Regionalfussball
Bittere Niederlage: Die Bütschwiler Frauen führen gegen Uzwil bis zur 88. Minute, kassieren dann aber noch zwei Gegentore

Den Bütschwiler Frauen klebt das Pech weiterhin an den Füssen. Trotz guter Leistung und einer 1:0-Führung bis kurz vor Schluss müssen sie sich auf der Henauer Rüti gegen Uzwil mit 1:2 geschlagen geben.

Beat Lanzendorfer
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Nicole Scherrer, vorne rechts, traf nach ihrer Einwechslung zum 0:1.

Nicole Scherrer, vorne rechts, traf nach ihrer Einwechslung zum 0:1.

Bild: Beat Lanzendorfer

Hanspeter Schlittler, während zwei Jahren Trainer der Bütschwiler Frauen, sagte zur Pause: «Das Spiel kann auf beide Seiten kippen.» Er war von seinem Wohnort Eschlikon mit dem Velo zur Rüti geradelt, um seine ehemaligen Spielerinnen wieder einmal persönlich zu sehen.

Gesehen hatte er eine ausgeglichene erste Halbzeit mit keinen klaren Vorteilen für ein Team. Von der Leistung seiner einstigen Spielerinnen zeigte er sich aber durchaus zufrieden.

Die eingewechselte Scherrer schiesst das 0:1

Nach Wiederbeginn änderte sich wenig. Mit Fortdauer des Spiels entstand der Eindruck: Wer das erste Tor erzielt, geht als Sieger vom Platz. Deshalb sah es nach Nicole Scherrers 0:1 nach 57 Minuten lange Zeit gut für die Bütschwilerinnen aus. Sie hatte von einer perfekten Hereingabe von Marina Oberholzer profitiert und konnte den Ball an der Torhüterin vorbei zur Führung einschieben.

Samira Heeb hütete für die verletzte Bernadette Hangartner das Bütschwiler Tor. Bei den Gegentoren war sie machtlos.

Samira Heeb hütete für die verletzte Bernadette Hangartner das Bütschwiler Tor. Bei den Gegentoren war sie machtlos.

Bild: Beat Lanzendorfer

Uzwil versuchte auf den Rückstand zu reagieren, scheiterte aber mehrmals an Samira Heeb, die für die verletzte Hangartner das Tor hütete. Eine perfekt getimte Flanke von rechts zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit war dann der Anfang des bitteren Endes für die Gästespielerinnen. Sie fand Sarah Moser, die mit ihrem Kopfball Heeb keine Abwehrchance liess.

Trainer zeigen sich auch selbstkritisch

Es kam noch schlimmer: Erneut Moser reagierte bei einem schlechten Abwehrversuch der Bütschwiler Defensive am schnellsten und markierte das 2:1. Kurz darauf landete ein Freistoss von Andrea Nägele an der Latte, es wäre in einer turbulenten Endphase das 3:1 gewesen. Dann war Schluss und die Bütschwiler Spielerinnen um eine bittere Erfahrung reicher.

Nach einigen Minuten, die er benötigte, um den Tiefschlag zu verdauen, zeigte sich Bütschwil-Trainer Stefan Scherrer gefasst: «Wir haben gekämpft und ich hatte nach siebzig Minuten nicht den Eindruck, dass wir das Spiel verlieren. Uns fehlt zurzeit aber das Wettkampfglück.»

Er zeigte sich aber auch selbstkritisch: «Weil unsere Kräfte nachliessen, sind wir nur noch hinten rein gestanden und haben zu wenig für das Spiel getan.» Und Co-Trainer Stefan Ott ergänzend: «Wir müssen in solchen Situationen viel cleverer werden und die Quote der Eigenfehler verringern.»

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.

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