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FDP Mosnang will wissen, wo den kleinen Unternehmen der Schuh drückt

Vor kurzem lud die FDP Mosnang zu einem ersten Unternehmerapéro ein. Als Gastredner konnte die Ortspartei FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler gewinnen.
Sascha Erni
FDP-Nationalrat im Austausch mit den Besuchern des ersten Unternehmerapéros. (Bild: Sascha Erni)

FDP-Nationalrat im Austausch mit den Besuchern des ersten Unternehmerapéros. (Bild: Sascha Erni)

Ruben Schuler begrüsste gut ein Dutzend Interessenten zum ersten Unternehmerapéro der FDP Mosnang. Als Ort wählte Schuler die Kläger AG: Der Mosliger Schreinereibetrieb stelle ein klassisches kleines und mittelständisches Unternehmen (KMU) dar, und genau darum sollte es an diesem Abend gehen. «Weshalb einen Apéro?», fragte der FDP-Präsident in seiner Eröffnungsansprache.

«Weil Reden nicht reicht. Wir müssen als Partei auch wissen, wo genau den kleinen Unternehmen der Schuh drückt.»

Später am Abend würde der Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands SGV und FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler ausführen, wo er diese Probleme aus eidgenössischer Sicht sieht.

«KMU sind die Schweiz»

«Die Kläger AG ist eine typische KMU in der Schweiz: leistungsfähig und kreativ», sagte Hans-Ulrich Bigler nach Richard Klägers vorangegangener Firmenpräsentation. Aber solche Unternehmer würden von Politik und Presse kaum gehört.

«Wenn ein Konzernchef Pieps macht, wird sofort reagiert. Bei einer KMU? Nicht interessant.»

Das sei der Grund, weshalb man den Schweizerischen Gewerbeverband oft als laut wahrnehmen würde, wie sonst könne man auf die Interessen der KMU aufmerksam machen? Die Hauptaufgabe des SGV sieht Bigler darin, unnötige Regulierungen zu bekämpfen und so Rahmenbedingungen für den unternehmerischen Freiraum zu ermöglichen – und zwar vor allem für KMU, wie er präzisierte.

Fast alle Firmen sind KMU

«99,8 Prozent aller Firmen in der Schweiz sind kleine und mittlere Unternehmen. Sie sind die Schweiz», sagte der Nationalrat. Biglers Vortrag war lebendig, der Wahl-Zürcher wortgewandt und gewitzt. Er geizte auch nicht mit Beispielen. So führte er etwa aus, wie der SGV gegen den verschobenen Beginn der Rekrutenschule kämpfe.

80 Prozent der Rekruten würden eine Berufslehre abschliessen, wegen der Minderheit von 20 Prozent Studenten den Lehrlingen und Unternehmen zu schaden sei nicht zielführend. Als Dachverband hätte der SGV einen Vorstoss forciert, beim RS-Beginn Rücksicht auf KMU zu nehmen. «Als klares Bekenntnis zur Berufslehre», wie er ergänzte. Dieser Vorstoss ist jetzt durch den Ständerat, das Geschäft liegt beim Nationalrat. «So sieht erfolgreiche Lobbyarbeit aus», zeigte sich Bigler sichtlich stolz.

Unterschied zwischen freiheitlichen und regulatorischen Positionen

Auch das Thema «Klimaschutz und die FDP» durfte an diesem Abend nicht fehlen. Hier zeigte sich der fundamentale Unterschied zwischen freiheitlichen und regulatorischen Positionen, wie Bigler es nannte. Es gäbe starke wirtschaftliche Anreize, energiesparend zu produzieren. Das würde automatisch den CO2-Ausstoss senken, Lenkungsabgaben seien also nicht nötig, sondern würden im Gegenteil den Innovationsgeist und die Eigeninitiative behindern, welche für den unternehmerischen Erfolg und damit eine gesunde Volkswirtschaft nötig seien.

Den Vorwurf, die FDP würde die Inlandziele der Energiestrategie verwässern, liess Bigler nicht gelten. Wenn wie von seiner Partei gefordert energietechnische Sanierungen gefördert werden und dadurch der CO2-Ausstoss reduziert wird, werde ja gerade nicht im Ausland kompensiert. Wichtig sei bei allem immer Realpolitik, ohne Ideologie.

«Wir können Energieträger nicht auf Stichtag X ohne ausreichenden Ersatz verbieten. Denn dann stehen auch hier in Mosnang die Maschinen still.»

Statt Verbote und Regulierungen setze die FDP lieber auf real umsetzbare Anreize und Fortschritt. «Gesellschaft, Ökologie und Wirtschaft müssen in Harmonie existieren», schloss Hans-Ulrich Bigler sein Referat.

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