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Peter Weigelt fordert an der HV der Toggenburger Jäger: «Weg mit dem Stacheldraht»

Der Jägerverein Toggenburg hielt seine Hauptversammlung wiederum in Lichtensteig ab. Alt Nationalrat Peter Weigelt von der Revier Jagd St.Gallen warb für das Projekt «Stopp dem Tierleid – gegen Zäune als Todesfallen für Wildtiere».
Urs Nobel
Peter Weigelt (links) erhält von Köbi Rutz einige Flaschen Wein als Geschenk. (Bild: Urs Nobel)

Peter Weigelt (links) erhält von Köbi Rutz einige Flaschen Wein als Geschenk. (Bild: Urs Nobel)

Lichtensteig war am vergangenen Freitag ganz in Händen der Toggenburger Jäger. Diese hielten unter der Leitung von Köbi Rutz die Hauptversammlung ab.

Nebst Rückblick, Kassabericht, Wahl eines neuen Vorstandmitglieds und dem Ausblick in das nächste Vereinsjahr trat von der Revier Jagd St. Gallen Peter Weigelt vor die Versammlung und informierte zum Thema «Stopp dem Tierleid – gegen Zäune als Todesfallen für Wildtiere».

«Wir wollen kein neues Gesetz»

Im Artikel 41 zum Gesetz über die Jagd, den Schutz der wild lebenden Säugetiere und Vögel sowie deren Lebensräume ist zwar der Umgang mit Wildtieren festgehalten. «Wir wollen deshalb kein neues Gesetz» erklärte Weigelt.

«Vielmehr geht es darum, die aktuellen Aussagen in diesem Artikel zu konkretisieren.» Wichtigste Änderung im Initiativtext ist, dass Zäune aus Stacheldraht verboten sind.

Des Weiteren soll die Benutzung von mobilen Weidenetzen und elektrischen Zäunen klar geregelt werden. Peter Weigelt zeigte einige erschreckende Bilder von Wildtieren, die sich in Zäunen, vor allem in Stacheldrahtzäunen, verheddert hatten und qualvoll verendeten.

Toggenburger sollen Unterschriften für die Initiative sammeln

«Für unsere Initiative benötigen wir 6000 Stimmen. Ich erwarte von den Toggenburger Jägern, dass sie unsere Bemühungen unterstützen und ebenfalls auf Stimmenfang gehen», so Peter Weigelt zum Abschluss seiner Ausführungen zu diesem leidigen Thema.

Unter den 110 anwesenden Mitgliedern im Saal weilte auch Regierungsrat Bruno Damann. In einem Kurzreferat sprach er darüber, dass Notfütterung der Wildtiere falsch und nicht tiergerecht sei. «Das Wild benötigt in einer solchen Phase Ruhe und sollte nicht aufgescheucht werden.»

Froh über die Ablehnung der Initiative «Wildhüter statt Jäger»

Den Grossteil der Zeit im Saal der «Taverne» zur Krone in Lichtensteig beanspruchte nebst dem offerierten Nachtessen, die Hauptversammlung selbst. Köbi Rutz, Präsident des Jägervereins Toggenburg (JVT) führte zielsicher durch die Geschäfte und lockerte das Geschehen immer wieder mit einigen launigen Aussagen zur Aktualität auf.

Waldhornbläser lockerten den Anlass auf. (Bild: Urs Nobel)

Waldhornbläser lockerten den Anlass auf. (Bild: Urs Nobel)

In seinem Jahresbericht zeigte er sich erleichtert, dass die Zürcher Initiative «Wildhüter statt Jäger» wuchtig abgelehnt worden sei. «Wir Jäger geniessen bei der Bevölkerung eine hohe Glaubwürdigkeit. Unsere Arbeit für die Natur und Artenvielfalt ist breit anerkannt.»

Gute Beteiligung an den Anlässen

Köbi Rutz ging des Weiteren auf die Präsenz der Jäger an der Olma ein und informierte über das Luchs-Fotofallenmonitoring im Winter 2017/2018. Wie später Peter Weigelt sprach der Präsident auch die Zäune als Todesfallen für Wildtiere an.

Er blickte zudem auf vergangene Aktivitäten wie des Jagdschiessens, des Fangseminars oder den Kurs Wildbret-Verwertung zurück und freute sich über die stets grosse Mitglieder-Beteiligung. Das Jahresprogramm 2019 sieht wiederum einige Aktivitäten vor, die auch der Pflege der Kameradschaft unter Gleichgesinnten gewidmet sind.

Ein Junger zieht in den Vorstand ein

Der Kassabericht, wie auch das Budget wurden einstimmig gutgeheissen. Ebenfalls einstimmig konnte ein Ersatz für den zurücktretenden Bruno Forrer gewählt werden. Die Nachfolge des Vizepräsidenten wird von Yannick Büchler aus St. Peterzell angetreten.

Dies machte vor allem den Präsidenten glücklich, der grosse Freude zeigte, dass wiederum ein Junger in den neunköpfigen Vorstand von Jagd Toggenburg einziehen wird.

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