Obertoggenburger Ferienpass: Erfolgreiche Testfahrten mit selbstgebauten Solarmodellautos

Holz, Säge, Feile und Schrauben – Der Kurs Solarmodellautobauen im Obertoggenburger Ferienpass war sehr beliebt.

Sabine Camedda
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Der Nachmittag vergeht wie im Flug, darum sind die Jugendlichen konzentriert bei der Arbeit. Sie wollen fertig werden.

Der Nachmittag vergeht wie im Flug, darum sind die Jugendlichen konzentriert bei der Arbeit. Sie wollen fertig werden.

Bild: Sabine Camedda

Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Kreativität sind gefragt beim Kurs Solarmodellautobauen. Unter der Anleitung von Markus Aepli von Energietal Toggenburg fertigen 40 junge Obertoggenburger – 20 am Vormittag, 20 am Nachmittag – ein solarbetriebenes Holzfahrzeug.

Dass der Kurs so gut belegt ist, dass er doppelt geführt werden musste, freut Aepli sehr. Ebenso viel Spass haben er und die Kursteilnehmer. Ein Solarmodellauto in rund drei Stunden zu bauen, sei möglich, man müsse aber dran sein, sagt Aepli.

Die Jugendlichen folgen den Anweisungen, am Mittag und am Abend darf jeder seinen Boliden mit nach Hause nehmen.

Markus Aepli zeigt den Kursteilnehmern verschiedene Modelle der Solarfahrzeuge, die sie herstellen können.

Markus Aepli zeigt den Kursteilnehmern verschiedene Modelle der Solarfahrzeuge, die sie herstellen können.

Bild: Sabine Camedda

Bevor die Jugendlichen aber zu Holz, Säge, Feile und Schrauben greifen dürfen, ist Theorie angesagt. Markus Aepli erklärt, wie die Solarzelle funktioniert und wie der Strom zum Motor geleitet wird und damit die Räder angetrieben werden.

Vom Rennauto bis zum Traktor

Dann darf jeder Jugendliche ein Holzbrettchen nehmen. Wie ihr Auto aussehen wird, ist alleine ihre Entscheidung. «Zur Hilfe habe ich Zeichnungen von Autos mitgenommen», erklärt Markus Aepli.

Einige scheinen sich dafür nicht zu interessieren. Sie wissen genau, was unter ihren Fingern entstehen soll. Beim einen wird es ein Rennauto, ein anderer baut einen Traktor. Eins haben alle Autos aber gleich: Es braucht einen Motorenraum.

Während im Werkraum des Schulhauses Gill in Ebnat-Kappel Sägemehl fliegt und der Bohrer läuft, verwandelt sich das Musikzimmer in einen Technikraum.

Der Zivildienstleistende Luc Gschwend hilft den Jugendlichen bei den Lötarbeiten.

Der Zivildienstleistende Luc Gschwend hilft den Jugendlichen bei den Lötarbeiten.

Bild: Sabine Camedda

Luc Gschwend, der seinen Zivildienst im Energietal Toggenburg absolviert, erklärt den Jugendlichen, wie sie die verschiedenen Drähte mit der Solarzelle und dem Motor verbinden müssen. «Hier musst du den Finger hinhalten», erklärt er einem Jugendlichen. Der freut sich: Er hat alles richtig gemacht, der Motor läuft.

Wer leicht baut, hat ein schnelleres Fahrzeug

Zum Glück scheint die Sonne durch die grossen Fenster des Schulhauses, als die ersten Fahrzeuge fertiggestellt sind. «Meiner läuft wie geschmiert», sagt ein Knabe und zeigt es seinen Kollegen vor.

Ein Vergleich wird schwierig, denn die Werktische sind zu kurz. Also gehen die Testfahrer kurz nach draussen. Wer zurückkommt, nickt zufrieden, oder greift noch einmal zum Werkzeug zum Nachbessern.

Fürs Rennen der Solarmodellautos draussen reicht die Zeit nicht mehr. Testfahrten auf dem Tisch finden jedoch statt.

Fürs Rennen der Solarmodellautos draussen reicht die Zeit nicht mehr. Testfahrten auf dem Tisch finden jedoch statt.

Bild: Sabine Camedda

Ein grosses Rennen wird es an diesem Nachmittag nicht geben. Somit bleibt offen, ob die leichteren Fahrzeuge wirklich schneller sind. Weil alle Fahrzeuge die erste Testfahrt überstehen, sind die Kursteilnehmer glücklich. Wenn die Räder und das Solarpanel viele Fahrten aushalten, dann stimmt auch die handwerkliche Qualität.