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Nach rund 16 Jahren in der «Krone» Nesslau: Rös und Albert Wittenwiler sagen Tschau

Nach einer fast 16-jährigen Wirtezeit schloss sich am Sonntag im Restaurant Krone für das Ehepaar Wittenwiler der Kreis. Ihr Wunsch, ein neues Wirtepaar zu präsentieren, blieb aber unerfüllt.
Franz Steiner
Rös und Albert Wittenwiler verabschieden sich tanzend von den treuen Gästen der «Krone». (Bild: Franz Steiner)

Rös und Albert Wittenwiler verabschieden sich tanzend von den treuen Gästen der «Krone». (Bild: Franz Steiner)

Der Landgasthof Krone in Nesslau machte seinem Namen als Volksmusiklokal auch am letzten Tag alle Ehre; das Wirtepaar Wittenwiler engagierte mit dem Männerchor Chrummbach, der Hauskapelle Hansruedi, Pauli und Ernst, dem Alphorntrio Mühlrüti und der Jagdhornbläsergruppe Toggenburg einen bunten Mix an Unterhaltung.

Albert Wittenwiler erwähnte in seiner Rede mit Stolz die 30 Jodlersonntage, an denen sich rund 1500 Jodlerinnen und Jodler zum Stelldichein trafen. Nach fast 30 Jahren Glarnerland entschied er sich für seine alte Heimat, das Toggenburg. Seine Frau Rös hätte sich auch ein Älplerleben mit einer Wirtschaft vorstellen können. Sie seien von der Jodelkultur angefressen und mit dieser eng verbunden, sodass die «Krone» von Beginn an ein Volksmusiklokal wurde. Was nach dem Verkauf der «Krone» geschieht, bleibt übrigens offen.

Eine Laudatio für das Paar hielt Köbi Rutz: «Man hört als Wirtin oder Wirt vieles am Wirtshaustisch. Dieses Gehörte aufzunehmen, zu sondieren, was stimmt und was nicht wahr ist, ist eine Kunst. Ich bin sicher, diese haben Rös und Albert sehr gut gemeistert. Viele angespannte, aber auch interessante Gespräche liessen manchmal die Wogen hochgehen. Zum Teil wurden die Diskussionen von Stunde zu Stunde heftiger und auch etwas lauter. Hie und da war ich sogar selber mit dabei», meinte Rutz mit einem Schmunzeln.

«Es braucht solche Leute wie Rös und Albert, die Brauchtum aber auch Direktheit weitergeben, wie sie es auch vorleben.»

Er wünschte ihnen Gesundheit, tolle Erlebnisse und Zusammenkünfte mit Gästen aus der Zeit in der «Krone».

Ein Gedicht gab er dem Ehepaar mit auf den Weg: «Bis heute gearbeitet mit ganzer Kraft. Jetzt heisst es, Freizeit geniessen mit aller Macht. Könnt Ihr ohne Arbeit leben? Ach, das wird sich alles ergeben. Morgen schon, ich hör's schon heut, werdet Ihr sagen: Keine Zeit. Freut Euch auf Euren Garten, wo Rosen, Tulpen und Flieder warten. Ihr könnt dann buddeln mit dem Spaten oder eben in der Sonne braten.»

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