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In Mogelsberg wurde der Geburtstag der Schweiz ohne grossen Pomp gefeiert

Demokratie sei zwar oft langsam, aber auch ein Grund für den Erfolg des Landes, sagte der Mosnanger CVP-Kantonsrat Andreas Widmer an der Neckertaler Bundesfeier.
Michael Hug
Kantonsrat Andreas Widmer aus Mosnang machte sich im Steinwäldli ob Mogelsberg Gedanken zur Schweiz. Bild: Michael Hug

Kantonsrat Andreas Widmer aus Mosnang machte sich im Steinwäldli ob Mogelsberg Gedanken zur Schweiz. Bild: Michael Hug

Der Verkehrsverein traute der Sache nicht und stellte ein Festzelt auf. In den letzten Jahren wurde man regelmässig durch Gewitter aus heiterem Himmel überrascht.

Bundesfeier traditionell gestaltet

Das sollte diesmal nicht passieren. Doch das Zelt wurde dann doch nicht gebraucht – die Mogelsberger Bundesfeier, die einzige am 1. August im Neckertal, fand im Trockenen statt und bei angenehmen Temperaturen bis tief in die Nacht.

Der Verkehrsverein gestaltete das Fest traditionell: Eintreffen der Festfreudigen, zweimal 20 Minuten Ständchen der Musikgesellschaft Mogelsberg, dazwischen die Ansprache des Festredners.

Schliesslich folgte das Singen der Hymne – und zwar die «alte» Textversion» – dann Lampionumzug und Abbrennen des Funkens unter unvermeidlichem Lärm von Raketen und Böllern.

Festredner Kantonsrat Andreas Widmer

Als Festredner war Andreas Widmer, Kantonsrat der CVP, geladen. Auch Widmer wies auf den Wert von Traditionen hin: «Unser Land feiert heute seinen 728. Geburtstag in bewährter Tradition, ohne grossen Pomp, zurückhaltend und bescheiden.»

Schweizerinnen und Schweizer treffen sich in kleinen aber umso gemütlicheren Runden und Feiern sind nicht Gelegenheiten für grosse politische Veranstaltungen.

«Zum Glück unterscheiden wir Schweizer uns nicht nur beim Feiern des Nationalfeiertags von den meisten anderen Ländern.»

Gedanklich spann Widmer den Faden über die Landesgrenzen hinaus: «Würde ein Boris Johnson oder ein Donald Trump bei uns funktionieren?» Es würde vom Volk lachend verneint und nur Kopfschütteln verursachen, so Kantonsrat Widmer.

Das Schweizer System der Demokratie erscheint als kompliziert

«Unser demokratisches Verständnis ist nicht vereinbar mit Einzelköpfen», so Widmer weiter. «Seit Jahrhunderten will unsere Gesellschaft keine Könige, keine Führer und keine Herrscher. Und genau dies macht den Erfolg unseres Landes aus.»

Das Demokratiesystem der Schweiz mag zwar oft als bieder, brav, langatmig und kompliziert erscheinen: «Ist aber nicht gerade dieses manchmal verkrustete System in unserem Staat mit ein Grund zum Erfolg?» Berechenbarkeit, Verlässlichkeit und Kontinuität seien jene Elemente, welche ein Land vorwärts bringen, Sicherheit geben und stark machen.

Doch es brauche auch das Rütteln am System: «Hand aufs Herz: Selbst bei einer realen Sichtweise zum Klima haben Aktionen wie Streiks oder Demonstrationen doch etwas sehr Positives. Grosse Teile der Gesellschaft sorgen sich um die Zukunft und fordern Massnahmen.»

Die Zukunft mitgestalten

Aber die Klimakritiker werden rasch begreifen müssen, dass mit Forderungen alleine keine Politik zu machen ist: «Es braucht Menschen, die politisieren und so die Zukunft mitgestalten.» Zum Schluss einer Gedanken zum 1. August zitierte Widmer John F. Kennedy: «Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!»

Die zweite Bundesfeier in der Gemeinde Neckertal fand tags zuvor in Dicken statt. Die Festansprache hielt dort Marco Sager aus Gontenbad.

Die Feier wurde durch die Musikgesellschaft Dicken umrahmt. Und auch in Dicken gab es nach dem Eindunkeln einen Lampionumzug, ebenso wurde anschliessend ein Funken abgebrannt.

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