40 Prozent mehr Abwasser aus Oberhelfenschwil

Die Delegierten des Abwasserverbandes Bütschwil-Mosnang-Oberhelfenschwil genehmigten die Rechnung 2019 und das Budget 2020 einstimmig. 

Martin Knoepfel
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Die Bütschwiler Abwasserreinigungsanlage.

Die Bütschwiler Abwasserreinigungsanlage.

Bild: Anina Rütsche

Die Delegiertenversammlung (DV) des Abwasserverbandes Bütschwil-Mosnang-Oberhelfenschwil fand vor der DV des Hallenbad-Zweckverbands ebenfalls am Donnerstagabend im «Anker» in Grämigen statt. Sie dauerte rund 30 Minuten. Die DV genehmigte die Rechnung 2019 und das Budget 2020 jeweils einstimmig und ohne Diskussion.

Nach 25 Jahren ist eine Sanierung nötig

Der Präsident des Verbands ist der Bütschwiler Gemeindepräsident Karl Brändle. Er wies unter anderem darauf hin, dass Abwasserreinigungs-Anlagen (ARA) alle 25 bis 30 Jahre saniert werden müssen.

Bei der ARA Bütschwil liege die letzte Sanierung rund 20 Jahre zurück. Grössere Investitionen stünden bevor. Zugleich arbeiteten grössere ARA billiger als kleinere Anlagen, sagte Karl Brändle.

Vier Optionen werden studiert

Der Verwaltungsrat des Abwasserverbands habe deshalb ein Ingenieurbüro mit einer Studie über die Zukunft der ARA Bütschwil beauftragt. Einbezogen in die Studie wird auch die ARA Ganterschwil.

Geprüft werden vier Varianten vom Weiterbetrieb der bestehenden Anlagen bis zum Anschluss an die ARA in Bazenheid. Die Studie soll 49000 Franken kosten.

Letztes Jahr konnte die Bevölkerung zum 50-jährigen Bestehen des Verbandes die ARA Mühlewies besichtigen. Zahlreiche Einwohner nahmen die Gelegenheit wahr.

15 Prozent mehr Abwasser als 2019

Die 2019er-Zahlen des Abwasserverbands sind meist wenig spektakulär. Die Betriebskosten erreichten 427972 Franken. Das sind 48028 Franken weniger als budgetiert. Dieses Jahr sollen die Kosten den Betrag von 489300 Franken erreichen.

Die Abwassermenge stieg um 15 Prozent auf 860244 Kubikmeter. Unerklärlich ist, weshalb aus Oberhelfenschwil mit 210214 Kubikmetern 40 Prozent mehr Abwasser als 2018 anfielen. Unklar ist ebenfalls, weshalb der Stromverbrauch zweier Gebläse deutlich höher ist als früher.

Anforderungen des Umweltschutzes wurden eingehalten

Die Auslastung der ARA Bütschwil erreichte letztes Jahr 88 Prozent. Der Kostenteiler wurde angepasst: Bütschwil bezahlt seit Jahresbeginn fünf Prozent mehr als bisher, da die Gemeinde mehr Abwasser produziert.

Die Anforderungen an die Abwasserqualität wurden laut Karl Brändle gut eingehalten. Auch der Schwermetall-Gehalt des Klärschlamms liege unter dem Zielwert. 

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