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Raubüberfall auf Tankstellenshop in Wattwil: 21-Jähriger und 20-Jähriger verhaftet +++ Täter benutzten eine Spielzeugpistole

Ein 21-jähriger Schweizer und ein 20-jähriger Serbe haben am Mittwochmorgen einen Raubüberfall auf den Agrola-Tankstellenshop in Wattwil verübt. Augenzeugen hielten die beiden Männer bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Daniel Walt/Timon Kobelt
Einsatzfahrzeuge der St.Galler Kantonspolizei bei der Agrola-Tankstelle in Wattwil. (Bild: Timon Kobelt)

Einsatzfahrzeuge der St.Galler Kantonspolizei bei der Agrola-Tankstelle in Wattwil. (Bild: Timon Kobelt)

Am Mittwoch kurz vor 9 Uhr überfielen zwei Männer den Agrola-Tankstellenshop in Wattwil. Mit einer Waffe forderten sie Geld. Als sich die Verkäuferin weigerte, der Aufforderung nachzukommen, flüchteten die beiden Männer ohne Beute.

Beide Verdächtigen kommen aus dem Luzernischen

Wie Florian Schneider, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, festhält, stellten zwei Männer die beiden mutmasslichen Täter ausserhalb der Tankstelle und hielten sie bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Laut Schneider arbeiteten die beiden Augenzeugen nahe der Tankstelle. Als sie die zwei Flüchtenden erblickten, riefen sie ihnen laut dem Polizeisprecher zu, dass sie anhalten sollten, und nahmen gemeinsam mit einer Frau deren Verfolgung auf. «Die beiden Verdächtigen merkten rasch, dass sie auf verlorenem Posten waren, und hielten an», so Florian Schneider. Gemeinsam wartete die Gruppe dann auf das Eintreffen der Polizei, welche die mutmasslichen Täter schliesslich verhaftete.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 21-jährigen Schweizer und einen 20-jährigen Serben, beide kommen aus dem Kanton Luzern. Wie sich schliesslich herausstellte, hatten sie bei der Tat eine Spielzeugpistole verwendet.

Von der Polizei informiert

Ladeninhaberin Miriam Tschudi sagt gegenüber dem «Tagblatt», sie sei selbst nicht im Laden gewesen, als sich der Überfall ereignet habe. Die Polizei informierte sie in der Folge über die Geschehnisse. Tschudi:

«Natürlich war ich recht schockiert, denn es handelte sich um einen bewaffneten Überfall auf meine Kollegin.»

Dass Augenzeugen die mutmasslichen Täter verfolgt und gestellt haben – natürlich im Unwissen, dass sie nur eine Spielzeugpistole dabei hatten – zeugt laut Tschudi von «grossem Mut».

Polizei: «Nicht den Helden spielen»

Florian Schneider von der St.Galler Kantonspolizei bezeichnet das Eingreifen der Augenzeugen ebenfalls als mutig:

«Im konkreten Fall ist alles gut ausgegangen, und wir sind natürlich froh, dass die beiden Verdächtigen so schnell angehalten werden konnten.»

Gleichzeitig rate die Polizei aber grundsätzlich davon ab, den Helden in gefährlichen Situationen zu spielen und einzugreifen.

Der Tankstellenshop war bereits vor dem Mittag wieder geöffnet, der der Betrieb lief normal weiter.

Wie die St.Galler Kantonspolizei mitteilt, werden gegen die beiden Tatverdächtigen nun in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft strafrechtliche Massnahmen geprüft.

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