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Regierungsrat Martin Klöti: «Imelda Stadler hat der FDP einen grossen Gefallen getan»

Regierungsrat Martin Klöti findet, dass Imelda Stadler als Kantonsratspräsidentin das Parlament sehr gut repräsentierte. Er fordert, man müsse in dieses Amt Personen wählen, die die moderne Gesellschaft verkörpern. Das sagte er am Sessions-Rückblick der FDP Toggenburg in Ebersol.
Martin Knoepfel

«Ich rieche das Heu. Das gibt ein Gefühl von Heimkommen.» Der Überraschungsgast kam kurz vor 21 Uhr und hatte keine Mühe, den eher abgelegenen Ort zu finden. Der Grund: Regierungsrat Martin Klöti war selber einer der Hausherren auf der Balik-Farm in Ebersol.

Imelda Stadler und Martin Klöti gefällt der Wurlitzer im Obergeschoss des Gebäudes der Balik-Farm. (Bild: Martin Knoepfel)

Imelda Stadler und Martin Klöti gefällt der Wurlitzer im Obergeschoss des Gebäudes der Balik-Farm. (Bild: Martin Knoepfel)

30 Kinder in drei Klassen in einem Schulzimmer

Der junge Lehrer hatte die Firma vor rund 40 Jahren zusammen mit dem Schauspieler Hans Gerd Kübel gegründet. Er habe damals noch 30 Kinder aus drei Klassen in einem Schulzimmer unterrichtet, erinnerte er sich.

Am Montag führte die FDP Toggenburg den traditionellen Rückblick auf die Session des Kantonsrats in der Lachsmanufaktur Balik-Farm durch. Martin Klöti würdigte mit warmen Worten die Tätigkeit von Imelda Stadler (FDP, Lütisburg) als Kantonsratspräsidentin des Amtsjahres 2018/2019.

Einige wurden altershalber zum Kantonsratspräsidenten gewählt

Manchmal würden Kantonsräte das Parlament präsidieren, die das altershalber verdient hätten. Andere würden Absprachen starten, da sie unbedingt Präsident werden wollten, verriet Martin Klöti. Bei Imelda Stadler treffe keines von beidem zu.

«Sie war das Gegenteil dessen, was die FDP mit einem anderen Präsidenten erlebt hat».

Imelda Stadler habe bei der Führung des Rats stets den Überblick gehabt. Sie habe unter anderem 97 Geschäfte behandelt, 18 Kommissionen bestellt, elf Nachrufe verlesen und eine Demonstration auf der Tribüne erlebt, sagte Martin Klöti.

«Es ist wichtig, dass Politiker in solche Ämter gewählt werden, die die moderne Gesellschaft verkörpern. Dann sagen die Menschen: ‹Das ist eine lässige Partei, da will ich Mitglied werden.› Imelda Stadler hat der FDP einen grossen Gefallen getan. Ich behalte das Jahr in guter Erinnerung».

Imelda Stadler resümierte kurz ihr Präsidialjahr. Das Präsidium sei etwa ein 20-Prozent-Job, sagte sie. Sie habe viele Anfragen für Grussworte und Reden erhalten, auch einige von Frauengruppen.

Mit zwei bis drei Ausnahmen habe sie die Reden selber geschrieben. Der Grund: Die Staatskanzlei sei mit den Reden des Regierungsratspräsidenten ausgelastet gewesen.

Spitaldiskussion als Kasperle-Theater?

Vreni Wild, Gemeindepräsidentin von Neckertal, warb eingangs für ein Ja zur Prüfung der Fusion der Gemeinden Hemberg, Oberhelfenschwil und Neckertal. Die Abstimmung ist am 30. Juni.

Kilian Looser sagte, die Toggenburger Kantonsräte hätten befürchtet, dass ihre Interpellation zum Spital Wattwil mit allen gegen elf Stimmen nicht für dringlich erklärt würde, sagte er.

Zwar lehnte der Rat die Dringlichkeit ab, doch gab es 47 Ja-Stimmen. Das zeige, dass auch in anderen Regionen Fragen zur Zukunft der Spitäler aufkämen. Die Diskussion um die Gesundheitsversorgung entwickle sich allmählich zum Kasperle-Theater, kritisierte Kilian Looser.

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