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Schlittschuhlaufen und Eisstockschiessen – Bazenheider Winterzauber soll eine saubere Veranstaltung werden

Das Dorf gönnt sich vom 22. November bis am 5. Januar einen Winterzauber. Nachhaltigkeit wird gross geschrieben.
Beat Lanzendorfer
Die Aufbauarbeiten für den Winterzauber sind seit einigen Tagen in Gang. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Aufbauarbeiten für den Winterzauber sind seit einigen Tagen in Gang. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Eis statt Sand – Schlittschuhe statt Barfuss. Dort, wo die Beachvolleyballer im Sommer die Bälle über das Netz smashen, verwandelt sich der Sand ab dem 22. November für 45 Tage in ein Eisfeld. Anlässlich des 60. Geburtstag der Dorfkorporation Bazenheid lädt eine 500 Quadratmeter grosse Eisfläche zum Schlittschuhlaufen, Eisplausch und Eisstockschiessen ein. Winterzauber heisst die Attraktion, die in dieser Form zum ersten Mal im Dorf durchgeführt wird.

Den Organisatoren war es bereits bei den Planungen ein Anliegen, eine saubere Veranstaltung durchzuführen. Ein eigens erarbeitetes Nachhaltigkeitskonzept hilft bei der Umsetzung. Zu guter Letzt konnte das Energietal Toggenburg ins Boot geholt werden, welches die Veranstaltung mit Knowhow unterstützt.

Drei Schwerpunkte zum Thema Nachhaltigkeit

Im Fokus des Nachhaltigkeitsstandards des Winterzaubers stehen die drei Schwerpunkte «Energie und Infrastruktur», «Lebensmittel, Abfall und Littering» und «Jugendschutz». Bei Ersterem kommen Photovoltaikzellen zum Einsatz, die Strom für den Winterzauber produzieren. Die Eisbahn selber besteht aus einem faltbaren und patentierten Aluminium-System. Bei ihr handelt es sich um das energieeffizienteste System, das aktuell auf dem Markt erhältlich ist.

Speziell ihr tiefer Energieverbrauch hat die Veranstalter überzeugt. Bei einer Standzeit von sechs bis acht Wochen benötigt die Anlage rund eine Kilowattstunde Strom pro Betriebstag und Quadratmeter Eisfläche.

Nachdem in den vergangenen drei Jahren das Dorf mit Fernwärme erschlossen wurde, wollte die Dorfkorporation ein weiteres Zeichen setzen. So werden das Chalet und weitere Räumlichkeiten mit einer 150 Meter langen Fernwärmeleitung mit Energie versorgt. Die Fernwärmeleitung ist wiederverwendbar und kann bei anderer Gelegenheit genutzt werden.

Auf Dieselgeneratoren wird verzichtet

Der restliche Strom, der noch benötigt wird, wird durch einen Ökostrom-Mix des Regionalwerks Toggenburg (RWT) gespiesen. Hier wird darauf hingewiesen, dass keine Dieselgeneratoren zum Einsatz gelangen. Bei der Infrastruktur kommt das benötigte Material mehrheitlich aus der Umgebung. Beim Schwerpunkt «Abfall und Littering» wird bis auf zwei Ausnahmen komplett auf den Einsatz von Einweggeschirr verzichtet. Festwirt Linus Thalmann setzt auf den Einsatz von Mehrweggeschirr.

Diese Skizze veranschaulicht, wie sich der Winterzauber während 45 Tagen präsentieren wird. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Diese Skizze veranschaulicht, wie sich der Winterzauber während 45 Tagen präsentieren wird. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die erwähnten Ausnahmen bilden zwei Grossanlässe, bei welchen aus Sicherheitsgründen der Ausschank in Plastikbechern erfolgt. Obwohl die Getränke nur im Offenausschank in den Verkauf gelangen, wird eine PET-Sammelstelle eingerichtet, damit auch mitgebrachte Flaschen richtig entsorgt werden können. Die angebotenen Gerichte bestehen aus Lebensmitteln von regionalen Produzenten.

Der Sicherheit und dem Jugendschutz kommt ebenso eine hohe Bedeutung zu. Das erarbeitete Sicherheitskonzept wird konsequent umgesetzt. Dafür zuständig ist der Sicherheitsbeauftragte David Egger, ehemaliger Kirchberger Feuerwehrkommandant. Dem Jugendschutz wird Rechnung getragen, indem mindestens drei nichtalkoholische Getränke günstiger verkauft werden als das günstigste alkoholische Getränk mit gleicher Menge, im Chalet ein Rauchverbot besteht und auf Werbung und Sponsoring durch die Tabakindustrie verzichtet wird.

Nebst den Aktivitäten auf dem Eis gibt es weitere gemütliche Treffpunkte, die zu einem Besuch auf dem Areal der Sportanlage Ifang animieren. Dazu zählen das erwähnte Chalet, das im Alpenlook gestaltet ist und Platz für 120 Besucher bietet, und eine Bar.

Sandro Götschi steht dem OK als Präsident vor

OK-Präsident Sandro Götschi. (Bild: Beat Lanzendorfer)

OK-Präsident Sandro Götschi. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Mit den Massnahmen, die durch die Erarbeitung des Nachhaltigkeitskonzeptes umgesetzt werden, ist das Organisationskomitee, das unter der Leitung von Sandro Götschi steht, überzeugt, «nachhaltig unterwegs» zu sein. «Der Winterzauber soll nicht nur Freude bereiten, wir wollen ihn auch sauber durchführen», sagt der OK-Präsident abschliessend.

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