Positionen der Kirchberger Ortsparteien

Die Schule in Kirchberg möchte sich mit einer modernen Schulführung und zwei neuen Geschäftsführern der Zukunft stellen. Zwei Ortsparteien befürworten das Vorhaben. Zwei sehen das Projekt kritisch.

Beat Lanzendorfer
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Falls die Kirchberger Stimmbürger (auf dem Foto das Dorf Bazenheid) den Antrag am 23. August gutheissen, wird die Schulordnung angepasst. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Falls die Kirchberger Stimmbürger (auf dem Foto das Dorf Bazenheid) den Antrag am 23. August gutheissen, wird die Schulordnung angepasst. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FDP: Die FDP Kirchberg befürwortet das Projekt, mit welchem sich die Schulen Kirchberg eine moderne, zukunftsfähige Führungsstruktur geben. Zudem begrüsst die FDP, dass der Schulrat ohne Druck von aussen nach Optimierungen und Verbesserungspotenzial sucht. Nach ihrer Ansicht sei ein Führungspensum von total 450 Stellenprozenten für eine Schule mit 1200 Schülerinnen und Schülern sowie über 200 Lohnempfängern, davon rund 160 Lehrpersonen, nicht zu viel.

SVP: Die SVP Kirchberg steht dem vorliegenden Entwurf kritisch gegenüber und sieht Verbesserungspotenzial. Die Schulen sollen als Arbeitgeber attraktiver, Entscheidungswege kürzer und effizienter, Pädagogik und Verwaltung klarer getrennt werden. Ob diese Ziele mit dem aktuellen Konzept erreicht werden, stellt sie in Frage. Zudem werde der Verwaltungsapparat aufgeblasen – was nach Meinung der SVP zu Mehrkosten von schätzungsweise 140000 Franken führen wird.

SP: Der von Gemeinde- und Schulrat Kirchberg vorgestellte Vorschlag der Schulreform sei mutig und konsequent. Mutig deshalb, weil es im Kanton kein vergleichbares Modell gebe und die Auswirkungen auf den Schulbetrieb schwierig einzuschätzen seien. Im Wesentlichen unterstützt die SP das Projekt. Die SP Kirchberg schaue gespannt auf die Entwicklung des neuen Schulkonzeptes, wohlwissend, dass Neuerungen Zeit und Raum für Anpassungen zugestanden werden müssen. Sie erwarte aber, dass Möglichkeiten für Kurskorrekturen bestehen und – falls nötig – im Extremfall ein Abbruch der Übung in Erwägung gezogen werde.

CVP: Die Partei habe an der Infoveranstaltung festgestellt, dass Lehrkräfte berechtigte Einwände und Ängste platziert hätten, die nicht schlüssig widerlegt werden konnten. Die strategische Trennung einhergehend mit einer zusätzlichen Führungsebene mit unklarer Kostenfolge erachte die CVP als nicht umsetzbar. Die Partei habe deshalb beim Gemeinde- und Schulrat im Rahmen des Öffentlichkeitsgesetzes weitere Unterlagen sowie Infos zur fachlichen Begleitung angefordert, um weitere Schlüsse ziehen zu können.