Kolumne

Ohne Wasser kein Gewässer und was E-Mail-Betreffzeilen sonst noch verraten

Im Posteingang von Redaktionsleiter Ruben Schönenberger landen täglich viele Mails. Nicht alle sind nützlich oder informativ.

Ruben Schönenberger
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Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Wir alle erhalten tagtäglich etliche E-Mails. Natürlich ist das bei Journalisten nicht anders. Vermutlich sind es sogar noch ein, zwei Mails mehr als beim Durchschnittsnutzer. Schliesslich stehen wir auf etlichen Verteilern, mal auf expliziten eigenen Wunsch, mal eher auf mehr oder weniger zutreffende Vermutung des Absenders hin.

Regelmässige Leserinnen und Leser des «Toggenburger Tagblatts» erinnern sich an mehrere Kolumnen zu diesem Thema. So haben wir uns schon über die Poesie von Spam-Mails geäussert und über einen möglichen Wissenszuwachs dank der Mailflut sinniert.

Bisher nicht im Fokus waren jedoch die Betreffzeilen. Zu Unrecht! Nur dank dem Betreff in einem Mail des Bundes wissen wir endlich: «Gewässer brauchen Wasser.» Wer hätte ahnen können, dass ein Gewässer ohne Wasser nur noch ein Ge mit ä-Pünktchen ist.

Christen statt Polizisten

Manchmal sind Betreffzeilen jedoch auch irreführend. Als kürzlich ein Mail von der Stiftung CSI-Schweiz mit dem Betreff «CSI-Jahrestagung mit Gästen» eintraf, waren wir erst hell begeistert. Vor unseren Augen schwirrten Bilder vom Sonnebrillen-tragenden Horatio Caine, der in einer gutschweizerischen Mehrzweckhalle zur von der Fernsehsendung CSI Miami bekannten Melodie einläuft und einen Vortrag hält. Es handelte sich dann aber um die Organisation Christian Solidarity International. Ob Caine dort Mitglied ist, entzieht sich unserer Kenntnis.

Und nicht zuletzt wissen wir auch dank eines Mails, das unlängst bei uns eingetroffen ist, dass der nächste Mitarbeiteranlass etwas üppiger ausfallen kann: «Herzlichen Glückwunsch, Sie haben 650000 € gewonnen.»