Sammeln und Ideen umsetzen – In der Ausstellung «Generationen» in der Propstei Alt St.Johann sind vielfältige Werke zu sehen.

Willi Ernst eröffnet lokalen Künstlern mit der Ausstellung «Generationen» die Chance, ihre Werke erstmals einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Adi Lippuner
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Willi Ernst mit seinem, im Klostergarten präsentierten «Heissen Stuhl».

Willi Ernst mit seinem, im Klostergarten präsentierten «Heissen Stuhl».

Bild: Adi Lippuner

Bereits das dritte Mal organisiert Willi Ernst aus Starkenbach in der Propstei Alt St.Johann im Garten und im Kreuzgang, Werke ganz unterschiedlicher Künstler und Sammler. Während seine eigenen Objekte, hergestellt aus Recyclingmaterial, im Garten zu sehen sind, teilen sich die Sammler Werner Bollhalder, Unterwasser, und Peter Jud, Brunnandern, den vorderen Bereich des Kreuzganges. Im hinteren Raum sind die Holzskulpturen von Ruedi Schwizer, Ebnat-Kappel, die Scherenschnitte von Helen Hollenstein Mühlrüti und die Werke von Gaby und Theo Beck, Hemberg zu sehen.

Scherenschnitte und Holzskulpturen warten auf neue Besitzer.

Scherenschnitte und Holzskulpturen warten auf neue Besitzer.

Bild: Adi Lippuner

Willi Ernst, er führt im Necker ein Brockenhaus und legt dabei immer wieder Stücke für seine Werke zur Seite, will anderen Künstler eine Ausstellung-Plattform bieten. Der Organisator sagt:

«Oft präsentieren sie in der Propstei ihre Arbeiten erstmals vor einem grösseren Publikum und wagen so den Schritt aus dem stillen Kämmerlein an Öffentlichkeit.»

Damit den einzelnen Künstlern zwischen den Ausstellungen genügend Zeit bleibt, um Neues zu schaffen, findet der Anlass alle vier Jahre statt. Auch er selbst benötigt jeweils etwas Zeit, um aus vermeintlichem Abfall Neues zu schaffen und zu zeigen, dass es ganz überraschende Kombinationen von Formen und Materialien gibt.

Immer offen für Neuentdeckungen

Die Beteiligten an seiner Ausstellung in der Propstei findet Willi Ernst jeweils auf Märkten und durch Kontakte mit anderen Kunstschaffenden.

«Mir ist es ein Anliegen, Toggenburger Künstlern eine Plattform zu bieten und damit einheimisches Schaffen zu fördern.»

An der sonntäglichen Vernissage gab der Organisator Einblick in die Schwierigkeiten, welche Künstler während der Coronazeit zu bewältigen hatten.

Im vorderen Bereich des Kreuzganges werden die Werke der beiden Sammler ausgestellt.

Im vorderen Bereich des Kreuzganges werden die Werke der beiden Sammler ausgestellt.

Bild: Adi Lippuner

Zudem sei bei der Einrichtung der Ausstellung einiges zu beachten gewesen. «Wir haben einen Rundgang geschaffen, damit sich die Besucherinnen und Besucher nicht zu nahe kommen müssen und trotzdem die Werke in Ruhe betrachten können.»

Während die Preise für die Arbeiten im hinteren Bereich, also Holzskulpturen, Scherenschnitte und Bilder in Kombination von Schallplatten und CDs auf Listen ersichtlich sind, verhandeln die beiden Sammler mit Interessenten über die Preise.

Für die Werke von Willi Ernst gilt, wie der Recycling-Künstler mit einem Augenzwinkern betonte: «Der Preis ist Verhandlungssache.»

Hinweis

Die Ausstellung im Propsteigarten und dem Kreuzgang ist täglich von 14 bis 19 Uhr, geöffnet. Finissage ist am Sonntag, 12. Juli um 17 Uhr.

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