Regionalfussball
Bazenheider Steigerungslauf: Gegen Amriswil nach einer schwachen ersten Halbzeit noch einen Punkt gerettet

Nach zwei Spielen mit sechs Punkten lassen sich die Toggenburger in der 2. Liga interregional auch von einem Gruppenfavoriten nicht besiegen und holen gegen Amriswil ein verdientes 1:1.

Beat Lanzendorfer
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Giovanni Pentrelli (links) rettet Bazenheid mit seinem dritten Saisontreffer einen Punkt gegen Amriswil.

Giovanni Pentrelli (links) rettet Bazenheid mit seinem dritten Saisontreffer einen Punkt gegen Amriswil.

Bild: Beat Lanzendorfer

Zieht man nur die zweite Halbzeit in Betracht und lässt die Szene in der 92. Minute nochmals vor seinem geistigen Auge Revue passieren, hätte sich Bazenheid den Sieg verdient gehabt.

Die einheimischen Spieler kamen nämlich nach Wiederbeginn wie verwandelt aus der Kabine und verlangten dem Favoriten nun alles ab. Und da wäre die beschriebene Szene kurz vor dem Abpfiff. Celenk setzte sich auf der rechten Seite durch, lief zur Mitte und legte quer zu Captain Jungblut. Dieser hämmerte aus sechs Metern drauf und sah seinen Schuss von Forster reflexartig abgewehrt.

Amriswil war über weite Strecken überlegen

Da wäre aber noch die erste Halbzeit, dessen Leistung dazu führte, dass Bazenheid mit dem 1:1 durchaus leben kann. Amriswil war über weite Strecken überlegen und hatte mit Moser einen Spieler in seinen Reihen, der kaum zu bändigen war.

Er war es, der nach 36 Minuten der Abwehr entwischte und Donnici keine Abwehrchance liess. Ansonsten war auf den Bazenheider Schlussmann aber Verlass. War er in den zwei ersten Saisonspielen eher unterbeschäftigt, konnte er sich am Samstag erstmals so richtig auszeichnen und seine Qualitäten unter Beweis stellen. Bei einem höheren Rückstand zur Pause hätte sich nämlich niemand beschweren dürfen.

Keineswegs zufrieden mit der ersten Halbzeit war auch Trainer Daniel Bernhardsgrütter: «Wir haben keinen Ball gesehen. Nachdem wir zur Pause umstellten, lief es viel besser.» Er hatte eine Erklärung für den bescheidenen Auftritt: «Wir beklagten mehrere Absenzen und für einige Spieler ist es eine neue Erfahrung, auf diesem Niveau Fussball zu spielen. Sie hatten zu viel Respekt vor dem Gegner. Erst nach dem Seitenwechsel wurde es besser.»

Die Zwischenbilanz lässt sich sehen

Er und Co-Trainer Philipp Dux hätten immer daran geglaubt, dass etwas drin liegt. Das hätten sie den Spielern bei Halbzeit in der Kabine mit auf den Weg gegeben. «Schön, dass es geklappt hat.» Und zur besagten Szene meinte er: «Es ist doch schön, kommen wir zu Chancen. Das spricht für meine Spieler.»

Die Zwischenbilanz nach drei Spielen mit sieben Punkten ist erfreulich. Nachdem die Bazenheider in den ersten zwei Runden zwei vermeintlich schwächere Gegner deutlich in die Schranken wiesen, konnten sie nun mit einem der Gruppenfavoriten zumindest teilweise mithalten. Das sollte der Mannschaft für die kommenden Aufgaben Mumm verleihen.

Am nächsten Mittwoch geht es mit dem Nachtragsspiel gegen Frauenfeld auf dem heimischen Ifang bereits weiter.

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