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Regionaler Führungsstab überlegt mögliches Handeln nach einem Murgang

Der Regionale Führungsstab hat Szenarien für Grossereignisse definiert und festgeschrieben, welche Massnahmen zu treffen sind. Mit dieser Vorarbeit will er im Ernstfall Zeit sparen.
Sabine Camedda
Bei massiven Murgängen, die Häuser bedrohen und Verkehrswege blockieren, kann der Regionalen Führungsstab die Einsatzkräfte unterstützen. Bild: Benjamin Manser (Wienacht-Tobel, 2003)

Bei massiven Murgängen, die Häuser bedrohen und Verkehrswege blockieren, kann der Regionalen Führungsstab die Einsatzkräfte unterstützen. Bild: Benjamin Manser (Wienacht-Tobel, 2003)

Der Regionale Führungsstab Toggenburg hat sich überlegt, in welchen möglichen Szenarien die Ersteinsatzkräfte ihre Führungsunterstützung brauchen könnten. Diese Beispiele haben sie in drei Kategorien unterteilt: Naturbedingte Gefahren, Technisch bedingte Gefahren und Gesellschaftlich bedingte Gefahren.

Die Szenarien und die möglichen Massnahmen, die definiert wurden, würden im Ereignisfall viel Zeit einsparen, weil man Grundsätzliches bereits festgelegt habe und direkt anweisen könne, sagt Stabschef Christian Heeb.

Ein Grossereignis in der
Kategorie Naturbedingte Gefahren ist ein Murgang. Der Regionale Führungsstab geht zwar
davon aus, dass die Auswirkungen auf die Bevölkerung bei einem Murgang eher gering
wären. Trotzdem hat er mögliche Massnahmen überlegt, die in einem solchen Fall zu treffen wären.

Erdrutsch beschädigt
Häuser und Strassen

Im Referenzszenario beschreibt der Regionale Führungsstab eine Situation, in welcher nach anhaltenden Niederschlägen mehrere massive Murgänge im oberen Toggenburg und im Neckertal abgegangen sind. Zahlreiche Wohnhäuser und Ställe sind betroffen, auch Verkehrswege sind verschüttet, es gab Verletzte und Todesopfer. Während Tagen ist die Stromversorgung im gesamten Toggenburg unterbrochen, das Trinkwasser ist verunreinigt.

Jedes Ressort hat seine
Massnahmen definiert

Anhand des erarbeiteten Dokuments lässt sich ableiten, dass das Ressort Sicherheit in diesem Schadensfalls die Trinkwasserversorgung sicherstellen und Notstromgruppen organisieren muss. In Zusammenarbeit mit der Polizei sollen die Verkehrswege wieder geöffnet respektive Umleitungen errichtet werden.

Das Ressort Gesundheit ist dafür verantwortlich, die verletzten und evakuierten Personen in sichere Gegenden zu bringen. Auch soll das Personal im Spital bei Bedarf unterstützt werden. Nicht zuletzt sollen auch die Helfer der Ersteinsatzorganisationen und des Zivilschutzes versorgt und abgelöst werden.

In einem solchen Ereignisfall würde das Ressort Naturgefahren des Regionalen Führungsstabs die Wetterentwicklung und den weiteren Verlauf beobachten respektive mit Fachpersonen die Gefahr beurteilen. Das Ressort Kommunikation wäre für die Information der Einsatzkräfte und der Bevölkerung sowie, mit Absprache mit dem Mediendienst der Kantonspolizei, der Medienschaffenden zuständig.

Man müsse davon ausgehen, dass die Kommunikation über Flugblätter und mit Lautsprechern erfolgen müsste, weil die Kommunikationsinfrastruktur aufgrund des Stromausfalls nicht überall gewährleistet sei, denkt der Führungsstab.

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