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Rauchmaschinen und Blaulicht im Lütisburger Schulhaus

Die Primarschule Lütisburg hat im vergangenen Jahr ein neues Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Mit einer unangemeldeten Übung, die von der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg organisiert wurde, konnte das Konzept erfolgreich getestet werden.
Flurina Lüchinger
Die letzte Klasse begibt sich zum Sammelplatz, es sollte eine Zweierreihe sein, doch in der Aufregung geht so etwas schnell vergessen. (Bild: Flurina Lüchinger)

Die letzte Klasse begibt sich zum Sammelplatz, es sollte eine Zweierreihe sein, doch in der Aufregung geht so etwas schnell vergessen. (Bild: Flurina Lüchinger)

Es ist still im und um das Primarschulhaus Neudorf in Lütisburg. Es scheint, als ob noch niemand ahnt, was gleich passieren wird.

Rauch im Kopierraum

Der Ernstfall wird mit Rauch aus dem Kopierraum simuliert. (Bild: Flurina Lüchinger)

Der Ernstfall wird mit Rauch aus dem Kopierraum simuliert. (Bild: Flurina Lüchinger)

Um 09.32 dringt Rauch in den Kopierraum ein. Der Feueralarm wird ausgelöst und der Hauswart, die Schulleitung und die zuständigen Schulräte werden automatisch per SMS über den Eingang des Alarms informiert. Die ersten Kinderköpfe erscheinen in den Türen. Lehrpersonen geben Anweisungen. Um 09.35 beginnt die Schulglocke ununterbrochen zu scheppern. Mittlerweile sollten alle Klassen alarmiert sein und mit der Evakuierung beginnen.

Die ersten Kinder begeben sich mit ihreren Lehrpersonen zum Sammelplatz auf dem Pausenplatz des Schulhauses. Die Gesichter zeigen unterschiedliche Emotionen. Angst, Unsicherheit aber auch Freude sind zu erkennen. Orange Leuchtwesten werden angezogen, weitere Anweisungen gegeben und um 09.45 sind alle Klassen vollzählig versammelt. Ein Martinshorn ist zu hören und die Feuerwehr fährt mit einem Kommando- und einem Löschwagen vor.

Dem Ernstfall so nahe wie möglich kommen

An diesem Mittwochmorgen war zum Glück alles nur eine Übung für den Ernstfall. Falls aber wirklich einmal etwas passieren sollte, muss alles klappen, betont Dominik Krapf, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg. Er hat die Leitung dieser Übung übernommen. Nebst den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern waren auch noch zwei Schulräte anwesend. Jakob Rüegg, als stellvertretender Schulratspräsident und Maria Bolt. Informiert über den Zeitpunkt der Übung waren nur die Schulräte, die Schulleitung, der Hauswart und die Feuerwehr. Die Probe sollte dem Ernstfall so nahe wie möglich kommen.

Alle Personen, die im Ernstfall Verantwortung übernehmen müssen, hatten im Sommer dieses Jahres eine Schulung. Auch diese wurde von der Feuerwehr Kirchberg-Lütisburg unterstützt. Die Sicherheitsanforderungen seien hoch, und das sei auch gut so, sagt Maria Bolt, doch es müssten laufend Anpassungen vorgenommen werden. Das aktuelle Evakuierungskonzept wurde im Verlauf des letzten Jahres ausgearbeitet. Das war der erste Test, ob alles funktioniert. Und es hat fast einwandfrei funktioniert.

Niemand ruft die Feuerwehr

Aber nur fast, denn niemand hat die Schulleitung, den Hauswart oder die Feuerwehr angerufen. Alle haben einfach für ihre Klasse gesorgt, was sehr wichtig ist, aber Alarm zu schlagen, sollte nicht vergessen gehen. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass die Klassen, die momentan im Übergangspavillon neben dem Schulgebäude Unterricht haben, nichts von der ganzen Übung mitbekommen haben. Sie sind erst in der offiziellen Pause dazu gestossen und waren verwundert über das Feuerwehrauto auf dem Pausenplatz.

Nach der Übung stehen alle Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenplatz. (Bild: Flurina Lüchinger)

Nach der Übung stehen alle Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenplatz. (Bild: Flurina Lüchinger)

Während der Übung, haben die Schulräte und die Feuerwehrmänner nur beobachtet und notiert, und nicht direkt ins Geschehen eingegriffen. Nach der Durchführung wurden jedoch alle in die Turnhalle gebeten, Krapf hat zuerst den Kindern eine kurze Rückmeldung gegeben. Diese wurden aber rasch in die Znünipause entlassen, wo sie nochmal den Löschwagen bewundern konnten. Andere haben durch das Fenster in die Turnhalle reingewunken, wo Krapf den Lehrpersonen die abschliessende Rückmeldung gab. Um 10.05 fährt das Löschfahrzeug wieder Richtung Depot. Ohne Sirene.

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