Primarschüler rufen eigene Firma ins Leben – mit einem Teil der Einnahmen wollen sie die Neuuniformierung der Musik Mühlrüti unterstützen

Im Unterricht der 5./6. Klasse der Schule Mühlrüti setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Wirtschaft auseinander und gründeten ihre eigene Firma.

Fränzi Göggel
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Sämtliche Mitarbeiter der Firma «handgmacht». Das Experiment läuft noch bis zu den Sommerferien. (Bild: PD)

Sämtliche Mitarbeiter der Firma «handgmacht». Das Experiment läuft noch bis zu den Sommerferien. (Bild: PD)

Anfang April wurde im Gremium die neue Geschäftsidee diskutiert und über ein erfolgreiches Brainstorming der Firmenname des Start-up-Unternehmens ausgewählt. Unerwartet schnell liess sich ein Investor begeistern und schoss Bargeld in das Unternehmen ein.

Die Geschäftsidee wurde lanciert, grad nach Ostern fand die Firmengründung von «handgmacht» statt. Die Wahl der Geschäftsleitung verlief demokratisch einstimmig. Den Posten als Chief Executive Officer (CEO) erhielt Livia Lenherr, Fabienne Bamert tritt das Amt von Chief Information Officer (CIO) an und mit Daniel Lenherr wurde ein umsichtiger Chief Financial Officer (CFO) ernannt. Daniel Sigrist, Chief Senior Advisor (CSA) steht dem Management beratend zur Seite. In regelmässigen Sitzungen der Geschäftsleitung werden die Produktionsentwicklung, Marktstrategien und der Verlauf der Firma besprochen.

Kreative Arbeit wird umgesetzt

Beim Firmenrundgang ist ersichtlich, dass äusserst erfinderisch gearbeitet wird. Die Produktion von praktischen Dingen für den Alltag läuft gut. In der Werkstatt werden Prototypen entwickelt, emsig gesägt und gehämmert, das Logo «handgmacht» per Laser auf die Artikel gebrannt. Der eigens gestaltete Flyer wird intern gedruckt, eine E-Mail-Adresse funktioniert, eine eigene Website ist in Arbeit.

Die Verkaufsstände sind prall gefüllt mit Alltagsdingen der Firma «handgmacht» und stehen im Laden Pluspunkt Mühlrüti, im Restaurant Schäfli in Wiesen und im Restaurant Hulftegg zum Verkauf. Die Liste mit den verkauften Produkten wird von einem Mitarbeiter von «handgmacht» jeden Tag abgeholt. CEO Lenherr kontrolliert die Bewegungen und verbucht das Ergebnis. Mit zehn Prozent der Einnahmen unterstützen die Jungunternehmer die Neuuniformierung der Musik Mühlrüti. Das Experiment läuft bis zu den Sommerferien. «Grossverdiener werden wir nicht, aber eine schwarze Null wäre schon schön», schwärmt CSA Sigrist. «Dann gäb es zwar keine Schulreise, aber ein Glace für alle», kontert CEO Lenherr schlagfertig.

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