Vorschau Regionalfussball: Hält Bazenheids Serie auch gegen den Leader?

Der FC Bazenheid strebt gegen Leader Chur den vierten Sieg in Folge an. Wattwil Bunt möchte nach dem ersten Vollerfolg nachlegen.

Timon Kobelt
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Den Bazenheidern (rote Trikots) läufts derzeit rund. Am Samstag wollen sie Leader Chur in die Mangel nehmen.Bild: Beat Lanzendorfer

Den Bazenheidern (rote Trikots) läufts derzeit rund. Am Samstag wollen sie Leader Chur in die Mangel nehmen.Bild: Beat Lanzendorfer

Das letzte Fussballwochenende im September verspricht viel Spannung. Bazenheid und die Bütschwiler Herren und Frauen treten zu Spitzenspielen an, während Ebnat-Kappel endlich den ersten Saisonsieg einfahren will.

Bazenheid voller Zuversicht gegen den Leader

Wer hätte nach dem schwachen Saisonstart des FC Bazenheid gedacht, dass Ende September auf dem Ifang ein Spitzenspiel stattfinden würde? Doch die Alttoggenburger haben sich dieses verdient, weil sie eine Mini-Serie gestartet haben. Dreimal verliess Bazenheid das Feld zuletzt als Gewinner. Jüngst besiegte man auswärts das Schlusslicht United Zürich klar mit 5:2 und rückte dank diesem Sieg auf Tabellenrang drei vor. Nun gastiert am Samstag Leader Chur 97 auf dem Ifang, welches vier Punkte Vorsprung auf Bazenheid hat. Das Unterfangen der Alttoggenburger ist klar: Die Sieges-Serie gegen den Leader soll ausgebaut werden. Die Chancen dazu sind aufgrund des mittlerweile hohen Selbstvertrauens intakt, auch wenn der Einsatz von Innenverteidiger Roman Bollhalder, der gegen United Zürich verletzt ausgewechselt werden musste, fraglich ist.

Wattwil Bunt darf sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen

Der FC Wattwil Bunt hat am vergangenen fünften Spieltag endlich den ersten Saisonsieg eingefahren und sich damit ins Mittelfeld der Tabelle katapultiert. Allerdings sind die Zentrumsstädter gut beraten, sich nicht auf den Lorbeeren ihres Erfolgs auszuruhen. Ihr Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nur zwei Zähler. Am Sonntag gastieren die Wattwiler beim FC Sirnach, der punktgleich einen Rang vor den Toggenburgern klassiert ist. Allerdings haben die Thurgauer ein Spiel weniger ausgetragen. Wattwil muss sich vor allem vor dem Sirnacher Stürmer Anil Aydeniz in Acht nehmen, der in vier Spielen viermal eingenetzt hat.

Neckertal-Degersheim will wege vom Strich

Neckertal-Degersheim hat zuletzt gegen den FC Glarus einen wichtigen Sieg eingefahren. Damit schlossen die Neckertaler punktemässig zu den Glarnern auf. Beide Teams gehören einem Quartett im Mittelfeld der Tabelle an, das sechs Punkte auf dem Konto hat. Am Wochenende reist Neckertal nach Gossau, welches nur einen Punkt Vorsprung auf die Toggenburger hat. Mit einem Sieg in Gossau würden die Neckertaler nicht nur den Gegner überholen, sondern sich weiter vom Strich absetzen.

Wann platzt bei Ebnat-Kappel der Knoten?

Den Strich am liebsten hinter sich lassen würde der FC Ebnat-Kappel. Die Obertoggenburger halten nach wie vor die rote Laterne in der Hand. Es war von Anfang an klar, dass es nach dem Aufstieg eine schwierige Saison für die Ebnater werden würde. Dennoch haben sie sich bestimmt mehr erhofft als die zwei Punkte, die sie bis anhin aus fünf Spielen geholt haben. Das Positive für Ebnat-Kappel ist, dass die meisten Teams noch sehr eng beieinanderliegen. Am Samstag wartet eine happige Aufgabe auf den Aufsteiger: Er trifft zu Hause auf das drittplatzierte Tobel-Affeltrangen.

Bütschwil fordert auswärts den Leader Pfyn

In der 4. Liga sind Bütschwil (Rang drei) und Kirchberg (Rang vier) Tabellennachbarn. Der FC Kirchberg spielt bereits heute Abend und könnte mit einem Sieg auf der heimischen Sonnmatt Druck auf Bütschwil aufbauen. Gegner Uzwil liegt nur einen Punkt hinter den Kirchbergern, daher ist die Partie für die Alttoggenburger doppelt wichtig. Es ist zu erwarten, dass heute von Uzwil mehr Gegenwehr kommt als vom Schlusslicht FC Bazenheid 2, das Kirchberg zuletzt mit 3:0 besiegte.

Bütschwil mit frischen Beinen

Bütschwil schickt sich am Sonntag an, auswärts Leader Pfyn zu düpieren. Die drittplatzierten Bütschwiler hatten letztes Wochenende spielfrei und können diese Mission folglich mit frischen Beinen in Angriff nehmen. Die Toggenburger stellen nach Uzwil die zweitbeste Offensive der Gruppe, allerdings hat Pfyn in dieser Spielzeit erst einen Gegentreffer hinnehmen müssen, was absoluter Spitzenwert ist. Davor dürfte sich Severin Gübeli nicht scheuen. Der Bütschwiler hat in vier Spielen bereits sechsmal getroffen und will seinen Lauf auch gegen den Leader fortsetzen. Die Partie verspricht also einiges an Spannung.

Unterschiedliche Gefühle bei den Damen

Sowohl für die Ebnater als auch die Bütschwiler Frauen ist es eine englische Woche. Beide standen sie am Mittwochabend im Einsatz (Ergebnisse nach Redaktionsschluss). Und beide müssen am Sonntag auswärts antreten – Bütschwil in Eschenbach, Ebnat-Kappel in Widnau.

Die Bütschwilerinnen strotzen derzeit vor Selbstvertrauen. Schliesslich haben sie in der letzten Runde Leader Wittenbach die erste Niederlage zugefügt. In Eschenbach folgt nun ein weiteres spannendes Spiel, denn das Team aus dem Linthgebiet liegt auf Rang vier – direkt hinter Bütschwil.

Für die Damen des FC Ebnat-Kappel geht es darum, punktemässig endlich auf der Tabelle zu erscheinen. Sollte ihnen das bereits gestern Abend im Nachholspiel gegen Ems gelungen sein, müssen sie den Schwung unbedingt mitnehmen. Denn Widnau, der Gegner am Wochenende, liegt punktemässig in Reichweite der Obertoggenburgerinnen.