Regionalfussball
Fussball auf dem Land statt Champions League: Bazenheid – Frauenfeld oder Kirchberg – Ebnat-Kappel als Alternativen

Am Mittwochabend finden in Kirchberg und Bazenheid zwei Fussballspiele statt, die für den Verlauf der jeweiligen Meisterschaft wegweisend sein könnten.

Beat Lanzendorfer
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Ist das Bazenheider Sturmduo Giovanni Pentrelli (rechts) und Philipp Roth weiterhin treffsicher, liegt gegen Frauenfeld der dritte Saisonsieg drin.

Ist das Bazenheider Sturmduo Giovanni Pentrelli (rechts) und Philipp Roth weiterhin treffsicher, liegt gegen Frauenfeld der dritte Saisonsieg drin.

Bild: Beat Lanzendorfer

Es muss nicht immer die Champions League sein. Am Dienstag und Mittwoch steht die Königsklasse des internationalen Klubfussballs im Zentrum des Interesses. Aus Schweizer Sicht zieht am Dienstag der Auftritt von Manchester United bei den Berner Young Boys das Publikum in Bann. Allein die Anwesenheit von Rückkehrer Cristiano Ronaldo zu «Man United» dürfte die Massen ins Wankdorf-Stadion locken.

Vor weniger Publikum werden die Begegnungen Bazenheid – Frauenfeld (2. Liga inter) und das Toggenburger 4.-Liga-Derby Kirchberg – Ebnat-Kappel über Bühne gehen. Spannung und Kampf sind trotzdem garantiert.

Der FC Bazenheid hat bisher verblüfft

Der FC Bazenheid holte in den ersten drei Runden sieben Punkte, was die wenigsten erwartet hätten. Vielmehr ging man davon aus, dass den Alttoggenburgern eine weitere Zittersaison bevorsteht. Die Saison ist jung und passieren kann noch einiges.

Die kurzfristigen Aussichten sind aber verheissungsvoll. Gewinnt die bisherige Überraschungsmannschaft, würde sie in der 2. Liga inter hinter dem souveränen Spitzenreiter Kreuzlingen auf Rang 2 vorstossen. Das hätte für Bazenheid auch den Vorteil, dass der Vorsprung gegenüber der Abstiegszone weiter anwachsen würde.

Unter dem Strich liegen aktuell Calcio Kreuzlingen, Seuzach und die Zürcher Blue Stars mit jeweils einem Zähler. Mit drei Punkten ist Frauenfeld knapp darüber. Aufgrund der Tabellensituation von einer klaren Angelegenheit auszugehen, wäre aber vermessen.

Bei den Thurgauern spielen einige Akteure, die sich in früheren Jahren schon das rot-schwarze Bazenheider Trikot übergezogen haben. Sie müssen am Mittwoch nicht speziell motiviert werden. Zudem möchte der Aufsteiger die eher durchzogene Startbilanz aufbessern.

Beim Derby treffen Freunde aufeinander

Nicht minder brisant wird das 4.-Liga-Derby zwischen Kirchberg und Ebnat-Kappel. Beide haben nach vier Runden die Erwartungen erfüllt und nehmen die Plätze 1 und 2 ein. Weil Kirchberg zwei Punkte mehr auf dem Konto hat und zu Hause spielen kann, kommt der Esposito-Elf ohne Zweifel die Rolle des Favoriten zu.

Auf die Frage, ob bei einer allfälligen Niederlage schon so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen sei, sagt Roman Kellenberger, Trainer der Ebnater:

Roman Kellenberger, Trainer Ebnat-Kappel.

Roman Kellenberger, Trainer Ebnat-Kappel.

Bild: Beat Lanzendorfer
«Mit fünf Punkten Rückstand wäre das sicher ein Schlag für uns, die Entscheidung wäre es aber noch nicht.»

Aus seiner Sicht hätte der Gegner das leichtere Startprogramm gehabt. Und weiter: «Wir möchten grundsätzlich jedes Spiel gewinnen, am Mittwoch geht es in erster Linie aber darum, nicht zu verlieren.»

Kellenberger freut sich auf den Vergleich, weil er als ehemaliger und langjähriger Spieler auf der Sonnmatt praktisch jeden Grashalm kennt und dort noch viele Freunde hat. Ausser dem verletzten Captain Stefan Hinterberger stehen ihm alle Akteure zur Verfügung. Ähnlich klingt es aus der Kirchberger Ecke. Trainer Domenico Esposito sagt:

Domenico Esposito, Trainer FC Kirchberg.

Domenico Esposito, Trainer FC Kirchberg.

Bild: Beat Lanzendorfer
«Wir wissen, was uns erwartet, und werden uns entsprechend vorbereiten.»

Von einer möglichen Vorentscheidung will auch er nichts wissen. «Erst knapp ein Viertel der Meisterschaft ist gespielt, da kann man beileibe noch nicht von einer möglichen Vorentscheidung sprechen.»

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