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Rund eine Viertelmillion aus dem Lotteriefonds fürs Toggenburg

Der Regierungsrat will aus dem Lotteriefonds diverse kulturelle Projekte im Toggenburg unterstützen. Der grösste Einzelposten ist ein Beitrag an einen Dokumentarfilm.
Martin Knoepfel
In Krinau werden Fassaden zwei Wochen lang zur Projektionsfläche für Kunst. Dafür soll der Verein «Kunsthallen Toggenburg» 12'000 Franken erhalten. (Visualisierung: PD)

In Krinau werden Fassaden zwei Wochen lang zur Projektionsfläche für Kunst. Dafür soll der Verein «Kunsthallen Toggenburg» 12'000 Franken erhalten. (Visualisierung: PD)

In der Juni-Session wird der Kantonsrat voraussichtlich über die Sommer-Tranche der Beiträge an den Lotteriefonds entscheiden. Vor kurzem wurde die Botschaft des Regierungsrats mit den Gesuchen versandt, die dem Parlament vorgelegt werden. Es geht um fast 5,5 Millionen Franken.

Unter den Gesuchen finden sich wiederum einige aus dem oder mit Bezug zum Toggenburg. Für solche Vorhaben sollen etwas mehr als eine Viertelmillion Franken ausgegeben werden. Dies ohne den Zuschuss an die «épisodes culturelles», deren Aufführungen grösstenteils nicht im Toggenburg stattfinden.

Bei anderen Projekten kann ein Bezug zum Toggenburg entstehen. So soll etwa eine Dokumentation über Aussichtsbänklein im Kanton zusammengestellt werden, welche in einer virtuellen Landkarte mündet und auch Toggenburger Bänkli enthalten könnte.

«Engagierte Initiative zur kulturellen Vielfalt»

1,027 Millionen Franken sollen für Subventionen für Projekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Design, Film und Architektur ausgegeben werden. Der Verein «Rathaus für Kultur» wird nach dem Willen des Regierungsrats aus dem Lotteriefonds eine Anschubfinanzierung von 50'000 Franken – gleich viel wie der Gemeindebeitrag – erhalten. Beantragt waren 60'000 Franken.

Im Rathaus Lichtensteig werden mit dem Auszug der Gemeindeverwaltung über 700 Quadratmeter frei. Der Verein «Rathaus für Kultur» mietet das Gebäude für fünf Jahre als Zwischennutzung. Der Botschaft des Regierungsrats kann man sodann entnehmen, dass die Gemeinde Lichtensteig das Rathaus nach Ablauf der fünf Jahre dem Verein übergeben will, um einen langfristigen Betrieb zu ermöglichen.
Der Kanton schätze «die engagierte Initiative zur kulturellen Vielfalt in der Region», heisst es an gleicher Stelle. Er zeigt sich erfreut über das Vernetzungsprojekt, von dem er sich eine grössere kulturelle Vielfalt verspricht. Die Aufbaukosten betragen laut regierungsrätlicher Botschaft fast 300'000 Franken, während der Betrieb 157'000 Franken im Jahr kosten soll. Eigenleistungen des Vereins machen 101'785 Franken aus. Stiftungen und Sponsoren sollen weitere 181'000 Franken beisteuern.

Die Wohnung im Rathaus Lichtensteig bietet ab März Platz für fünf Schweizer oder ausländische Künstlerinnen und Künstler, welche im Rathaus wohnen und arbeiten. Die «Dogo Residenz für neue Kunst» soll Teil der Nachwuchsförderung sein und international ausstrahlen. Der Aufbau und das erste Betriebsjahr der Residenz dürften 279'000 Franken kosten. Der Regierungsrat spricht von einem «ambitionierten Projekt» und will dieses mit 50'000 Franken, wie von den Initianten beantragt, unterstützen. Von Stiftungen, Sponsoren und Private sollen 145'500 Franken kommen.

Beiträge für Ausstellungen und Dokumentarfilme

Geld aus dem Lotteriefonds gibt es sodann für zwei Ausstellungen im Toggenburg. 12'000 Franken erhält der Verein «Kunsthallen Toggenburg» für das Kunstprojekt «Alles Fassade» in Krinau. Fassaden werden zwei Wochen lang eine Projektionsfläche für Kunst sein. Das Projekt soll 50'500 Franken kosten. Die Eigenleistungen werden mit 12'500 Franken beziffert. Je 6'000 Franken sollen von Sponsoren und Privaten und von der Region Toggenburg kommen.

68'340 Franken soll die Ausstellung «Sight Walks» in der Probstei St.Peterzell kosten. Der Lotteriefonds wird nach dem Willen der Regierung 10'000 Franken übernehmen. Stiftungen, Private, Sponsoren und die Pro Helvetia sollen total 37'000 Franken beisteuern. Die Ausstellung umfasst eine armenische Bibliothek und eine teils in Armenien fotografierte Dokumentation. Die Ausstellung will mit einem kritischen Blick über die überlieferten Bilder des Landes nachdenken.

Der Rahmenkredit für die Filmförderung beträgt 600'000 Franken. Hier gibt es zwei Gesuche mit Bezug zum Toggenburg, die vom Regierungsrat gutgeheissen worden sind. 70'000 Franken sollen als Subvention an ein filmisches Porträt über den Lichtensteiger Käsers Willi Schmid gehen. Der Toggenburger Regisseur Thomas Rickenbach soll 20'000 Franken als Zuschuss an die Kosten der Fertigstellung des Dokumentarfilms über den Holzerbrauch «Bloch» erhalten.

Beitrag an erstes «Factory in Concert»

Für die Unterstützung von Projekten aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz und Literatur sind 585'000 Franken budgetiert. In Ebnat-Kappel gibt es im Sommer erstmals ein zweitägiges Open-Air auf dem Areal der Firma Alder+Eisenhut AG. Es heisst «Factory in Concert». Die Kosten des Festivals sind mit 113'450 Franken veranschlagt. Der Kantonsrat soll nach dem Willen des Regierungsrats einen einmaligen Beitrag von 12'000 Franken sprechen. Beantragt waren 20'000 Franken. Das Open-Air wird von der Gemeinde und von Kultur Toggenburg unterstützt. Die Initianten erbringen Eigen- und ehrenamtliche Leistungen für 37'500 Franken.

Künstler aus verschiedenen Sparten entwickeln aus Episoden ihrer Arbeit ein gemeinsames Erlebnis. Der Verein «Gemischtes Doppel» veranstaltet wiederum «épisodes culturelles». Dafür soll es 15'000 Franken vom Kanton geben. Aufführungen sind unter anderem im Chössi-Theater in Lichtensteig geplant.

Neue Wohnung im «Alten Hirschen»

Aus dem Lotteriefonds können Beiträge an Sanierungen historisch und künstlerisch wertvoller Gebäude ausgerichtet werden. Wiederum befindet sich unter den mit einem Zuschuss bedachten Objekten eines aus dem Toggenburg. Es handelt sich um den «Alten Hirschen», der in Furt bei Brunnadern steht. Das stattliche Türmlihaus ist 399 Jahre alt und gilt als Objekt von kantonaler Bedeutung. Unter anderem soll eine neue Wohnung eingebaut werden. Der Kanton bezahlt 30'100 Franken an die denkmalpflegerisch anrechenbaren Kosten von 75'267 Franken. Die Gesamtkosten belaufen sich laut regierungsrätlicher Botschaft auf 798'000 Franken.

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