Raiffeisen Volley Toggenburg verpasst in Düdingen knapp einen Satzgewinn

Die NLA-Volleyballerinnen aus Wattwil können auch gegen Düdingen teilweise überzeugen, müssen sich aber trotzdem mit 0:3 geschlagen geben.

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Volley Toggenburg bot gegen Düdingen eine gute Leistung, zu einem Punktgewinn reichte es aber nicht.

Volley Toggenburg bot gegen Düdingen eine gute Leistung, zu einem Punktgewinn reichte es aber nicht.

Bild: Reinhard Kolb

Volley Toggenburg musste am Samstagabend zum Tabellendritten Düdingen reisen. Die Freiburgerinnen waren in dieser Partie der klare Favorit.

Die Toggenburgerinnen hielten in der Auswärtspartie über weite Strecken gut mit, verpassten aber trotz einer grossen Chance im zweiten Satz den eigentlich verdienten Teilerfolg unglücklich.

Düdingen gehört dem Spitzenquartett an

Die Freiburgerinnen haben sich auf diese Saison hin viel vorgenommen und möchten unbedingt an der Spitze der Nationalliga A mitspielen. Insgeheim liebäugelt man vielleicht sogar mit dem Schweizer-Meister-Titel. Die Mannschaft des ehemaligen Nationaltrainers Dario Betello verfügt über die Qualität, um mit dem Titelverteidiger Neuchâtel UC sowie den Favoriten von Sm’Aesch-Pfeffingen und mit dem VC Kanti Schaffhausen mitzuhalten.

Die Holländerin Mebus zieht auf der Passposition geschickt die Fäden und setzt vor allem die US-Amerikanerin Cash auf der Mitteposition mit schnellen Angriffen gut in Szene. Wenn der Aufbau einmal nicht wunschgemäss klappt, sind die beiden Bulgarinnen Doshkova und Dimitrova auf der Aussenposition oder aus dem Hinterfeld mit dem hohen Angriffsball zur Stelle.

Düdingen zeigt viel Respekt

Im ersten Satz zeigte Düdingen viel Respekt, ging kein Risiko ein und startete mit der bestmöglichen Formation gegen die Aussenseiterinnen aus Wattwil. Mit unwiderstehlichen Sprungservices brachte Cash das Heimteam mit 6:0 in Front. Toggenburg liess den Kopf aber nicht hängen und fing sich trotz dieses klaren Rückstands gut auf.

Beim Stande von 15:11 musste Betello gar ein Timeout nehmen, um den Rhythmus von Volley Toggenburg zu brechen. Der Rückstand aus der Startphase war aber nicht mehr aufzuholen. Düdingen ging erwartungsgemäss mit dem Gewinn des Startsatzes mit 25:21 in Führung.

Gastgebertrainer Betello schenkte in der Folge vor allem den eigenen Schweizer Spielerinnen das Vertrauen und verzichtete im zweiten Satz zu Beginn auf drei Ausländerinnen.

Schweizerinnen treten in den Vordergrund

Jetzt mussten die Nationalspielerinnen Brunner, Sulser und Pierret zusammen mit der Ex-Volero-Spielerin Granvorka die Verantwortung übernehmen. Volley Toggenburg nutzte diese Wechsel aus und spielte eine überzeugende Phase.

Plötzlich waren die Ostschweizerinnen den Favoritinnen ebenbürtig und gingen sogar mit 16:14 und 22:19 in Führung. Doch genau in dieser entscheidenden Phase machte Toggenburg den einen oder anderen Fehler zu viel. Die Bälle kamen nicht mehr so präzis wie zuvor. Die grosse Chance blieb ungenutzt und Düdingen konnte das Spiel in extremis zum 23:22-Vorsprung drehen.

Die Freiburgerinnen lassen nichts mehr anbrennen

Die Wattwilerinnen konnten zwar nochmals ausgleichen, Düdingen liess sich diese Gelegenheit aber nicht mehr nehmen und entschied den zweiten Satz knapp mit 25:23 für sich. Nach der Zehn-Minuten-Pause liessen die Freiburgerinnen nichts mehr anbrennen.

Betello wechselte wieder Cash und die Topscorerin Dimitrova ein. Dadurch baute das Heimteam wieder mehr Druck auf und zwang Toggenburg in die Defensive. Schnell erspielte sich der Favorit einen Vorsprung, den er nicht mehr hergab. Volley Toggenburg kämpfte zwar wacker mit, erreichte in diesem dritten Satz aber lediglich noch 15 Punkte.

Am kommenden Samstag starten die Toggenburgerinnen in Genf in die Rückrunde. Das Hinspiel konnten sie für sich entscheiden. (pd)

Hier sind die Resultate und die Rangliste zu finden.