Nik Hartmann beim Herbstgespräch der Clientis Bank Toggenburg: «Wir sind auf Augenhöhe mit den Zuschauern»

Der bekannte Fernsehmann erzählte am Donnerstagabend vor 240 Zuhörenden im Toggenburgerhof von seinen Wanderungen. Auch viele Kinder waren zugegen.

Beat Lanzendorfer
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Nik Hartmann (links) freut sich über die Toggenburger Spezialitäten, die ihm Andreas Fässler, Geschäftsleiter der Clientis Bank Toggenburg, ihm Anschluss an seine Ausführungen überreichte. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Nik Hartmann (links) freut sich über die Toggenburger Spezialitäten, die ihm Andreas Fässler, Geschäftsleiter der Clientis Bank Toggenburg, ihm Anschluss an seine Ausführungen überreichte. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Gut die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer sind bekennende Wanderer. Einer, der mit seinen Wandersendungen seinen Teil zum Boom beigetragen hat, ist der 47-jährige Fernsehmann Nik Hartmann.

20 Stunden Filmmaterial für eine Sendung

Seine jüngste Reise «Wunderland», die im vergangenen Mai und Juni ausgestrahlt wurde und in der er mit seinem Team die 390 Kilometer der Via Alpina – von Vaduz nach Montreux – abwanderte, erwies sich dabei genauso als Strassenfeger wie die Vorgängergefässe.

Am Donnerstagabend tauchte der beliebte Moderator anlässlich des Herbstgesprächs der Clientis Bank Toggenburg im Kirchberger Toggenburgerhof zusammen mit 240 Besuchern noch einmal in die Produktion von «Wunderland» ein.

Nik Hartmann zeigte sich überwältigt vom Aufmarsch und freute sich über die Anwesenheit von rund dreissig Kindern.

«Es ist doch schön, dass viele Eltern ihren Kindern erlauben, meine Sendung am Freitagabend zu schauen.»

«Wunderland» sei im letzten April/Mai während 28 Tagen entstanden. Der Aufwand, der betrieben werde, sei enorm, brauche es doch rund 20 Stunden Filmmaterial, um eine rund 45-minütige Sendung zu produzieren. Hartmann legte Wert auf die Feststellung, «dass mein Team vom ersten bis zum letzten Kilometer alles zu Fuss zurückgelegt hat». Als Schlafmöglichkeiten boten sich Hotels, Gasthäuser, Hütten oder sogar selbst gebaute Iglus an. Gekocht hätten sie ebenfalls in Eigenregie.

Keine Acht-Stunden-Tage und viele Emotionen

Es seien keine Acht-Stunden-Tage, aber eine derartige Produktion sei auch keine Arbeit. «Wir machen es gerne und erhalten dabei noch einen Lohn. Und natürlich freuen wir uns, wenn wir den Menschen eine spannende Geschichte in ihre Stube liefern dürfen.» Zudem sorge das Erlebte für unvergessliche Emotionen, die es an anderer Stelle nicht gebe.

Für das Team von «SRF bi de Lüt», das sich für die Wandersendungen verantwortlich zeichnet, seien die Produktionen eine Lebenseinstellung.

«Wir bewegen uns auf Augenhöhe mit den Zuschauern, sie würden es schnell merken, wenn wir nicht mehr authentisch wären, die Glaubwürdigkeit wäre dahin.»

Nach gut einer Stunde war Schluss. Die Anwesenden hätten Hartmann gerne noch eine Weile zugehört. Ein gutes Zeichen für den Erzähler, der sogar bei den kleinen Zuhören grosse Aufmerksamkeit genoss.