Rund ein Sechstel der Bewohner krank: Norovirus zwingt Kirchberger Betagtenheim Sonnegrund zur Schliessung des Cafés

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Kirchberger Betagtenheims werden gebeten, auf ihren Abteilungen zu bleiben.

Drucken
Teilen
Im Kirchberger «Sonnegrund» geht der Norovirus um.

Im Kirchberger «Sonnegrund» geht der Norovirus um.

Archivbild: PD

(pd/rus) Im «Sonnegrund» in Kirchberg sind rund ein Sechstel der Bewohnerinnen und Bewohner am Norovirus erkrankt, wie die Verantwortlichen in einer Mitteilung vom Freitagnachmittag schreiben. Auch Mitarbeitende seien erkrankt, allerdings nur wenige.

Aufgrund der Ansteckungsgefahr wurden das öffentliche Café und der Speisesaal vorübergehend geschlossen. «Um die Ansteckungsgefahr zu mindern und weitere Erkrankungen zu verhindern, sind die Bewohnenden gebeten, auf ihren Abteilungen zu bleiben und die öffentlichen Räume vorläufig nicht aufzusuchen», sagt die Betriebsleiterin, Martha Storchenegger. «Ebenso sollten Besuche von Angehörigen auf Notfälle beschränkt werden. Auch auf einen Ausflug oder Kaffeebesuch ausserhalb des Sonnegrunds sollten die Bewohnenden vorläufig verzichten.»

Im Kontakt mit Menschen schnell übertragen

Das Norovirus ist eine unangenehme Magen-Darm-Infektion, welche zu schwallartigem Erbrechen und Durchfall führt. Die Übertragung finde über die Mund- und Nasenschleimhaut statt und sei im Kontakt mit Menschengruppen sehr schnell passiert, schreibt die Heimleitung. Im «Sonnegrund» geht man davon aus, dass das Virus von aussen ins Haus getragen worden ist. Gemäss Storchenegger tritt das Norovirus gerne im Winter auf, ältere Menschen seien besonders anfällig. Mit dem Notfallkonzept will man die Ausbreitung so gering wie möglich halten.

Wie lange dieses Notfallkonzept in Kraft bleibe und wann die Bewohnenden wieder gesund seien, sei schwierig abzuschätzen. Die Symptome klingen gemäss Heimleitung nach einem Tag ab, nach zwei bis drei Tagen sei die Infektion vorbei.