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Kommentar

Persönliche Angriffe sind feige

Der Ebnat-Kappler Gemeinderat wurde an der Bürgerversammlung harsch kritisiert. Mit persönlichen Angriffen ist aber niemandem gedient.
Sabine Schmid
Sabine Schmid, Redaktorin. (Bild: Urs Jaudas)

Sabine Schmid, Redaktorin. (Bild: Urs Jaudas)

An der Bürgerversammlung in Ebnat-Kappel ging es um weit mehr, als um das Budget 2019. Teilnehmer äusserten ihren Unmut über den Gemeinderat, besonders aber über Gemeindepräsident Christian Spoerlé. Die Vorwürfe: Es werde an der Bevölkerung vorbei politisiert, und der Gemeinderat bleibe bei einigen Themen zu lange untätig. Als Beispiel führten die Redner die neue Linienführung des BLWE-Busses an. Die seit Jahren geplante Schliessung der Bahnhofsunterführung wurde ebenfalls wieder aufs Tapet gebracht.

Für die Einwohner im Rosenbühl-Quartier, vor deren Häuser zukünftig der Bus vorbei fährt, kann man Verständnis aufbringen. Ebenso für die Sorge um die Sicherheit der schwachen Verkehrsteilnehmer. Dennoch: Der Entscheid für die neue Linienführung ist kein Schnellschuss. Verschiedene Stellen, von den Behörden über den Busbetrieb bis zur Polizei, haben die Situation vor Ort sorgfältig geprüft und eine gangbare Lösung vorgeschlagen.

Ein Entscheid schafft Gewinner und Verlierer

Es gehört zur Demokratie, dass evaluiert und diskutiert wird, dass Varianten geprüft und alle Seiten angehört werden. Doch dann muss jemand einen Entscheid treffen. Dass dieser Gewinner und Verlierer schafft, gehört zur Natur der Sache. Deshalb sieht die Demokratie ein Zückerli für jeden Bürger vor: Rekursmöglichkeiten, um sich gegen den einen Entscheid zu wehren. In einem solchen Fall prüft eine unabhängige Stelle, ob es Fehler gegeben hat und ob der Entscheid revidiert werden muss. Dabei bekommt mal der eine, mal der andere Recht. Auch dies ist der Lauf der Dinge.

Damit hört der demokratische Prozess aber noch lange nicht auf. Es gehört ebenfalls dazu, dass der Bürger es gut sein lässt, wenn er alle rechtlichen Möglichkeiten für Rekurse ausgeschöpft hat. In diesem Moment auf die persönliche Ebene abzuschwenken, ist feige. Damit ist keinem gedient, weder der Demokratie noch der Gemeinschaft.

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