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Pädophilie-Prozess im Toggenburg: Wirtschaftsprüfer wird zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt

Das Urteil im Pädophilie-Prozess im Toggenburg ist gefallen: Der Mann, der über 2000 Bilder und Videos von Minderjährigen gemacht hat, muss acht Jahre ins Gefängnis. Ausserdem ordnet das Gericht eine ambulante Massnahme an.
Linda Müntener
Die Mädchen waren zur Zeit der Aufnahmen fünf bis zwölf Jahre alt. (Symbolbild: Keystone/ Christof Schürpf)

Die Mädchen waren zur Zeit der Aufnahmen fünf bis zwölf Jahre alt. (Symbolbild: Keystone/ Christof Schürpf)

Der Beschuldigte wird der mehrfachen sexuellen Nötigung, der mehrfachen Schändung, der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern, der mehrfachen Pornografie, der mehrfachen Anstiftung zu sexuellen Handlungen mit einem Kind sowie der mehrfachen Anstiftung zur Herstellung von Pornografie schuldig erklärt. Das geht aus dem Urteil des Kreisgerichts Toggenburg hervor.

Der Mann wird zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Ausserdem ordnet das Gericht eine ambulante Massnahme während des Strafvollzugs an. Der Mann wird weiter zu einer Genugtuung von 15'000 Franken verpflichtet, auch die Kosten des Verfahrens muss er bezahlen. Das Urteil des Kreisgerichts Toggenburg ist noch nicht rechtskräftig.

2700 Fotos und Filme von minderjährigen Mädchen

An verschiedenen Orten – unter anderem im Alttoggenburg – hat der Schweizer pornografische Bilder und Videos dreier Mädchen aus Osteuropa angefertigt. Es geht um rund 2700 Fotos und Filme, die der Angeklagte zwischen 2008 und 2014 selber angefertigt oder in Auftrag gegeben hat. Die Mädchen aus der Slowakei, aus Polen und aus der Ukraine waren zur Zeit der Aufnahmen fünf bis zwölf Jahre alt.

Der fast 66-jährige Schweizer wurde wegen mehrfacher Schändung, sexueller Nötigung, Verleitung zu sexuellen Handlungen und Besitz von Kinderpornographie angeklagt. Er musste sich Ende August vor dem Kreisgericht Toggenburg verantworten.

Die Forderungen für das Strafmass gingen weit auseinander. Die Staatsanwaltschaft forderte 15 Jahre Gefängnis, der Verteidiger beantragte Freisprüche bei den schwerwiegendsten Anklagepunkten der Schändung und der sexuellen Nötigung und damit eine Haft von maximal vier Jahren. Wegen des Missbrauchs des polnischen Mädchens ist ein Strafverfahren in Polen hängig.

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