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Forchini braucht eine Klassierung in den ersten 25 im Weltcup

Mountainbikerin Ramona Forchini kämpft diese Saison um die EM- und vor allem um die WM-Selektion. Denn auf der Lenzerheide werden die Augen nicht nur auf das Weltmeister-Duo Nino Schurter und Jolanda Neff gerichtet sein.
Urs Huwyler
Um sich für die Heim-WM zu empfehlen, braucht Ramona Forchini einen 25. Rang im Weltcup. (Bild: Urs Huwyler)

Um sich für die Heim-WM zu empfehlen, braucht Ramona Forchini einen 25. Rang im Weltcup. (Bild: Urs Huwyler)

Das Weltcup-Rennen im deutschen Albstadt bucht die Wattwiler Mountainbikerin Ramona Forchini unter «Pleiten, Pech und Pannen» ab. Sie hoffe, dass sie am nächsten Sonntag beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto pannenfrei durchkommen werde. Erst schienen ihr in Albstadt die teameigenen Spezialisten in Baden-Württemberg auf dem matschigen Untergrund nicht ideale Reifen aufgezogen zu haben und sie verlor viel Zeit. Danach sprang ihr gleich zu Beginn des Aufstiegs die Kette vom Zahnkranz und die Fahrerin durfte sich mitten auf der Strecke als Hobby-Mechanikerin versuchen.

Zwei Podestplätze nach Leistungssteigerung

Ohne an ihren handwerklichen Qualitäten zu zweifeln sei festgehalten: Ramona Forchinis Qualitäten liegen eher auf als unter dem Bike. Sie hantierte, stieg auf, wieder ab, und wich den nachfolgenden Konkurrentinnen aus. Sie hantierte, stieg auf, wieder ab, und wich den Konkurrentinnen aus. Wenig später wurde die 24-jährige Toggenburgerin wegen der «80-Prozent-Regel» aus dem Rennen genommen. Also kurz vor der Überrundung durch Jolanda Neff.

«Ich habe einen eingeklemmten Stein zuerst nicht gesehen», kommentierte sie ihre handwerkliche Einlage am Rad später mit einem Lachen. Die sportlich wenig schmeichelhafte Momentaufnahme in Albstadt, zwei Stunden von Zuhause entfernt, täuschte jedoch. Inzwischen figuriert sie in der Bike-Nation Schweiz bei der Elite, inklusive U 23, unter den Top 10. «Ramona Forchini hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Sie fährt stark», lobte «Thömus/RN»-Teamchef Ralph Näf die Toggenburgerin. Bei ihren Podestplätzen (2./3.) anlässlich des Swiss Bike-Cups liess das Energiebündel einige Konkurrentinnen wie unter anderem Jolanda Neff hinter sich.

Nach Jahren bei einer regional verwurzelten Zentralschweizer Gruppe, gehört Ramona Forchini wie der interne Leader Thomas Litscher aus Thal, Elisabeth Osl, Österreich, und Adelheid Morath aus Deutschland, der vom Nachwuchs- zum Elite-Team aufgestiegenen JB Brunex Felt Factory an. Nicht mehr im Team dabei ist dagegen die ebenfalls mittelgrosse U 23-Weltmeisterin Sina Frei.

WM-Teilnahme ohne Kader-Status

Unabhängig der Kader-Zusammensetzung bleibt das Saisonziel für jeden Bike-Profi gleich: Die Heim-WM auf der Lenzerheide (5. bis 9. September) steht zuoberst auf der Hitliste. Obwohl Ramona Forchini aktuell keinem Bike-Kader von Swiss Cycling angehört, sind ihre Chancen intakt. Gefordert ist als Selektionsbasis eine Top 25-Klassierung in den ersten fünf Weltcup-Rennen als erste Priorität. Herangezogen werden können zudem die Rennen in Gränichen sowie – in zweiter Priorität – Ramona Forchinis zweiter Platz bei der Monte Tamaro-Trophy.

Im Weltcup reichte es ihr bisher zu den Rängen 30, in Südafrika, und 41 in Albstadt. Am Wochenende folgt in Nove Mesto, Tschechien, die nächste Quali-Chance. Im Juli geht es nach Italien und nach Andorra. Es bleiben ihr vier Chancen, um sich zu empfehlen. Ein Quartett, bestehend aus Jolanda Neff, Reto Indergand, Katrin Leumann und Corina Gantenbein, hat die Richtlinien bereits erfüllt. Jolanda Neff und Reto Indergand sind gesetzt, die weiteren Startplätze sind offen.

In Nove Mesto beginnt das Wochenende wieder mit dem Short Race, bei dem die 40 besten der Weltrangliste die Startpositionen 1 bis 16 ausfahren. Ramona Forchini liegt derzeit auf Position 42, darf aber hoffen, wie in Albstadt nachrutschen zu können. «Mir fehlte dort», so die sprintstarke Aussenseiterin, «die Vorbereitungszeit, weil ich zu kurzfristig aufgeboten wurde. Das Format an und für sich gefällt mir und es wäre eine Chance, die Ausgangslage für das Rennen zu verbessern.»

Wechsel auf die Strasse ist kein Thema

Nach wie vor schätzen Fachleute Ramona Forchini als mindestens so starke Strassenfahrerin ein. «Ihr würde ich speziell in den Zeitfahren einiges zutrauen», sagt Ralph Näf.

Für die Allrounderin steht ein Disziplinenwechsel allerdings weiterhin nicht zur Diskussion. «Ergibt sich von der Planung her eine Möglichkeit, das eine oder andere Strassenrennen zu bestreiten, werde ich dies tun. Mehr nicht», betont sie.

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