Referendumsfrist ist ungenutzt verstrichen: Gemeinde Kirchberg unterstützt Fernwärmeprojekt mit 533'000 Franken

Dass ein Fernwärmeast von Bazenheid nach Kirchberg gebaut werden soll, ist in der Gemeinde unbestritten. Dass das Projekt mit 533'000 Franken aus der Gemeindekasse gefördert werden soll, hingegen schon. Dennoch: Eine Abstimmung darüber wird es nicht geben.

Sabine Camedda
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Die Fernwärme soll via Wolfikon (Bild) mittels einer sechs Kilometer langen Leitung ab Bazenheider Energiepark nach Kirchberg transportiert werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund sechs Millionen Franken.

Die Fernwärme soll via Wolfikon (Bild) mittels einer sechs Kilometer langen Leitung ab Bazenheider Energiepark nach Kirchberg transportiert werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund sechs Millionen Franken.

Bild: Beat Lanzendorfer

Der Gemeinderat von Kirchberg will die Fernwärme fördern. Aus diesem Grund unterstützt er den Bau eines Astes der Fernwärmeleitung nach Kirchberg. Die Kosten dieses Astes sind mit rund 6,5 Millionen Franken veranschlagt.

Um diese Fernwärmeleitung nach Kirchberg realisieren zu können, hat der Gemeinderat als Anschubfinanzierung einen Beitrag von 533'000 Franken gesprochen, der à fonds perdu geleistet wird. Dieser wird gemäss den geltenden Bestimmungen über eine Dauer von 40 Jahren abgeschrieben.

Planung beginnt bereits im August

Gemäss der Gemeindeordnung ist der Gemeinderat für einmalige neue Ausgaben über 500'000 Franken bis zu einer Million Franken unter Vorbehalt des fakultativen Referendums zuständig. D

er Beschluss bezüglich der Anschubfinanzierung war folglich während 40 Tagen dem fakultativen Referendum unterstellt. Das Referendum sei nicht ergriffen worden, erklärte Gemeinderatsschreiber Peter Minikus nach Ablauf der Referendumsfrist am Donnerstag gegenüber dieser Zeitung.

Somit ist klar, dass die Gemeinde Kirchberg den Beitrag an die Regionalwerk Toggenburg AG, die dieses Fernwärmenetz erstellt, leisten kann. Wie an einer Informationsveranstaltung Anfang Juni in Kirchberg gesagt wurde, beginnen die Planungsarbeiten für den Abzweiger des Fernwärmenetzes nach Kirchberg bereits im August.

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