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Präsidentenwechsel bei den Sozialen Fachstellen Toggenburg - So entsteht Platz für neue Ideen von frischen Kräften

Beim Verein Soziale Fachstellen Toggenburg kommt es zu einem Wechsel an der Spitze: Christian Spoerlé tritt nach zehn Amtsjahren ab. Ihm folgt der Hemberger Gemeindepräsident Christian Gertsch, dem das Thema am Herzen und im beruflichen Blut liegt.
Sabine Camedda
Vreni Wild verabschiedet Christian Spoerlé nach zehn Jahren als Präsident des Vereins Soziale Fachstellen Toggenburg und überreicht ihm ein Präsent. (Bild: Sabine Camedda)

Vreni Wild verabschiedet Christian Spoerlé nach zehn Jahren als Präsident des Vereins Soziale Fachstellen Toggenburg und überreicht ihm ein Präsent. (Bild: Sabine Camedda)

Die Delegierten der Gemeinden, die dem Verein Soziale Fachstellen Toggenburg angeschlossen sind, hatten keinen Grund, die Geschäftsführung zu kritisieren. Der Vorstand und die Mitarbeiter der Beratungsstellen arbeiten zur Zufriedenheit der Gemeinden. Wie der Vereinspräsident Christian Spoerlé an der Hauptversammlung in Ebnat-Kappel ausführte, ist die Zahl der Sozialberatungen leicht angestiegen. Sie konnten aber mit dem bestehenden Pensenpool bearbeitet werden.

Neue Büros für Berufsbeistandschaft

Anders sieht es bei der Berufsbeistandschaft aus. «Hier ist die Fallauslastung sehr hoch und hat im Berichtsjahr sogar noch leicht zugenommen», sagt Christain Spoerlé. Zudem gab es Personalwechsel, was ebenfalls zu Mehrarbeit geführt habe. Auf das Jahr 2019 gab folglich es eine Stellenerweiterung bei den Mandatsträgern der Berufsbeistandschaft um 20 Prozent. Damit, hofft Christian Spoerlé, komme man mit weniger Überstunden und kurzzeitigen Aushilfen über die Runden.

Der Präsident blickte kurz aufs laufende Jahr und informierte, dass Angel Fernandez am 1. Mai seine Arbeit als Leiter der Berufsbeistandschaft aufnehmen werde. Sein Vorgänger Matthias Schildknecht sei noch einen Monat da und könne eine gute Übergabe gewährleisten.

Bereits zum zweiten Mal, seit die Berufsbeistandschaft 2015 an die Sozialen Fachstellen angegliedert worden ist, gab es einen Umzug. Anfang Dezember zog sie in die neuen Büroräumlichkeiten im Stadthaus in Lichtensteig. In diesem Zusammenhang wurden das Büromobiliar und die EDV erneuert.

Christian Gertsch folgt auf Christian Spoerlé

Die Versammlung stand im Zeichen des Wechsels im Präsidium. Christian Spoerlé gab nach zehn Jahren sein Amt ab. Es sei der richtige Zeitpunkt, fand er. Jetzt könnten frische Kräfte neue Ideen bringen, sagte er mit Blick auf den neuen Präsidenten Christian Gertsch. Er engagiere sich gerne für die Sozialen Fachstellen, sagte der Hemberger Gemeindepräsident. Er habe Sozialpädagogik studiert und arbeite als Geschäftsleiter der Landscheide. Ihm liege das Soziale am Herzen und im beruflichen Blut, sagte er.

Christian Spoerlé sagte in einem kurzen Rückblick, dass er die Sozialen Fachstellen zu einem schwierigen Zeitpunkt übernommen habe. Er sei erst kurze Zeit in seinem Amt als Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel gewesen und habe nichts von der Vorgeschichte gewusst, was auch gut gewesen sei. Es stand eine Reorganisation an, denn die Gemeinden Wattwil und Lichtensteig waren aus dem Verein ausgetreten. Zudem waren die Kosten für die Geschäftsleitung hoch.

Er habe in der Folge Stellen abgebaut. Nach und nach seien die Beratungsstellen wieder gewachsen. Der scheidende Präsident lobte die Mitarbeiter.

«Sie sind dafür besorgt, dass die Beratungsstellen gut laufen und dass die Gemeinden ihren Bürgern einen guten Service anbieten können».

Ein Wermutstropfen bleibt für Christian Spoerlé. Seiner Meinung nach müsste die Gemeinde Wattwil zum Verein Soziale Fachstellen gehören. So wäre man grösser und hätte andere Möglichkeiten.

Christian Spoerlé wird sich weiter im Vereinsvorstand engagieren, er wurde einstimmig gewählt. Mit Barbara Abderhalden, der Leiterin des Sozialamts Wildhaus-Alt St.Johann, wählten die Delegierten eine neue Revisorin.

Leichte Zunahme der Dossiers

Die Sozialen Fachstellen Toggenburg bearbeiteten 2018 in den sieben angeschlossenen Gemeinden 342 Dossiers. Dies entspricht einer Zunahme von 10 Fällen gegenüber dem Stichtag im Vorjahr. Mit 221 Fällen fällt der Löwenanteil in den Bereich Sozialberatung. Von den Fällen waren 149 Neuanmeldungen, 72 Dossiers wurden bereits im Vorjahr eröffnet. 135 Fälle konnten im Berichtsjahr abgeschlossen werden, 86 wurden als pendent ins Jahr 2019 übertragen. Im Bereich Sozialberatung fanden überdies 44 Kurzkontakte statt.

In der Suchtberatung wurden im Jahr 2018 121 Fälle bearbeitet, das waren 12 weniger als im Vorjahr. 69 Dossiers wurden bereits 2017 eröffnet und weitergeführt, dazu gab es 52 Neuanmeldungen und 17 Kurzkontakte. Bis Ende Jahr konnten 51 Fälle abgeschlossen werden. Bei der Suchtberatung entfällt rund die Hälfte der Beratungen auf Probleme mit Alkohol. Ein Fünftel der Fälle betreffen Cannabis.

Die Berufsbeistandschaft bearbeitete 2018 insgesamt 285 Fälle. Das waren 9 mehr als im Vorjahr. Mit 152 Fällen macht der Bereich Erwachsenenschutz leicht mehr aus als der Bereich Kindesschutz. (sas)

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