Saisonschluss-Event auf dem Säntis: Auf Höhenflug mit Bikerin Ramona Forchini

Die Wattwilerin liess am Mittwochabend mit Gönnern, Freunden und Sponsoren die Saison auf dem Säntis Revue passieren.

Beat Lanzendorfer
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Die Fans von Ramona Forchini können sie ab sofort mit einer neuen Fahne anfeuern. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Fans von Ramona Forchini können sie ab sofort mit einer neuen Fahne anfeuern. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Ostschweizer Hausberg übt für viele eine magische Anziehungskraft aus – auch für Ramona Forchini. «Der Säntis hat mich schon immer fasziniert.»

Dreiwöchiges Höhentraining auf dem Säntis

Die 25-jährige Wattwiler Bikerin hat vor drei Jahren sogar auf dem 2500 Meter hohen Berg gelebt und ein 21-tägiges Höhentraining absolviert. «Ich bin jeweils um 06.15 Uhr aufgestanden und habe auf den Rollen mein erstes Training hinter mich gebracht.»

Danach ging es mit der Seilbahn zur Schwägalp und von dort weiter an ihren Arbeitsplatz ins Berufs- und Weiterbildungszentrum nach Wattwil. Bekanntlich setzte sie im Jahr 2016 noch nicht zu hundert Prozent auf das Biken.

Nach einem weiteren Training im Unterland sei zurück auf dem Berg ein weiteres Rollentraining angesagt gewesen. «In luftiger Höhe hatte ich vermehrt Zeit, um mir Gedanken zu machen. Aus den Wünschen, Visionen und Zielen ist irgendwann der konkrete Glaube gereift, dass ich es schaffen kann.» Die Fortsetzung ist bekannt: Ramona Forchini ist seit zwei Jahren Bike-Profi.

Sie kämpft für die Olympia-Teilnahme 

Nun ist sie am Mittwochabend an jenen Ort zurückgekehrt, an dem sie einen Teil jener Grundlage erarbeitet hat, die sie zur Weltklasse-Mountainbikerin reifen liess. Mit Freunden, Sponsoren und Gönnern schaute sie auf die abgelaufene Saison zurück. «Insgesamt darf ich sehr zufrieden sein, obwohl mir ein Virus in der zweiten Saisonhälfte arg zu schaffen machte.»

Mit dem Gesamtsieg und mehreren Tagessiegen beim Swiss Bike Cup, vielen Top-Resultaten im Weltcup sowie dem EM-Team-Gold, begeisterte sie auch ihren Fanclub, der mittlerweile auf über 80 Gönner angewachsen ist.

Beim Blick auf das kommende Jahr stellen die Olympischen Spiele in Tokio alle anderen Ereignisse in den Schatten. Für den Jahreshöhepunkt muss sich Ramona Forchini allerdings zuerst qualifizieren. «Ich werde es schaffen», zeigt sie sich kämpferisch.

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