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Nur ein Australier steht dem Bütschwiler Manuel Küng am Ironman vor der Sonne

Manuel Küng aus Bütschwil wurde im 70.3 Ironman in Rapperswil Zweiter. 1.12 Minuten Rückstand hatte er auf den Schnellsten. Als bester Schweizer durfte er sich als Schweizer Meister feiern lassen.
Urs Nobel
Der Bütschwiler Manuel Küng beim Zieleinlauf. Umjubelt von Fans und Empfangsdamen. (Bild: PD)

Der Bütschwiler Manuel Küng beim Zieleinlauf. Umjubelt von Fans und Empfangsdamen. (Bild: PD)

Für die Triathleten ist zurzeit Hochsaison. Die diesjährige Wettkampfphase befindet sich nun ziemlich genau in der Mitte. Der Abschluss der «ersten Halbzeit» ist für den Toggenburger Manuel Küng optimal gelungen. In Rapperswil, am international ausgeschriebenen 70.3 Ironman musste sich Küng nur gerade dem Australier Josh Amberger geschlagen geben. Im knapp vierstündigen Rennen, welches aus 1,9 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 21.1 Kilometer Laufen bestand – zusammengezählt und umgerechnet sind das 70.3 Meilen– wies er lediglich 1.12 Minuten Rückstand auf den Weltklassen-Triathleten auf. Weil der 70.3 Ironman von Rapperswil gleichzeitig als Schweizer Meisterschaft ausgeschrieben war, hat das Dorf im Toggenburg wieder einmal einen neuen Schweizer Meister.

Ein Profi in seiner Sparte

Dass es dazu kam, erachtet Manuel Küng keineswegs als Selbstverständlichkeit. «Das war mein fünftes Rennen in dieser Saison. Ich konnte zwar den verkürzten Triathlon von Frauenfeld gewinnen. In den ersten Saison-Wettkämpfen kam ich jedoch noch nicht auf Touren.» Der Bütschwiler meint aber, den Grund dafür zu kennen. «Ich habe ein zwar sehr gutes Wintertraining auf Gran Canaria absolviert, aber auch ein sehr strenges. Davon habe ich mich offenbar zu wenig schnell erholt.» Für Rapperswil war Küng aber topmotiviert, nicht zuletzt auch deshalb, weil ihn dort viele Mitglieder seines Fanclubs unterstützten. «Der Wettkampf fand ja praktisch vor meiner Haustüre statt», blickt der 31-jährige Athlet zurück.

Der Triathlet Küng ist derzeit Profi in seiner Sparte, nicht vergleichbar allerdings mit jenem Küng, der im Moment an der Tour de Suisse für positive Schlagzeilen sorgt. «Stefan Küng bewegt sich in einer etwas anderen Sphäre» schmunzelt der Triathlet. Der Bütschwiler verfügt in seinem Umfeld über einige private Sponsoren, die ihm seine Leidenschaft ermöglichen. Er wohnt bei seinen Eltern, damit er seinen Lebensunterhalt in einem finanziell vernünftigen Rahmen bestreiten kann. Im Elternhaus findet er jene Ruhe, die ein Spitzensportler nach einem Wettkampf benötigt. Seine Eltern sowie seine beiden Geschwister sind ebenfalls sportinteressiert, wissen um die Bedürfnisse ihres ältesten Sohnes oder Bruder und unterstützen ihn, wo sie können.

Manuels Mutter beispielsweise fuhr gestern Donnerstag mit ihrem Sohn nach Luxemburg an einen weiteren internationalen Wettkampf. «Wir können uns bei der Hinfahrt als Fahrer ablösen und bei der Heimfahrt überlasse ich ihr gerne für möglichst die gesamte Strecke das Steuer», sagt Manuel Küng. Normalerweise beteiligt sich ein Triathlet nicht an zwei Wettkämpfen innerhalb nur einer Woche. «Zu Luxemburg habe ich jedoch eine besondere Beziehung, weil ich dort 2015 mein erstes internationales Rennen gewann.» Die kurze Rehabilitationszeit lässt sich insofern verantworten, weil er am Wochenende mit dem Weg nach Rapperswil kaum Reisezeit hatte.

«Hawaii läuft mir noch nicht davon»

Die Zahl 70.3 steht für Meilen. Einen ganzen Ironman hat Küng auch schon gemacht, drei um genau zu sein. Bis anhin hat er an der Halbdistanz aber mehr Freude. Innerhalb der nächsten zwei Jahre möchte er auf der vollen Distanz Fuss fassen. «Dazu muss mein tägliches Training an die längeren Distanzen angepasst werden», ist sich der Toggenburger bewusst. Auch auf die häufig gestellte Frage, diejenige nach dem Ironman Hawaii hat Küng eine passende Antwort: «Im Ironman wird man in der Regel mit dem Alter besser. Die Langdistanz WM auf Hawaii läuft mir somit nicht davon. Aber nur teilzunehmen, um dabei gewesen zu sein, reizt mich nicht. Dafür ist die Reise zu lang und die Kosten sind zu hoch. Sollte ich mich aber bereit fühlen, um einen Spitzenrang zu erzielen, wäre Hawaii in absehbarer Zukunft auch für mich eine Option.»

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