Rechnung der Gemeinde Mosnang weist eine Besserstellung von 272'580 Franken auf

Mosnang ist die Gemeinde mit der zweittiefsten Steuerkraft pro Einwohner im Kanton. Sie befindet am 19. April über die Rechnung des Jahres 2019.

Martin Knoepfel
Drucken
Teilen
Die Gemeinde Mosnang hat im vergangenen Jahr einen Ertragsüberschuss erwirtschaftet.

Die Gemeinde Mosnang hat im vergangenen Jahr einen Ertragsüberschuss erwirtschaftet.

Bild: PD

Auch in Mosnang wurde die Bürgerversammlung, die am 26. März hätte stattfinden sollen, wegen der Coronapandemie abgesagt. Stattdessen findet am 19. April gleichzeitig mit dem zweiten Wahlgang für den Regierungsrat eine kommunale Volksabstimmung über die Rechnung 2019 und den Bilanzanpassungsbericht statt.

Im Unterschied zu anderen Gemeinden hat Mosnang das Budget 2020 schon im letzten Herbst der Bürgerversammlung vorgelegt, die es genehmigt hat. In der Erfolgsrechnung sah das Budget 2019 der Politischen Gemeinde einen Ertragsüberschuss von 561'100 Franken vor.

In der Rechnung 2019 wuchs er auf 833'680 Franken. Einnahmen von 19,3 Millionen Franken stehen Ausgaben von 18,5 Millionen gegenüber. Das ist eine Besserstellung von 272'580 Franken im Vergleich zum Budget. Wenn man die einzelnen Kontengruppen ansieht, bemerkt man Besserstellungen von je rund 200'000 Franken bei der sozialen Sicherheit und beim Verkehr sowie von 130'035 Franken bei den Finanzen und Steuern.

Alters- und Pflegeheim Hofwis schafft finanziellen Turnaround

Schlechter als budgetiert schnitt die Kontengruppe Gesundheit ab. Die Differenz beträgt rund eine Viertelmillion Franken. Zurückzuführen ist das vor allem darauf, dass der Gemeindeanteil an den Kosten für die stationäre Pflege höher ausfiel als erwartet. Das Alters- und Pflegeheim Hofwis habe dagegen letztes Jahr den finanziellen Turnaround geschafft, freut sich der Gemeinderat.

Grösster Ausgabenposten mit netto 7,75 Millionen Franken ist die Bildung, wobei hier die Abweichung vom Budget – eine Schlechterstellung von rund 44'000 Franken – gering ist. Bei der sozialen Sicherheit fällt unter anderem auf, dass die Ausgaben für die Alimentenbevorschussung tiefer waren als erwartet. Auch die Ausgaben für Asylbewerber blieben unter Budget.

Bei den Einnahmen machen die Steuern sowie der Finanz- und Lastenausgleich den Löwenanteil aus. Die Liegenschaften im Finanzvermögen, das heisst, die Immobilien, die die Gemeinde nicht braucht, um ihre Aufgaben zu erfüllen, brachten netto erheblich mehr ein als erwartet. Mosnang ist die Gemeinde mit der zweittiefsten Steuerkraft pro Einwohner im ganzen Kanton. Diese erreicht 1549 Franken pro Person und rund zwei Drittel des kantonalen Mittels.

Budgetiert waren für letztes Jahr Nettoinvestitionen von 4,9 Millionen Franken. Schliesslich resultierten Nettoinvestitionen von 860'000 Franken. Die grössten Abweichungen resultierten bei der Erneuerung von Kanalisationen und bei Projekten für Bachverbauungen. Ins Gewicht fiel auch, dass nicht alle geplanten Projekte aus dem Verkehrsbereich realisiert werden konnten.

So konnte der Bau der Tiefgarage im Dorf Mosnang letztes Jahr nicht in Angriff genommen werden. Ferner wurden bei der Winklen- und der Chürzestrasse noch keine Deckbeläge eingebaut.

Die Gemeinden, Schulgemeinden eingeschlossen, mussten wegen der Umstellung auf das neue Rechnungsmodell der St.Galler Gemeinden ihre Vermögenswerte aus dem Finanz- und dem Verwaltungsvermögen mit dem Stichtag 1. Januar 2019 neu bewerten.

Die Erkenntnisse werden in einem Bilanzanpassungsbericht zusammengefasst. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) der Gemeinde empfiehlt den Stimmbürgern, die Rechnung 2019 und den Bilanzanpassungsbericht zu genehmigen.