Schluss mit harten Kirchenbänken: Die katholische Pfarrkirche in Kirchberg installiert fixe Sitzpolster

Mit der Anschaffung von Sitzkissen soll der Komfort im Gotteshaus erhöht werden. Höhepunkt des Kirchenjahres war das Heiligkreuzfest am 14. September 2018 im Beisein von Bischof Markus Büchel.

Beat Lanzendorfer
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Der Männerchor Müselbach, Leitung Linus Kempter, bereicherte am Dienstagabend die katholische Kirchbürgerversammlung im Pfarreizentrum in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Männerchor Müselbach, Leitung Linus Kempter, bereicherte am Dienstagabend die katholische Kirchbürgerversammlung im Pfarreizentrum in Kirchberg. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Legende besagt, dass sich am dritten Adventssonntag im Jahre 1685 während des Gottesdienstes das Kreuz von der Wand erhob. Das Wunder wurde von Gläubigen bezeugt. Das Bistum stellte mit einer offiziellen Untersuchung dieses Wunder fest. Seither wird jährlich am 14. September der Heiligkreuztag das «Wunder von Kirchberg» gefeiert. 2018 zum 333. Mal.

Patrick Loepfe, der Präsident des katholischen Kirchenverwaltungsrates sprach von einem professionell organisierten Anlass: «Der Tag war für mich absolut stressfrei, eigentlich sollten wir jedes Jahr ein solches Fest organisieren.»

Verwaltungstechnisch ein überschaubares Jahr

Das Rechnungsjahr sei überschaubar gewesen, erklärte Loepfe den 78 anwesenden Stimmberechtigten an der Kirchbürgerversammlung am Dienstagabend im Pfarreiheim. Statt eines budgetierten Defizits schliesst die Rechnung mit einem Überschuss von knapp 25'000 Franken ab.

Begründet wird dies mit den um rund 100'000 Franken höheren Steuereinnahmen. Trotzdem wird im begonnenen Rechnungsjahr bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 24 Prozent erneut mit einem Verlust kalkuliert.

Otto Noger, Präsident des Pfarreirates (links), und Patrick Loepfe, Präsident des Kirchenverwaltungsrates. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Otto Noger, Präsident des Pfarreirates (links), und Patrick Loepfe, Präsident des Kirchenverwaltungsrates. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Loepfe stellte in seinem Jahresbericht die Frage in den Raum, «ob es in 20 Jahren noch genügend Gläubige in Kirchberg gebe, um die Kirchgemeinde zu finanzieren». Lösungsansätze werden mit dem Projekt «Dienst am Nächsten» verfolgt. In Sachen Bequemlichkeit wird die Pfarrkirche eine Veränderung erfahren.

Katechetin nach 16 Jahren verabschiedet

Das Budget sieht das Anschaffen von fix installierten Sitzpolstern auf den Kirchenbänken vor. Dank erhielt die abtretende Erika Müller für ihr 16-jähriges Wirken als Katechetin. Loepfe sprach auch die kommenden Wahlen an, bei denen es aus jetziger Sicht zwei bisherige Mitglieder des Kirchenverwaltungsrates zu ersetzen gelte.

Für Otto Noger, der als Präsident des Pfarreirates über dessen Wirken berichtete, gehörte das Heiligkreuzjubiläum ebenso zu den Höhepunkten des letzten Jahres. Zudem freute er sich, dass er in der Person von Jean Daniel Urben den Nachfolger für den abtretenden Rolf Brändle, der elf Jahre dem Pfarreirat abgehörte, präsentieren durfte.

Wanderung zur höchst gelegenen Holzkirche

Abschliessend stellte Peter Künzle das Projekt der ökumenischen Bergwanderung vor. Am 1. September wird eine Wanderung zur höchstgelegenen Holzkirche Europas in Obermutten oberhalb von Thusis organisiert. Für den an Grippe erkrankten Seelsorger Jürgen Kaesler trug Jugendarbeiter Ermin Schluep den kirchlichen Jahresrückblick in Form von Bildern vor.