Regionalfussball
Jetzt rollt Bazenheid das Feld von hinten auf: Nach dem 3:2 bei Schlusslicht Amriswil verlassen die Toggenburger den Platz zum dritten Mal in Folge als Sieger

Vom verpatzten Saisonstart redet in Bazenheid längst niemand mehr. Die Mannschaft hat in den vergangenen drei Spielen zwölf Tore geschossen und wichtige Punkte gesammelt, um endlich vom Tabellenende wegzukommen. Das ist nach dem verdienten Sieg in Amriswil vorerst gelungen.

Beat Lanzendorfer
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Mirco Jungblut, am Ball, hat mit seinem Tor zum 3:1 die Nerven der Bazenheider Anhänger beruhigt.

Mirco Jungblut, am Ball, hat mit seinem Tor zum 3:1 die Nerven der Bazenheider Anhänger beruhigt.

Bild: Beat Lanzendorfer

Der Bazenheider Aufwärtstrend hält an. Nach dem 3:2-Sieg bei Schlusslicht Amriswil klettern die Toggenburger über den Abstiegsstrich.

Das Resultat schmeichelt den Thurgauern. Die Gäste waren das bessere Team und hätten viel höher gewinnen müssen. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison haperte es aber an der Chancenverwertung.

Zu knappes Ergebnis in der Halbzeit

Zehn schwache Minuten hätten den Bazenheidern beinahe die Pausenführung gekostet. Als Kessler nach 39 Minuten für Amriswil das 1:1 erzielte, entsprach dies nicht dem Spielverlauf. Das sah auch Bazenheid-Trainer Daniel Bernhardsgrütter so: «Wir waren spielerisch überlegen und haben uns Chancen erarbeitet, die eigentlich für zwei Spiele ausreichen.»

Den Anfang machte Roth, der nach drei Minuten lediglich den Pfosten traf. Ein Freistoss von Pentrelli, erneut Roth, Dodes und Romer vergaben aus guter Position. So war es Cakir nach neun Minuten vorbehalten, nach einem perfekten Querpass von Roth zur Führung einzunetzen.

Dass die Bazenheider nach dem überraschenden Ausgleich nach 45 Minuten trotzdem mit einem Vorsprung die Kabine aufsuchten, lag an Captain Ott. Praktisch mit dem Pausenpfiff traf er mit einem Flachschuss zum 2:1.

Jungblut beruhigt die Nerven

An der Bazenheider Überlegenheit änderte sich im zweiten Durchgang wenig. Was blieb war die Abschlussschwäche. Und diese wäre beinahe noch ins Auge gegangen. Nach mehreren vergebenen Chancen war es vorerst Jungblut, der auf Vorarbeit von Cakir und Pentrelli das 3:1 markierte, was auch die Nerven der mitgereisten Anhänger beruhigte.

Als Lucarelli nach 90 Minuten der Anschlusstreffer gelang, musste aber nochmals kurz gezittert werden, bis der Unparteiische drei Minuten später die Partie beendete.

Ein Sonderlob verdiente sich Pentrelli. Er gehörte zwar nicht zu den Torschützen, der Torjäger hat sich aber uneigennützig in den Dienst der Mannschaft gestellt und zwei Treffer mustergültig vorbereitet.