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Rathaus für Kultur: Endspurt beim Crowdfunding für den Innenausbau

Um aus dem Rathaus das Rathaus für Kultur zu machen, sind bauliche Anpassungen nötig. Um diese zu finanzieren, setzen die Initianten auf Crowdfunding. Rund 8400 von 30'000 Franken haben sie bereits gesammelt.
Anina Rütsche
Die «Rathaus-Stube» in Lichtensteig hat im vergangenen Sommer Gäste bewirtet. Das Projekt wird nächstes Jahr in erweiterter Form fortgeführt. (Bild: PD)

Die «Rathaus-Stube» in Lichtensteig hat im vergangenen Sommer Gäste bewirtet. Das Projekt wird nächstes Jahr in erweiterter Form fortgeführt. (Bild: PD)

33'333 Franken sind das Ziel, doch bis dahin ist der Weg noch weit. Bis zum 29. Oktober um 12 Uhr bleibt den Initianten des Rathauses für Kultur Zeit, das Geld via Crowdfunding auf der Plattform Wemakeit zu sammeln. Ein Anfang ist bereits gemacht, denn verschiedene Unterstützer haben bisher eine Summe von rund 8400 Franken zur Verfügung gestellt, die in den Innenausbau des Gebäudes in Lichtensteig investiert werden sollen.

«Wir sind zuversichtlich», sagt Sirkka Ammann, die sich gemeinsam mit zahlreichen anderen Kunst- und Kulturschaffenden für das Projekt engagiert. «Doch es gibt noch einiges zu tun.» Die Erfahrung mit der sogenannten Schwarmfinanzierung via Internet habe gezeigt, dass die Mehrheit der Spenden entweder ganz am Anfang oder kurz vor der Deadline eingehen würde. Dazwischen sei die Bilanz jeweils durchzogen. «Nun setzten wir alles daran, unser Projekt noch bekannter zu machen», fügt Marcel Hörler an, der auch zum Vorstand des Rathauses für Kultur gehört. Ein erster Schritt ist bereits getan – im Sommer hat die temporäre Beiz Rathaus-Stube regelmässig Publikum angelockt.

Werben mit Videos und einem Projektbeschrieb

Sirkka Ammann und Marcel Hörler engagieren sich im Vorstand des Rathauses für Kultur. (Bild: Anina Rütsche)

Sirkka Ammann und Marcel Hörler engagieren sich im Vorstand des Rathauses für Kultur. (Bild: Anina Rütsche)

Zu den Werbemassnahmen, die Marcel Hörler anspricht, gehören neben der regelmässigen Präsenz in den Medien auch eigens angefertigte Werbevideos. Diese werden via Facebook verbreitet, um möglichst viele Menschen aus nah und fern für das Vorhaben im Toggenburg zu begeistern. Wichtig sei auch, auf Wemakeit zu erklären, wofür genau das Geld benötigt wird. Konkret geht es darum, das bisherige Rathaus an der Hauptgasse leicht umzugestalten, nachdem die Lichtensteiger Gemeindeverwaltung ins frühere UBS-Gebäude gezügelt ist. Sirkka Ammann bringt es auf den Punkt:

«Der Büromief muss raus, denn künftig sollen diese Räume als Ateliers, Proberäume und für Ausstellungen genutzt werden.»

Die Mehrheit der Kosten haben die Initianten schon vor einiger Zeit von Stiftungen, vom Kanton und von der Gemeinde erhalten. Nun aber, so Sirkka Ammann, fehle noch ein Teilbetrag, der gleich zu Beginn bauliche Massnahmen ermöglichen soll. Auf Wemakeit heisst es: «Wir wollen mit dem Rathaus für Kultur in Lichtensteig einen Ort schaffen, der belebt und inspiriert. Einen Ort, an dem Begegnungen stattfinden können. Wo Raum für Musik, Theater und bildende Kunst geboten wird und eigene Projektideen umgesetzt werden können. Einen Ort, an dem aktiv mitgestaltet werden kann. Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte, Aufführungen und Lesungen beleben nicht nur das Haus, sie sind auch eine Bereicherung für die Region.»

Wer spendet, kann eine Belohnung auswählen

Wer dem Rathaus für Kultur auf Wemakeit einen Geldbetrag zur Verfügung stellt, kann sich auf einer Liste eine persönliche Belohng auswählen. Im Angebot ist Gewöhnliches wie Pins, Jutesäcke und Postkartensets, das Rathaus-Team hat aber auch eine grosse Portion Kreativität eingebracht.

Beliebt ist laut Marcel Hörler beispielsweise die Stuhlpatenschaft, in deren Rahmen ein Stuhl in der «Rathaus-Stube» mit dem Namen des Spenders beschriftet wird. Erhältlich sind auch Tischpatenschaften, Führungen mit Apéro oder die Möglichkeit, einen Raum für ein eigenes Projekt zu nutzen. Und beim «Monatsspecial» kann der Geldgeber einen Drink wünschen, der dann einen Monat lang auf der Karte der Bar stehen wird. «Es hat wirklich für alle etwas Schönes dabei», sagt Sirkka Ammann und lacht. Natürlich könne man auch ohne Gegenleistung oder anonym spenden.

Und was geschieht, wenn die 33'333 Franken für den Innenausbau des historischen Hauses nicht innerhalb der gesetzten Frist, die seit 13. September dauert, zusammenkommen? «Hier gilt: Alles oder nichts», betonen Sirkka Ammann und Marcel Hörler. Und sie fügen an: «Wenn es nicht reicht, geht das Geld zu hundert Prozent an die Spenderinnen und Spender zurück, und wir müssen nach einer neuen Lösung suchen. Sponsoring wäre eine Möglichkeit.»

Gebaut wird im Winter, Eröffnung ist im März

Wie Marcel Hörler hervorhebt, geht der Umzug der Gemeindeverwaltung Ende November über die Bühne. Umgebaut wird im Dezember und Januar in insgesamt vier Etappen. Auf Wemakeit ist ersichtlich, was das Rathaus für Kultur dereinst bieten soll: «Ein Ausstellungs- und Eventraum wird eingerichtet. Die Rathaus-Stube – ein kleiner gastronomischer Betrieb – lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Für diejenigen, die sich im Rathaus für Kultur permanent niederlassen möchten, stehen im zweiten Obergeschoss Atelierplätze und verschiedene Räume zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung.»

Im obersten Stockwerk wird die Wohnung der Dogo Residenz für Neue Kunst entstehen, wo Kunstschaffende aus aller Welt vorübergehend wohnen und arbeiten können. Verläuft alles nach Plan, kann das neu gestaltete Rathaus für Kultur im März 2019 eröffnet werden.

Benötigt werden neben Geldspenden übrigens auch Sachspenden. Sirkka Ammann sagt: «Wer uns Möbel zur Verfügung stellen kann, soll sich unbedingt melden.» Um deren Transport werde sich das Rathaus-Team kümmern.

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