Regiomasters: Der FC Bazenheid verpasst die Titelverteidigung

Spielerisch wussten die Alttoggenburger in der St.Galler Kreuzbleiche zu überzeugen. Nach dem verlorenen Halbfinale gegen Abtwil (0:3) reicht es am Ende aber nur zu Platz 4.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Teilen
Mit bald 41 Jahren ist der Bazenheider Beat Schneider (links) zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt worden. Rechts von ihm Dejan Baumann und Patrick Peters. Bild: Beat Lanzendorfer

Mit bald 41 Jahren ist der Bazenheider Beat Schneider (links) zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt worden. Rechts von ihm Dejan Baumann und Patrick Peters. Bild: Beat Lanzendorfer

Bis im Halbfinale deutete wenig darauf hin, dass Bazenheid den Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen kann. Die Mannschaft trat in der Vorrunde äusserst souverän auf und verdiente sich den Gruppensieg durch Erfolge gegen Sirnach, Amriswil und Winkeln.

Ein Ehemaliger bricht Bazenheid das Genick

Im gleichen Stil ging es im Viertelfinale weiter. Rorschach-Goldach ging wohl mit 1:0 in Führung, fand danach aber kein Gegenmittel, um den Angriffswirbel der Toggenburger zu stoppen und schied nach der 3:5-Niederlage aus. Im Halbfinale bekamen es die Bazenheider mit Abtwil-Engelburg zu tun. Im Vorjahr hatte sich die Mannschaft gegen denselben Gegner im Endspiel durchgesetzt und sich den dritten Titel beim wichtigsten Hallenturnier der Ostschweiz gesichert.

Am Sonntagnachmittag war es anders. Bazenheid führte spielerisch erneut die feinere Klinge, hatte der aufsässigen Spielweise des Aussenseiters aber nichts entgegenzusetzen und kassierte eine unerwartete 0:3-Niederlage.

Der Toggenburger Jan Ledergerber beim Siegerinterview mit Dominic Ledergerber. Er gewann mit Abtwil-Engelburg erstmals das Regiomasters. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Toggenburger Jan Ledergerber beim Siegerinterview mit Dominic Ledergerber. Er gewann mit Abtwil-Engelburg erstmals das Regiomasters. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beim Siegerteam tat sich besonders der Ex-Bazenheider und ehemalige Ebnat-Kappler Jan Ledergerber hervor und mit dem 2:0 persönlich für die Vorentscheidung besorgt war.

Beat Schneider zum wertvollsten Spieler gewählt

Durch das 4:5 gegen den St. Galler Nachwuchs blieb den Bazenheidern letztlich «nur» der vierte Schlussrang. Trotzdem hatten zwei Akteure Grund zur Freude. Darko Anic holte sich mit 14 Toren die Torjägerkrone, Beat Schneider wurde zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt.

Das Unglaubliche daran: Der Dauerläufer feiert in diesem Jahr seinen 41. Geburtstag. Trainer Emilio Gesteiro, der im Dezember das Amt von Heris Stefanachi übernommen hat, war mit dem Abschneiden trotzdem zufrieden: «Mir standen nicht alle Spieler zur Verfügung, was ich heute aber gesehen habe, stimmt mich durchaus optimistisch.»

Fast wäre es auch zum Vergleich Bazenheid – Brühl oder Gesteiro – Stefanachi gekommen. Weil Brühl im Viertelfinal gegen Amriswil (1:2) aber die Segel streichen musste, fiel das erhoffte Duell buchstäblich ins Wasser. Abtwil-Engelburg, das sich im Finale knapp gegen Amriswil durchsetzte, ging zum ersten Mal als Sieger des Regiomasters hervor. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Mit dem 2:1 in der zweiten Minute der Verlängerung machte Abtwil-Engelburg den Triumph perfekt.

Mehr zum Regiomasters finden Sie hier