Raiffeisen Volley Toggenburg muss sich dem Schweizer Meister beugen

Die Nationalliga-A-Frauen von Raiffeisen Volley Toggenburg unterliegen Viteos Neuchâtel UC auswärts mit 0:3 (25:15, 25:13, 25:21).

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Raiffeisen Volley Toggenburg muss in der Nationalliga A weiterhin viel Lehrgeld bezahlen. (Bild: Reinhard Kolb)

Raiffeisen Volley Toggenburg muss in der Nationalliga A weiterhin viel Lehrgeld bezahlen. (Bild: Reinhard Kolb)

Raiffeisen Volley Toggenburg trat am Sonntagabend bei Schweizermeister Viteos Neuchâtel UC an. Die Favoritinnen spielten sehr stabil und liessen den jungen Toggenburgerinnen kaum eine Chance, ihr Spiel zu entwickeln. Erst im dritten Satz konnten die Gäste aus der Ostschweiz einigermassen mithalten.

Schweizweit eines der Top-Teams

Viteos NUC zählt auch in diesem Jahr zu den absoluten Topteams der Schweiz. Die Mannschaft von Trainerin Bertolacci kann auf die zwei starken amerikanischen Aussenangreiferinnen Scambray und Holt zählen. Diese beiden athletischen Spielerinnen sind die Lebensversicherung von Neuenburg. Wenn das Team unter Druck gerät oder eine Annahme einmal nicht so präzise ist, finden sie meist Dank dank ihrer Klasse eine Lösung.

Nebst ihnen war die sprunggewaltige US-Spielerin Sabin in der Mitte immer wieder eine Gefahr mit ihren Schnellangriffen und dem gut gestellten Block. Zusätzlich zu diesen starken Ausländerinnen kann Neuenburg auf die Kräfte von gestandenen Schweizer Nationalspielerinnen wie der Thurgauerin Lengweiler, Staffelbach und Trösch auf der Zuspielposition zählen. Insgesamt überzeugte das Heimteam mit sehr viel Qualität in allen Bereichen.

Nicht umsonst zählt NUC auch in diesem Jahr wieder zu den grossen Favoriten auf den Titelgewinn. Bereits vor der Saison gewannen die Westschweizerinnen den prestigeträchtigen Supercup gegen den aktuellen NLA-Leader S’Aesch-Pfeffingen. Bereits vor der Partie war darum klar, dass alles andere als ein deutlicher 3:0-Erfolg des Heimteams einer kleinen Sensation gleichkommen würde.

Es fehlte an der Präzision

Zu Beginn versuchte NUC viel Druck am Service aufzubauen. Das rächte sich aber mit einer hohen Zahl an Eigenfehlern. Darum hielt Volley Toggenburg im ersten Durchgang zu Beginn überraschend gut mit. Beim Stande von 10:9 legte Lengweiler mit einer starken Serviceserie bis zum 16. Punkt die Grundlage für den standesgemässen Gewinn des Startsatzes. Den Wattwilerinnen fehlte in dieser Phase die nötige Präzision, um den erfahrenen Gegnerinnen wirksam Paroli bieten zu können.

Obwohl das Heimteam den Startsatz klar gewann, ging die Trainerin von NUC keine Risiken ein und spielte mit dem starken Ausländertrio durch. Auf der Diagonalposition kam in der Mitte des zweiten Satzes die ehemalige Beachprofispielerin Eiholzer für Lengweiler zum Einsatz. Die Innerschweizerin fügte sich nahtlos in das starke Kollektiv ein. Neuenburg war überhaupt nicht zu Geschenken bereit und zeigte auch im zweiten Durchgang eine makellose Leistung. Mit 25:13 fiel das Verdikt klar aus.

Fast eine Überraschung im dritten Satz geschafft

Nach der Zehn-Minuten-Pause kamen die Ostschweizerinnnen stärker aus der Kabine. Immer wieder punkteten die Wattwilerinnen auf allen Positionen. Die Mannschaft zeigte sich gegenüber den ersten zwei Sätzen stark verbessert und hielt plötzlich überraschend gut mit.

Bis zum Spielstand von 19:18 schnupperten die Toggenburgerinnen an der kleinen Sensation eines Satzgewinns. Dann aber schaltete Neuenburg nochmals einen Gang höher. Obwohl die Toggenburgerinnen weiter um jeden Ball kämpften, steuerten die Schweizermeisterinnen auf den klaren 3:0-Heimsieg zu. (pd)

Hier sind die Resultate und die Rangliste zu finden.