Regionalfussball
Sieg gegen Frauenfeld: Der Bazenheider Höhenflug in der 2. Liga inter hält an

Die Toggenburger schlagen am Mittwochabend im Nachtragsspiel Frauenfeld mit 1:0 und stossen in der Tabelle auf Platz 2 vor. Den goldenen Treffer schiesst Captain Mirco Jungblut. Er gelingt Bazenheid in Unterzahl.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Teilen
Hier unterzieht Mirco Jungblut (links) das Trikot des Ex-Bazenheiders Christian Maag einem Reisstest. Später trifft er zum 1:0.

Hier unterzieht Mirco Jungblut (links) das Trikot des Ex-Bazenheiders Christian Maag einem Reisstest. Später trifft er zum 1:0.

Bild: Beat Lanzendorfer

Es gibt Spiele, bei denen es für eine durchschnittliche Leistung trotzdem drei Punkte gibt. Dasjenige von Bazenheid am Mittwochabend gegen Frauenfeld gehört zweifellos in diese Kategorie.

Der Aufsteiger aus dem Thurgau konnte von der bisher schwächsten Bazenheider Saisonleistung allerdings nicht profitieren und muss sich nach der dritten Saisonniederlage nach hinten orientieren.

Gründe für die verhaltene Vorstellung

Trainer Daniel Bernhardsgrütter führte nach Spielschluss Gründe an, weshalb das Bazenheider Spiel eher harzig verlief. «Mir fehlt aus diversen Gründen die halbe Mannschaft, deshalb standen fünf Spieler mit Jahrgang 2003 und jünger auf dem Platz. Es war heute eine absolute Willensleitung, auf die ich stolz auf die Mannschaft bin.»

Nicht gefallen hat ihm aber die Flut der Verwarnungen, mit denen sich die Mannschaft selber schadet. Fünf gelbe Karten sowie eine gelb/rote für Roman Bollhalder sind eindeutig zu viel. Bernhardsgrütter sagt:

Daniel Bernhardsgrütter, Trainer FC Bazenheid.

Daniel Bernhardsgrütter, Trainer FC Bazenheid.

Bild: Beat Lanzendorfer
«Das muss besser werden, wir verhalten uns in vielen Situationen leider zu wenig clever.»

Angetan war er hingegen von der Leistung seines Torhüters: «Bruno Donnici war heute der beste Mann auf dem Platz, er hat uns mehrfach den Sieg gerettet.» Er kassierte in dieser Saison bisher erst einen Gegentreffer. Auch das ist ein Grund, warum Bazenheid nach vier Runden schon zehn Punkte gesammelt hat.

Pfostenschuss von Giovanni Pentrelli

Ein Tor bekamen die Besucherinnen und Besucher erst nach dem Seitenwechsel zu sehen. Das war zum einen dem Umstand geschuldet, dass sich die Mannschaften gegenseitig neutralisierten, lag aber auch am Auslassen von Möglichkeiten.

Die grösste vergab Torjäger Giovanni Pentrelli, der nach einem Zuckerpass von Roth allein vor Bretscher auftauchte, seinen Schuss aber vom Pfosten ins Feld zurückprallen sah. Auf der Gegenseite zeigte Frauenfeld gute Ansätze, blieb im Abschluss aber lange Zeit zu harmlos.

Mit Kevin Gomes, Christian Maag und Denis Mlinaric standen beim Gegner drei Akteure in der Startformation, die in der Vergangenheit schon das Bazenheider Trikot trugen. Mit Dani Luis kam später noch ein vierter hinzu.

Angst verschiesst einen Penalty

Dass es überhaupt zum Sieg reichte, war Mirco Jungblut zu verdanken, der nach 79 Minuten einen Querpass von Roth zum 1:0 abschloss. Zu jenem Zeitpunkt stand Bazenheid nach dem Ausschluss von Bollhalder nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. So entwickelten sich die Schlussminuten zu einer Abwehrschlacht. Mit glücklichem Ende für Bazenheid.

Glück auch deshalb, weil Angst für Frauenfeld fünf Minuten vor dem Abpfiff einen Elfmeter lediglich an die Latte setzte. Kälin war im Strafraum von den Beinen geholt worden. Der Jubel und die Erleichterung nach der überstandenen Druckphase waren riesig.

Matchtelegramm

FC Bazenheid – FC Frauenfeld 1:0 (0:0).

Sportanlage Ifang – 160 Zuschauer – Tor: 79. Jungblut 1:0.

Bazenheid: Donnici; P. Scardanzan, Bollhalder, Veliji, R. Scardanzan; Ramabaja (69. Pali), Marinovic (81. Celenk), Herren; Jungblut, Pentrelli, Roth (87. Bluli).

Anmerkung: 67. gelb/rote Karte für Bollhalder (Bazenheid).

Aktuelle Nachrichten