Regionalfussball: Der Kampfgeist von Zweitligist Wattwil Bunt bleibt unbelohnt

Über weite Strecken konnte Wattwil Bunt am Samstag mit Bronschhofen mithalten. Trotzdem setzte es eine 0:3-Heimniederlage ab. Für die Gäste erzielte Philipp Flammer alle drei Tore.

Raphael Dort
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Die gelben Wattwiler konnten über weite Strecken mit Bronschhofen mithalten, mussten phasenweise allerdings die Lufthoheit des Gegners anerkennen. Das 0:1 durch Flammer fiel darum folgerichtig durch einen Kopfball. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die gelben Wattwiler konnten über weite Strecken mit Bronschhofen mithalten, mussten phasenweise allerdings die Lufthoheit des Gegners anerkennen. Das 0:1 durch Flammer fiel darum folgerichtig durch einen Kopfball. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Fünf Punkte hatte Wattwil Bunt in den vergangenen drei Partien gesammelt. Diese Serie fortzusetzen, sollte jedoch eine schwierige Aufgabe werden.

Den ungeschlagenen Tabellendritten zu Gast

Mit dem SC Bronschhofen war der in der Rückrunde ungeschlagene Tabellendritte zu Gast auf der Grüenau. Ausgerechnet gegen diesen starken Gegner sah sich Wattwil Trainer Jan Rüeger gezwungen, sein Team umzustellen. Mit den beiden Innenverteidigern und dem Torhüter fehlten gleich drei Stammkräfte im Defensivverbund.

Die neu zusammengestellte Verteidigung wurde gleich von der ersten Minute an auf Herz und Nieren geprüft. Mit mehreren Paraden verhinderte Giuliano Cucinelli im Wattwiler Tor einen frühen Gegentreffer.

Das erste Tor fällt durch einen Kopfball

In der 23. Minute blieb dann jedoch auch der Wattwiler Schlussmann chancenlos. Flammer stieg nach einem Freistoss am höchsten und köpfte die Gäste in Führung. Die Toggenburger zeigten sich jedoch nicht geschockt, bekamen ihre Gegenspieler zunehmend besser unter Kontrolle und setzten ihrerseits erste Nadelstiche.

Mehrmals verfehlten die Wattwiler Schüsse das Tor nur knapp. So blieb es beim 0:1 zur Pause. Auch nach dem Seitenwechsel waren es hauptsächlich die Wattwiler, die das Spiel machten. Nach einer Stunde verpasste Roman Scardanzan den Ausgleich um Haaresbreite, es war die bislang beste Chance des Heimteams.

Dem heftigen Regen trotzend drückten die Wattwiler weiter auf den Ausgleich und sträubten sich gegen die drohende Niederlage. Es lief bereits die Schlussphase als Jeton Seferi alles richtig machte und den Ball am gegnerischen Torhüter vorbei schob, doch Innenverteidiger Luca Cavegn grätschte den Ball von der Linie weg und verhinderte den Ausgleich. Praktisch im Gegenzug kamen die Gäste aus Bronschhofen zu einem Corner.

Philipp Flammer war nicht zu bändigen

Erneut kam Flammer an den Ball und irgendwie drückte er die Kugel zum 0:2 über die Linie. Nun warfen die Wattwiler alles nach vorne, um irgendwie das Unmögliche möglich zu machen. Die Kräfte reichten dazu jedoch nicht mehr, im Gegenteil, es war der Gast, der noch einen drauf setzte. Einen mustergültigen Konter schloss Flammer zum 0:3-Schlussresultat ab. Es war das dritte Tor des Flügelspielers in dieser Partie.

Das Endresultat fiel schlussendlich zu deutlich aus, trat Wattwil Bunt doch über weite Strecken ebenbürtig auf. Sichtlich enttäuscht über den Ausgang der Partie zog FC-Wattwil-Bunt-Trainer Jan Rüeger ein gemischtes Fazit über die bisherige Rückrunde.

Die Mannschaft habe zwei Schritte vorwärts gemacht und könne nun mit jedem Gegner mithalten, was sie auch heute wieder bewiesen habe. Nicht zufriedenstellend sei laut Rüeger weiterhin die Punkteausbeute. Mit fünf Zählern aus fünf Spielen bestehe nach wie vor Luft nach oben. Nun sei das Ziel, sich weiter zu verbessern und so die nächsten Schritte vorwärts zu machen.

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