Berthod nach Östersund zurück, um unser Gepäck am Flughafen zu suchen. Auf dem Weg dorthin hat uns Bruno Kernen kontaktiert, ob wir sein Gepäck auch mitnehmen könnten.

Was das Flugzeug nicht schaffte, brachte der VW-Bus und dessen  Belegschaft in Ordnung: Das Reisegepäck nachliefern. (Bild: PD)

Was das Flugzeug nicht schaffte, brachte der VW-Bus und dessen Belegschaft in Ordnung: Das Reisegepäck nachliefern. (Bild: PD)

Dort angekommen fanden wir alles Gepäck auf den Wagen und auf dem Band. Wir haben unseren VW-Bus gefüllt und fuhren wieder nach Åre zurück. Auch die Koffer diverser FIS-Funktionäre waren im Transport dabei. Die turbulente Anreise nahm so doch noch ein gutes Ende. Gestern Montag ging es dann zu unserem ersten Einsatz auf die Piste.

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