Regionalfussball
Gegen Kreuzlingen hätte Bazenheid die Tabellenführung übernehmen können – und verbleibt trotz deutlicher Niederlage in der Spitzengruppe

Bis zur Pause hielt Bazenheid mit Gruppenfavorit Kreuzlingen mit. Am Ende hiess es trotzdem 1:4. Es war die erste Niederlage für die Toggenburger in dieser Saison. Trotz der Klasse des Gegners bemängelt Trainer Daniel Bernhardsgrütter die individuellen Fehler vor den Gegentoren.

Pablo Rohner
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Der Bazenheider Torjäger Giovanni Pentrelli (ganz rechts), hier gegen Amriswil, traf auch in Kreuzlingen.

Der Bazenheider Torjäger Giovanni Pentrelli (ganz rechts), hier gegen Amriswil, traf auch in Kreuzlingen.

Bild: Beat Lanzendorfer

Hätten die Bazenheider gestern in Kreuzlingen gewonnen, wären sie am Sonntag als Tabellenführer aufgewacht. Mit drei Punkten aus Kreuzlingen hat in Bazenheid aber niemand so richtig geplant. Zu stark präsentierten sich die Thurgauer bislang in dieser Saison. Vier Siege aus vier Spielen, 16 Tore erzielt. Das macht durchschnittlich vier Tore pro Spiel. So viele bekam am Samstag auch der FC Bazenheid eingeschenkt, 1:4 hiess es am Ende.

Am Sonntag zieht Bazenheids Trainer Daniel Bernhardsgrütter ein gemischtes Fazit:

«Wir haben zu viele Fehler gemacht. Da merkte man, dass uns etwas die Erfahrung fehlt.»

Individuelle Fehler vor den Toren

Schon in der 2. Minute ging Kreuzlingen mit 1:0 in Führung, vorausgegangen war ein schlechter Rückpass auf Goalie Donnici. Profiteur war Miljic, der den Ball erlief und das Heimteam in Führung brachte.

Danach hatte Bazenheid den Gegner gut im Griff. In dieser Phase sah Daniel Bernhardsgrütter viel Gutes, etwa den Ausgleich durch Giovanni Pentrelli in der 18. Minute. Nach schnellem Umschalten und einem schönen Pass in die Tiefe lief der Torjäger alleine auf Goalie Fellmann zu und versenkte den Ball rechts unten im Tor.

Umso mehr ärgerte Bernhardsgrütter, dass sein Team Sekunden vor der Pause noch das 1:2 kassierte. Den Eckball, der dem Tor vorausging, bewertet der Trainer in seiner Entstehung als «unnötig». Beim Corner selbst – erneut hiess der Torschütze Miljic – habe sein Team «ungenügend» verteidigt. Und auch dem 1:3 ging ein leichter Fehlpass im Spielaufbau voraus. Trotzdem will der Trainer seinen Spielern keinen Vorwurf machen:

«Kreuzlingen ist individuell extrem stark, die spielen fast in einer eigenen Liga.»

Zwei ungelernte Innenverteidiger

Hinzu kommt, dass das Spiel am Bodensee bereits das vierte innerhalb von 12 Tagen war. Nachdem sich ein grosser Teil des Bazenheider Kaders in Coronaquarantäne begeben musste, waren mehrere Spiele verschoben worden. Und mit Herren und Scardanzan spielten ein gelernter Mittelfeldspieler und ein Aussenläufer in der Innenverteidigung. Trotz allem ist für Bernhardsgrütter klar: «Wir müssen cleverer werden und weniger Fehler machen.» Gegen Seuzach am nächsten Samstag sollen schliesslich wieder drei Punkte her.

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