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Pläne für das ehemalige Resorthotel in Mogelsberg werden konkreter: Bei der Erstellung des Konzepts ist Gedankengut der Region eingeflossen

Die Freizeit und Touristik Neckertal AG hat für das ehemalige Resorthotel in Mogelsberg eine Nutzung und Positionierung als Hotel definiert. Nun wurde die Suche nach Investoren in Angriff genommen.
Sabine Camedda
Die Projektstudie sieht vor, auf den Grundmauern des Resorthotels in Mogelsberg mehrere kleine Gebäude mit Hotelzimmern, Seminar- und Therapieräumen und einem Restaurant zu bauen. Visualisierung: Nägeli AG

Die Projektstudie sieht vor, auf den Grundmauern des Resorthotels in Mogelsberg mehrere kleine Gebäude mit Hotelzimmern, Seminar- und Therapieräumen und einem Restaurant zu bauen. Visualisierung: Nägeli AG

Die Zeit läuft. Die im Herbst 2018 gegründete Freizeit und Touristik Neckertal (FTN) AG hat im November mit der AGOB AG einen Kaufrechtsvertrag für das ehemalige Resorthotel in Mogelsberg abgeschlossen. Die Neckertaler Firma gab sich ein Jahr Zeit, um die Finanzierung für den Kauf sicher zu stellen. Und um dem seit bald zehn Jahren leer stehenden Gebäude eine neue Zukunft zu geben.

Lucrezia Meier-Schatz (Bild: Urs Bucher)

Lucrezia Meier-Schatz (Bild: Urs Bucher)

In der Öffentlichkeit war es seither ruhig, doch hinter den Kulissen liefen die Arbeiten auf Hochtouren. «Wir haben uns intensiv mit dem Haus auseinandergesetzt», sagt Lucrezia Meier-Schatz, Verwaltungsratspräsidentin der FTN AG. Nicht nur die Bausubstanz wurde geprüft, die Firma hat auch diverse Studien durchgeführt. «Wir haben Trends im Tourismus untersucht und den Markt analysiert», nennt Lucrezia Meier-Schatz zwei Beispiele. In Zusammenarbeit mit drei Architekten ist ein Konzept für ein neues Hotel entstanden, das auf den Fundamenten des ehemaligen Resorthotels erstellt werden soll.

Positionierung im «Slow-Tourismus»

Die FTN AG hat als Markencode für das neue Hotel die drei Stichworte Klang, Holz und Wald festgelegt. Mit «Klang» will man eine Verbindung zur Klangwelt Toggenburg schaffen, die derzeit vor allem im Obertoggenburg beheimatet ist.

Das Thema «Holz» will man durch den Bau aufnehmen. Geht es nach den Ideen der FTN AG, so sollen die Gebäude komplett aus Holz gebaut werden. «Ein solches Holzhotel wäre einzigartig in der Schweiz und bildete eine ideale Verbindung zum naheliegenden Baumwipfelpfad», sagt Lucrezia Meier-Schatz. Zudem würden sich die Holzbauten gut ins Mogelsberger Dorfbild einfügen und der Bau würde zur regionalen Wertschöpfung beitragen.

Zum Stichwort «Wald» nennt Lucrezia Meier-Schatz den Baumwipfelpfad, aber auch eine Baumgruppe, die bereits die Kelten oberhalb von Mogelsberg gepflanzt haben. Diese war für die Kelten ein Kraftort. Messungen, die von den Architekten vorgenommen worden sind, hätten solche Schwingungen bestätigt. Passend zu den Stichworten Klang, Holz und Wald hat die FTN AG ihrem Hotelkonzept den Namen Naturhotel Goldener Berg gegeben, der vom ursprünglichen Namen von Mogelsberg, «Mein goldener Berg», abgeleitet ist.

Das von der FTN ausgearbeitete Konzept sieht das Hotel im Bereich des «Slow-Tourismus». «Heute suchen viele Menschen Entschleunigung und Zeit für Rückbesinnung auf sich selbst», sagt Lucrezia Meier-Schatz und beruft sich auf einen Auszug aus einer Marktstudie, die die FTN AG in Auftrag gegeben hat.

«Mit dem Hotel wollen wir Menschen ansprechen, die sich Zeit für sich nehmen und sich etwas Gutes tun wollen.»

Ein Hotel auch für Familien

Als Besonderheit erwähnt sie einen Innenhof, der von den Gästen der 40 Hotelzimmer als Rückzugsort genutzt werden kann. Ergänzt werden soll das entsprechende Zimmerangebot mit Angeboten im Gesundheitsbereich und im Wellbeing. Hier kann in Mogelsberg wiederum eine Brücke zur Klangwelt geschlagen werden, beispielsweise mit Klangtherapien oder mit Klangkursen, in denen Holzinstrumente gefertigt werden.

Aber, betont Lucrezia Meier-Schatz, das Hotel soll auch für Familien, Besucher des Baumwipfelpfads und von weiteren Tourismusattraktionen in der Umgebung und für Gäste von Toggenburger Firmen offen stehen. Hierfür bestehe auch eine Nachfrage und das Konzept des Hotels würde auch diesen Gästen gerecht, sagt die Verwaltungsratspräsidentin der FTN AG.

Zudem sieht das Konzept vor, dass die Turnerinnen des Trainingszentrums Fürstenland Frauen weiterhin in ihrer Turnhalle trainieren können. Und die Tennishalle, die derzeit als Parkgarage für den Baumwipfelpfad dient, ist aus dem Konzept ausgeklammert.

Regionalität und Nachhaltigkeit

Ein öffentlicher Seminarraum soll weitere Synergien mit dem Baumwipfelpfad schaffen. Dieser könnte auch für Ausstellungen genutzt werden. Zudem soll es beim Hotel ein Restaurant mit einem grosszügigen Aussenbereich geben.

«Wir haben bei allen unseren Ideen auch immer bedacht, dass unser Projekt der Region gerecht wird», sagt Lucrezia Meier-Schatz. Der Betrieb soll regionale Wertschöpfung generieren, aber auch nachhaltig sein. «Wir sind überzeugt, dass unser Konzept baulich in die Landschaft passt, das Gedankengut der Region aufnimmt und sich auch in die Philosophie des Baumwipfelpfads einbettet», sagt Lucrezia Meier-Schatz.

Die FTN AG hat mit ihrem Konzept und ihren Überlegungen ein Dossier zusammengestellt, das ihnen bei der Suche nach einem Investor hilft. Berechnungen zufolge geht es um 17 bis 19 Millionen Franken, die für das Naturhotel Goldener Berg aufgewendet werden müssen.

«Wir sind uns bewusst, dass unsere Vorgaben die Suche nach einem Geldgeber erschweren können. Es kann aber auch eine Chance sein», wiegt Lucrezia Meier-Schatz ab. Unterstützt in der Suche nach Investoren wird die AG auch durch den Kanton.

«Wir sind überzeugt, dass unser Konzept dem Zeitgeist entspricht. Darum glauben wir an unser Projekt und dass wir einen Investor finden werden», sagt Lucrezia Meier-Schatz. Sie ist sich bewusst, dass die Zeit läuft. «Aber wir sind mit vollem Elan bei der Arbeit und wollen dies für die Region schaffen.»

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