Regionalfussball
Wattwil Bunt steht weiterhin unter Druck – die übrigen Toggenburger Vereine bereiten Freude

Wattwil Bunt konnte seine prekäre Situation am letzten Wochenende nicht verbessern und kämpft bereits am Donnerstag in Schmerikon wieder um Punkte. Die meisten anderen Vertreter des Thurtals möchten ihre positive Zwischenbilanz weiter aufwerten.

Beat Lanzendorfer
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Die Toggenburger haben im bisherigen Verlauf der Meisterschaft einige Höhenflüge hingelegt. Hier die roten Bütschwiler beim Sieg gegen Gossau 2.

Die Toggenburger haben im bisherigen Verlauf der Meisterschaft einige Höhenflüge hingelegt. Hier die roten Bütschwiler beim Sieg gegen Gossau 2.

Bild: Beat Lanzendorfer

Zwei Drittel der Herbstrunde sind vorüber. Nun geht es in den verbleibenden Spielen darum, sich eine gute Ausgangslage für den kommenden Frühling zu erarbeiten.

FC Bazenheid: Den besten Torschützen der Gruppe bändigen

Der FC Bazenheid ist auf bestem Weg, an die glorreichen Zeiten nach dem Wiederaufstieg in die 2. Liga interregional im Jahr 2017 anzuknüpfen. Die Saison 2017/2018 schloss die Mannschaft mit 44 Punkten auf Platz 5 ab, im Jahr darauf reichte es mit 40 Zählern ebenfalls zum fünften Schlussrang. Aktuell liegt das Team erneut auf Platz 5, hat aber nach acht Runden und 16 Punkten einen besseren Punkteschnitt als bei den erwähnten Spielzeiten.

Damit dies so bleibt, müsste die Mannschaft am Samstag auch in Weesen punkten. Kein leichtes Vorhaben, denn die Elf um Trainer Philipp Egli gehört bisher mit 17 erzielten Punkten zu den positiven Überraschungen. Mit 23 geschossenen Toren weist der Tabellenvierte zudem einen Wert auf, der nur vom souveränen Leader Kreuzlingen (29) übertroffen wird. Im Auge behalten müssen die Bazenheider speziell Fernando Rodrigues. Er allein schoss elf der 23 Tore.

Wattwil Bunt: Bereits am Donnerstag im Einsatz

Die Sorgenfalten nach der Direktbegegnung gegen Henau (1:1) sind in Wattwil nicht weniger geworden. Obwohl die letzten vier Teams der Tabelle nur durch einen Punkt voneinander getrennt sind, läuft der Toggenburger Zweitligist Gefahr, den langen Winter auf einem Abstiegsplatz verbringen zu müssen. Abhilfe verschaffen könnte ein Sieg in Schmerikon. Das Spiel findet auf Antrag des Gastgebers schon am Donnerstagabend auf der Sportanlage Allmeind statt.

Neckertal-Degersheim: Die Abwärtsspirale stoppen

Nach fünf Spielen und ebenso vielen Siegen führte Neckertal-Degersheim die Tabelle in der 3. Liga an. Nachdem die Mannschaft sowohl gegen Brühl 2 als auch gegen Flawil ohne Punkte blieb, ist sie in der Tabelle von beiden Teams überholt worden. Nun soll die Abwärtsspirale in Zuzwil gestoppt werden. Das wird keine leichte Aufgabe, denn die Mannschaft um Trainer Petrit Duhanaj hat durchaus Ambitionen auf einen Spitzenplatz, konnte bisher die Erwartungen aber nicht restlos erfüllen.

FC Bütschwil: Vierter Saisonsieg ist Pflicht

Es kommt nicht oft vor, dass ein Aufsteiger in die 3. Liga in seiner ersten Saison den Platz als Favorit betritt. Genau dies ist am kommenden Sonntag auf der Sportanlage Kellen der Fall, wenn Rorschach-Goldach 2 die Bütschwiler herausfordert. Während die Toggenburger als Neuling eine gesicherte Position im Mittelfeld einnehmen, belegt das Heimteam einen der beiden Abstiegsplätze. Der vierte Saisonsieg ist aus Bütschwiler Warte deshalb ein Muss.

FC Kirchberg: Die makellose Bilanz verteidigen

Die meisten Tore (21) geschossen, die wenigsten (4) erhalten: Der FC Kirchberg steht nicht umsonst nach der siebten Runde mit 21 Punkten souverän an der Tabellenspitze der 4. Liga (Gruppe 7). Zum Abschluss der Vorrunde folgen noch die Derbys gegen Wattwil 2 und Bazenheid 2. Bleibt die Sonnmatt-Elf auch in diesen zwei Spielen ungeschlagen oder holt allenfalls die Siege Nr. 8 und 9, kommt sie ihrem Ziel, Rückkehr in die 3. Liga, schon bei Halbzeit sehr nahe.

FC Ebnat-Kappel: Den Anschluss an die Spitze wahren

Nach dem Abstieg aus der 3. Liga wollten sich die Obertoggenburger im neuen Umfeld zuerst konsolidieren. Das ist mit Platz 3 durchaus gelungen. Um aber weiterhin einigermassen in Tuchfühlung mit Leader Kirchberg zu bleiben, sind im Herbst noch zwei Siege nötig. Der erste am Samstag gegen Frauenfeld 3 (Rang 8) müsste machbar sein.

Bütschwil Frauen: Den Ansprüchen bisher nicht genügt

Platz 8 ist nicht jene Position, mit der sich die Bütschwiler Frauen anfreunden können. Mit dem Abstieg dürfte das Team trotzdem kaum konfrontiert werden, weil der Vorsprung gegenüber Rapperswil-Jona 2 und Linth-Schwanden beruhigend ist. Es ist aber auch nicht geplant, nach hinten zu schauen, sondern die Blicke nach vorne zu werfen. Ein Spitzenplatz liegt aktuell ausser Reichweite, bei einem Dreier gegen Ems am Samstagabend wäre aber immerhin der Sprung in die erste Tabellenhälfte in Reichweite.

Ebnater Frauen: Es folgt das nächste Spitzenteam

Wer gegen Spitzenreiter Triesen (2:2) bestehen kann, muss sich auch vor dem Tabellendritten Widnau nicht fürchten. Die Ebnater Frauen reisen am Sonntagmorgen ins Rheintal und möchten die schon jetzt erfreuliche Herbstbilanz weiter verbessern.

Spiele in den nächsten Tagen

2. Liga interregional, Gruppe 6: Samstag, 16.00 Weesen – Bazenheid. Sonntag, Wil 2 – Kreuzlingen.

2. Liga regional, Gruppe 2: Donnerstag, 20.15 Schmerikon – Wattwil Bunt. Samstag, 17.00 Bronschhofen – Henau. 19.15 Uzwil 2 – Rapperswil-Jona 2. Sonntag, 14.00 Linth 04 2 – Sirnach.

3. Liga, Gruppe 3: Samstag, 17.00 Flawil – Wittenbach. 17.30 Zuzwil – Neckertal-Degersheim. Sonntag, 11.00 Rorschach-Goldach 2 – Bütschwil.

3. Liga, Gruppe 4: Samstag, 18.00 Wängi – Wil Breitensport. Sonntag, 11.00 Dussnang – Tobel-Affeltrangen.

4. Liga, Gruppe 7: Freitag, 20.00 Bazenheid 2 – Littenheid. Samstag, 16.00 Niederstetten – Eschlikon. 17.00 Ebnat-Kappel – Frauenfeld 3. Sonntag, 14.00 Wattwil Bunt 2 – Kirchberg.

2. Liga Frauen, Gruppe 1: Samstag, 17.00 Bütschwil – Ems. Sonntag, 11.30 Widnau – Ebnat-Kappel. 13.00 Uzwil – Thusis-Cazis.

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